Der scheidende britische Premier Boris Johnson und seine Frau Carrie verbrachten vergangene Woche einige Tage in Slowenien. Das Paar war auf verspäteten Mini-Flitterwochen und nächtigte in der Vila Planinka in Jezersko. Das Öko-Resort ist ein Vorzeigebetrieb der Region, mit lediglich 23 Zimmern und kompromisslosen Anspruch auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Die slowenische Gemeinde Jezersko in 900 Meter Seehöhe ist über den Seebergsattel in knapp 15 Fahrminuten von Kärnten aus erreichbar.

Boris und Carrie Johnson übernachteten im romantischen Boutique-Hotel Villa Planinka
Boris und Carrie Johnson übernachteten im romantischen Boutique-Hotel Vila Planinka
© KK/VilaPlaninka

Besuch in Postojna

Mittwochabend kurz vor seiner Abreise trat Johnson vor die slowenische Presse und bedankte sich bei den anwesenden Journalisten dafür, dass man ihn und seine Frau so ungestört die kurzen Flitterwochen genießen ließ. "Die letzten Tage waren wirklich wunderbar. Wir haben Berge bestiegen, sind in Seen gesprungen und waren mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei haben wir unglaubliche Dinge gesehen, in Postojnska Jama, so heißen die Höhlen, glaube ich, haben wir einen Grottenolm gesehen, die Höhlen sind wahrlich einen Besuch wert", schwärmte der britische Politiker in die TV-Kameras der slowenischen Medien.

Liebe im Namen

Am Ende bedankte sich Johnson beim ganzen Land, denn Slowenien sei wirklich und wahrhaftig, "das einzige Land, das die Liebe (sLOVEnija) in seinem Namen trägt". Danach begab er sich wieder in seine Flitterwochen-Suite in der Vila Planinka, ohne weitere Journalistenfragen zu beantworten. Wenige Stunden später trat das Paar die Rückreise nach London an, wo man angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise im Land wenig Verständnis für den Kurztrip des noch amtierenden Premiers zeigte.

Vergleich mit Nessie

Ganz anders bei den Einheimischen in Jezersko, die sich begeistert über den prominenten Gast im Land zeigten, obwohl kaum einer der knapp 640 Einwohner den Urlauber tatsächlich zu Gesicht bekam. Dem slowenischen Nachrichtenportal 24ur.com sagte ein Anrainer scherzhaft: "Es ist wohl ein bisschen so wie mit Nessie in Schottland. Jeder weiß, dass das Ungeheuer da ist, aber keiner hat es bisher zu Gesicht bekommen."