"Wir präsentieren eine vollkommen neuartige und vorbildhafte Form der Zusammenarbeit von Gemeinden, die noch jede Menge Potenzial für die Zukunft birgt", erklärte Gemeindereferent Daniel Fellner kürzlich im Rahmen des Tages der offenen Tür im neu geschaffenen – kärntenweit ersten – Kommunalen Kompetenzzentrum am Gelände des Wasserverbandes Ossiacher See in Feldkirchen.

Gemeinsame Sache

In intensiver Zusammenarbeit mit dem Gemeinde-Servicezentrum (GSZ) haben sich neun Gemeinden des Bezirkes Feldkirchen im Rahmen dieses Projekts der intensiven kommunalen Zusammenarbeit in den verschiedensten Bereichen verschrieben. Gemeinsam abgewickelt werden künftig in einem ersten Schritt etwa die Baurechtsverwaltung inklusive einheitlicher IT für die Bauabteilungen der Gemeinden, das Facility Management für Gebäude oder der Ausbau der Lehrlingsausbildung auf Bezirksebene. Das GSZ übernimmt die zentrale Projektleitung und wirkt als unterstützende Partnerorganisation der Gemeinden.

"Vorzeigeregion"

"Die interkommunale Zusammenarbeit von Gemeinden zu fördern, ist mein erklärtes Ziel. Für gemeinsame Projekte gibt es auch finanzielle Unterstützung vonseiten des Gemeindereferates", sagte Fellner. Im Fall von "Kokofe", wie das Projekt genannt wird, sind es insgesamt 900.000 Euro für die ersten drei Jahre. "Feldkirchen ist damit eine Vorzeigeregion in der interkommunalen Zusammenarbeit, die Vorbild für alle anderen Kärntner Gemeinden und Bezirke sein soll."

Nach einer notwendigen Umsiedlung der Gemeindeverbände Feldkirchen von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen, die eigenen Platzbedarf anmeldete, wurde schließlich als neuer Standort das Gelände des Wasserverbandes Ossiacher See, eines ebenfalls interkommunal agierenden Verbandes nach dem Wasserrechtsgesetz gefunden. Feldkirchens Bürgermeister Martin Treffner, Obmann des Wasserverbandes Ossiacher See: "An unserem Standort befinden sich nun neben dem Wasserverband Ossiacher See auch der Sozialhilfeverband Feldkirchen sowie der Schulgemeindeverband Feldkirchen, die Verwaltungsgemeinschaft Feldkirchen und zudem zwei GmbHs, die im Zusammenhang mit den Verbänden gegründet wurden. Die Bereiche Wasser, Abwasser, Bautechnik, Gebührenverwaltung, Pflege und Soziales sowie Schule sind nun im Rahmen von 'Kokofe' an einem Standort gebündelt, was eine enorme Möglichkeit zur wechselseitigen Ressourcennutzung darstellt."