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Steigende Kirchenaustritte"Man trifft mit dem Austritt die Falschen"

Die Innsbrucker Theologin Elisabeth Anker über steigende Kirchenaustritte, absprungbereite Kärntner Katholiken und die Frage, was die Menschen in der Kirche halten kann.

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In Kärnten stiegen die Kirchenaustrittszahlen im Vorjahr um 16,8 Prozent an, österreichweit um 8,7 Prozent
In Kärnten stiegen die Kirchenaustrittszahlen im Vorjahr um 16,8 Prozent an, österreichweit um 8,7 Prozent © Gina Sanders - Fotolia
 

In Kärnten sind derzeit viele Katholiken in der Abwarteposition, ob sie aus der erschütterten Kirche austreten. Sie machen das vom Ergebnis der Visitation der Kärntner Kirche abhängig; davon, ob nach der Ära von Bischof Schwarz Glaubwürdigkeit und Transparenz wiederhergestellt werden. Was sagen Sie den Absprungbereiten?
ELISABETH ANKER: Ich habe Respekt vor den Gründen, wenn Leute sagen: Das kann ich nicht mehr mittragen, die Schmerzgrenze ist erreicht. Gleichzeitig muss man aber sehen: Man trifft mit dem Austritt die Falschen: Die, die vor Ort tätig sind. Austritte sind zu respektieren, auch wenn’s sehr traurig stimmt. Von Pfarrern braucht es persönliche Größe, zu sagen: „Es tut mir unendlich leid, doch ich respektiere den Schritt. Meine Tür bleibt für Dich immer offen.“

Kommentare (12)

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herba11
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Kirchenaustritt?

Man kann nur aus der Beitragszahlergemeinschaft austreten, und auch nur in den Ländern wo es Kirchenbeiträge gibt. Die Taufe kann man bei der BH nicht abgeben. Kirchenmitglied bleibt man trotzdem, das hat auch Rom wiederholt festgestellt. Daher darf der Kirchenaustritt, der bei der BH erklärt wird keine kirchenrechtlichen Folgen haben. Es ist aber leider das einzige Zeichen das man setzen kann um seine Unzufriedenheit mit der Institution auszudrücken, aber am kirchlichen Leben darf man trotzdem teilnehmen, wenn man sich in einer Gemeinde wohl fühlt - sonst geht man ja nicht hin.

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Henry44
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Eine aus der Kirche ausgetretene Frau sagte in einer Diskussion über dieses Thema,

der Kirchenaustritt sei eine Befreiung für sie gewesen, sie sei eine schwere Last auf ihrer Seele losgeworden.

Die hohen Herren des Klerus sollten sich fragen, wie so ein Empfinden erklärbar sein könnte und vielleicht werden sie bei Lukas 11:46 fündig: "Er aber sprach: Und weh auch euch Schriftgelehrten! denn ihr beladet die Menschen mit unerträglichen Lasten, und ihr rührt sie nicht mit einem Finger an."

Oder bei Matthäus 23:3: "Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen."

Ob Jesus nicht auch heute zu manchen jener so sprechen würde, die den ungeheuren Anspruch erheben, seine bevollmächtigten Vertreter auf Erden zu sein, aber Wasser predigen und Wein trinken?

Dennoch wäre es falsch, die vielen großartigen Menschen, seien es Geistliche oder Laien zu übersehen, die durch die Kirche und den Glauben zum Segen für ihre Mitmenschen geworden sind. Von denen gibt es weit mehr, als von jenen, die zu Recht Ärgernis erregen und deshalb besonders Gegenstand medialer Erregung sind.

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47er
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Für mich besonders abstoßend sind diese salbungsvollen, hintergründig bedrohlichen Predigten.

Aber das haben sie ja in ihrem jahrelangen Studium gelernt, und statt selbst einmal den heiligen Martin zu geben, verlangen sie nur immer wieder das von ihren Schäfchen. Viele Pfarrwohnungen sind leer, habe selten gehört, dass dort einmal Flüchtlinge Unterkunft bekommen haben, wollen dies aber immer wieder von den anderen verlangen. Diese Scheinheiligkeit ist so abstossend, dass ich mich nicht mehr über vermehrte Austritte wundere.

