Bei Regen "abgeblitzt"Dieser Sommer heizte den Kärntnern richtig ein

In vielen Regionen gab es heuer doppelt so viele Hitzetage, dafür um ein Viertel weniger Niederschlag wie im langjährigen Mittel. Kärnten ist Schlusslicht bei der Blitztätigkeit.

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Mensch und Tier suchten im heurigen Sommer ständig Abkühlung
Mensch und Tier suchten im heurigen Sommer ständig Abkühlung © javier brosch - Fotolia
 

Ob es Platz acht oder neun in der 255-jährigen Messgeschichte wird, entscheiden noch die letzten beiden Tage des meteorologischen Sommers, aber die wärmste Jahreszeit 2021 ist in Kärnten eine der heißesten der Messgeschichte. Heuer war es um rund 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 und zum wärmeren Klimamittel 1991 bis 2020 betrug die Abweichung +1,5 Grad.

Tropennächte (über 20 Grad) gab es zwar nur eine (21. Juni in Villach), die sind aber in Kärnten generell selten (0,2 im Schnitt); drei in Klagenfurt im Jahr 2019 sind der Rekord. Dafür wurde das Mittel bei den Hitzetagen (über 30 Grad) deutlich überschritten: Ferlach führt die Hitliste mit 30 Tagen (im Schnitt 17) an, es folgen St. Andrä (28/14), Villach (25/15) und Klagenfurt (23/17). Auch hier ist der Sommer 2019 uneinholbar mit 33 Hitzetagen in Ferlach und 29 in Klagenfurt. Die höchste Temperatur wurde heuer am 26. Juni in St. Andrä gemessen (34,3 Grad).

Negativ fällt hingegen die Niederschlagsbilanz aus: das Defizit im ganzen Land beträgt 25 Prozent, einige Stationen weisen aber noch höhere Lücken zum Mittel auf: Ferlach (-35 Prozent) oder Friesach (-27 Prozent) beispielsweise. „Am meisten Regen gab es in Kornet (Gemeinde Lesachtal, Anm.) mit 430 Liter pro Quadratmeter, am wenigsten in St. Veit mit 211 Liter“, sagt Konstantin Brandes vom Wetterdienst Ubimet. Unwetter blieben weitgehend aus. Seit Beginn der Modernen Blitzerfassung war der Sommer mit nur 53.192 Blitzen der blitzärmste. Zur Illustration: Kärnten als Österreichs „Blitz-Schlusslicht“ hatte 5,5 Blitze pro Quadratkilometer, Oberösterreich 37 Blitze pro Quadratkilometer.

Noch einmal Badewetter

Die Temperaturen sind in den letzten Tagen deutlich gesunken, laut Brandes sind aber auch die ersten Schneefälle in hohen Lagen, wie sie Freitagfrüh zu verzeichnen waren, „absolut normal“ für Ende August. Zwar bleiben die Höchstwerte auch am Montag und Dienstag mit 16 bis 22 Grad auf eher bescheidenem Niveau. „Nichtsdestotrotz deuten die Wettermodelle ab Mittwoch ein paar Tage Hochdruckwetter mit viel Sonne und Höchstwerten zwischen 20 und 25 Grad an. Am Wochenende könnte es sogar auf 27 Grad hinauf raufgehen“, kündigt der Meteorologe noch einmal Badewetter an.

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