AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

WolfsbergBlick zurück in die Welt der Kumpel

Die Sonderausstellung im Museum im Lavanthaus in Wolfsberg begibt sich auf die Spuren der Bergleute im Tal. Die Eröffnung findet am Freitag im Kuss statt.

Kumpel bei der Demontage einer speziellen Konstruktion zur Abstützung der Decke © KK/Museum
 

Er hat die Menschen im Tal reich gemacht, hat Arbeit und Brot gebracht und er hat großes Leid verursacht, bevor er schließlich zum Erliegen kam: der Bergbau. Der Welt der Kumpel ist die diesjährige Sonderausstellung im Museum im Lavanthaus im Wolfsberg gewidmet, die heute eröffnet wird und unter dem Motto „Glück auf, Bergleut! – Der Lavanttaler Kohlebergbau“ steht.

Der Rundgang durch die Schau beginnt weit vor der Zeit des Bergbaus, nämlich vor rund 20 Millionen Jahren. Warum die Lavanttaler Kohle so jung ist, wird in der Schau erklärt: „Über 90 Prozent aller Kohlen der Erde wurden in der Steinkohlezeit vor ungefähr 350 bis 250 Millionen Jahren und in der Braunkohlezeit vor 65 bis 2 Millionen Jahren gebildet. In Kärnten finden wir Kohlen aus beiden Zeitaltern, wirtschaftlich bedeutsam waren nur die Braunkohlevorkommen des Lavanttales.“

Die Arbeitswelt der Kumpel

Besonders begehrt wurde das schwarze Gold dann ab dem 19. Jahrhundert. Man benötigte Kohle für die Eisenerzeugung. Zahlreiche Fotos dokumentieren den Bau der Zentralschachtanlage Wolkersdorf nach dem Zweiten Weltkrieg. Breiten Raum nimmt die Arbeitswelt der Kumpel ein, die tief unter Tag gelegen und stets von tödlichen Gefahren begleitet war. „300 Meter unter der Erde – das Gefühl kann ich schwer beschreiben“, erinnert sich ein ehemaliger Knappe, der wie andere Zeitzeugen den Besuchern der Schau seine Erinnerungen über Interviews an den Filmstationen erzählt.

Die Krise begann in den 1960er Jahren durch ausländische Konkurrenz. Am 31. März 1968 kam dann das endgültige Aus für den Kohlebergbau im Tal. Der letzte Kohlen-Hunt verließ das Bergwerk in St. Stefan. Die Lavanttaler Kohlebergbau Gesellschaft, die mehr als 2000 Menschen Arbeit geboten hatte, war Geschichte. Obwohl man bereits 1966 Maßnahmen zur Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen eingeleitet hatte, waren zahlreiche Familien betroffen.

So geht’s zur Schau

Eröffnung. Die diesjährige Sonderausstellung im Museum im Lavanthaus ist der Geschichte des Bergbaus im Tal gewidmet. Die Eröffnung findet am Freitag, 9. Juni, um 19.30 Uhr im Kuss Wolfsberg statt. Kulturlandesrat Christian Benger wird die offizielle Eröffnung vornehmen. Es spielt die Bergkapelle St. Stefan. Im Anschluss ist die Schau im Museum an diesem Abend bei freiem Eintritt zu besichtigen.
Dauer. Die Ausstellung dauert bis 31. März 2018.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.