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gerbur
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Diese Kirche sitzt nicht nur af ihren Ohren

sondern auf ungeheuren Reichtümern! Vorrangig sollt sein, sie von dieser weltlichen Last zu befreien, vielleicht kommen dann wieder Ideen, wie man den Menschen " Heil" bringen kann.

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Luitpold
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Austreten

Es bleibt nur eine Lösung diesen verlogenen Verein zu treffen: "Austreten". Leider machen es immer noch zu wenige. Bischof Schwarz ist mindestens positiv anzurechnen, dass er sich nicht an Kindern vergriffen hat, wie viele seiner Amtskollegen. Besser ist wenn er seinen Druck über Freundinnen reguliert.

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socke1
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Ein Trauerspiel

Was diese röm.-kath. Kirche derzeit aufführt, hat mit unserem Jesus schon gar nichts mehr zu tun! Ich verstehe es nur zu gut, wenn immer mehr Menschen aus diesem zum "Verein" abgesackten Glaubenskreis austreten. Schade!

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eston
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Einziges Werkzeug der kirchlichen Demokratie

ist und bleibt der Kirchenaustritt - sonst hat man keinen Stimmzettel

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die katholische Kirche war über 2000 Jahre lang

verantwortlich für Unterdrückung, millionenfachen Mord und Totschlag, Betrug, Mißbrauch - Kindesmißbrauch - auch heute noch - es ist absolut unglaublich, daß überhaupt noch ein klar denkender Mensch in so einer Organisation Mitglied ist. Wer sich dafür interessiert wird auf weit über hundert Millionen Tote die auf die Kappe der Kirche gehen kommen.

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büffel
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Ein Austritt trifft die Richtigen

Irgendwie muß man ja reagieren. Die obige Aussage kommt mir so vor, als würde gesagt werden, daß es, wenn man bei einem Bäcker, welcher altes Brot verkauft, nicht mehr einkäuft, die Falschen träfe, nämlich die Angestellten. So ist es aber nicht, denn wenn nur genug Kunden abspringen, trifft das schon den Bäcker und gerade ihn.
Leider hilft es überhaupt nichts, einen oder auch tausend Beschwerdebriefe an "die Kirche" zu schreiben, es müssen Taten gesetzt werden. Diese Aussage fußt auf meiner persönlichen Erfahrung.

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TrailandError
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Glaubwürdigkeit

Die BürgerInnen würden nicht so streng sein mit der Instutition " Katholische Kirche", wäre da nicht deren moralische Zeigefinger, welcher permanet empor gehoben wird. Was die Kirchenleitung (Bischöfe, Kartinäle)nicht versteht ist deren Zweischneidigkeit. Du kannst nicht sagen lebt bitte grundsätzlich ohne Sexualität/Frau/Partner. Die Natur ja die Menschen (also auch Priester) gesamt gesehen als sexuelle Wesen erschaffen. ( von Gott...?!) Das Problem hast du dann aber nur , wenn du Regeln für deine Mannschaft aufstellst, die nur schwer oder gar nicht einzuhalten sind auf Dauer! Was aber in jedem Fall gar nicht geht ist die Praxis und Lösung dieses Problems. Die Kirche verlagt die Beziehung zu eine Frau zu verleugnen, damit man(Geistlicher) seinen Job behalten kann. Wenn dann auch noch Macht und Geld dazu kommen ist es aussichtslos.... Dabei sollte eines der Grundtugenden des erleuteten Menschen sein, seine Positionen/Handlungen zu erkennen und auch dafür einzustehen. Tust du das aber gegenüber der Kirche hast du keinen Job als Geistlicher mehr! Die Beichte erscheint in diesem Lichte lächerlich und unglaubwürdig.

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tiscali58
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Jesus

Ich denke auch Jesus würde aus dieser Kirche, bei der es ja auch nur um die Macht und Gier geht, austreten.

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GordonKelz
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NATÜRLICH NICHT....

...nur sollten sich die Herren in Schwarz samt dem Papst endlich zu Bewegungen entschließen ! Wie man Abertausende Menschen allein in Österreich in kirchl.
Institutionen bei Ihrer teils schweren Arbeit an Mitbürgern so vor den Kopf stoßen kann ,kann wohl nur die Kirche selbst erklären .Aber darauf ist wieder rund hundert Jahre zu warten .
Gordon Kelz

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