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Eltern üben Kritik"Das Hin- und Herschicken von Zetteln ist keine Bildung"

Kritik am Schulsystem wird immer lauter: Statt aus den ersten beiden Lockdowns zu lernen, würden immer mehr Lehrer, Eltern und Schüler resignieren. Eine Mutter aus Klagenfurt will aufrütteln.

Die Unterschiede beim Distance Learning seien laut Eltern enorm (Symbolfoto)
Die Unterschiede beim Distance Learning seien laut Eltern enorm (Symbolfoto) © fizkes - stock.adobe.com
 

"Bildung lenkt ab." So fasst die Klagenfurterin Isabella Schöndorfer kurz die aktuelle Situation an den Schulen zusammen. Die Unternehmerin und dreifache Mutter hat im ersten Lockdown mit ihrem "Wut-Mama"-Kommentar für Aufsehen gesorgt. Daraufhin vernetzte sie sich mit anderen Eltern und stellte Forderungen an die Politik auf.
Doch ihre Bilanz fällt jetzt im dritten Lockdown, wie auch bei vielen Elternvertretern, ernüchternd aus: "Woran es derzeit massiv hapert, ist der Wille, auch im Lockdown Bildung stattfinden zu lassen und einen geregelten Unterricht von allen Seiten durchzuführen. Lehrer kommen gar nicht auf den Gedanken, Distance Learning mittels Videokonferenz abzuhalten, Schüler bleiben unentschuldigt fern."

Kommentare (13)
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Pelikan22
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Was sollen die Lehrer denn sonst machen?

Unterrichtsunterlagen für den Online-Betrieb gibt es nur ganz selten. Also ist die Kreativität des Lehrers/der Lehrerin gefragt. Wenn den Eltern was nicht passt, dann können sie die Sprösslinge ja in den Home-Unterricht abmelden. Man wird ja sehen, was besser ist!?

eston
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Videokonferenz wollen

bestimmte LehererInnen nicht, weil sie dann anwesend sein müssten. Sie schütten lieber die Kinder mit Aufgaben zu, um sich dann einen schönen Tag zu machen.

erstdenkendannsprechen
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video-konferenz wollen in der klasse meiner tochter

mehr als die hälfte der eltern nicht - weil sie dann anwesend sein müssten (volksschule). in der ahs (älteres kind) wird gar nicht gefragt: da gibt es einfach video-konferenzen.
ich bin aber fast froh, dass die kleine das nicht hat, denn so kommen wir mit den zwei geräten aus (ich für home-office sowieso, älteres kind).
bei uns funktioniert es auch an der vs gut, würde ich sagen (4. klasse). im lernstoff gehen sie trotzdem weiter, viel kommt mit der post.
sie machen aber auch in der betreuung (an den tagen, an denen ich nicht home-office machen kann müssen die kinder in die betreuung) mehr als arbeitsaufträge erledigen.
ich muss mich tausendmal bei den lehrern meiner kinder bedanken. das ist kein honiglecken. vieles funktioniert gut, manches könnte besser sein (aber das ist eh ansichtssache, für andere eltern ist das schon zuviel, kinder sind eben individuen und man kann sie nicht über einen kamm scheren). die vs-lehererin hält täglich kontatk (und bei 21 kindern kann man sich ausrechnen, wie viel der zeit allein dafür draufgeht), ahs haben sowieso ihre videokonferenzen (regelmäßig mit klassenvorstand). natürlich: arbeiten müssen sie beide viel, auch alleine.
schade, dass es nicht überall so funktionieren kann.

yzwl
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Braucht

die Frau Aufmerksamkeit, bei meinem Enkelkind funktioniert das super!

Kathrin1009
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Und deswegen muss es bei anderen auch so sein

Wenn eine Oma die sicher nicht jeden Tag Homeschooling macht das sagt, dann muss es ja für alle gelten.

yzwl
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Kathrin und christlvonderpost10

Ich spreche von unserem Sohn und Schwiegertochter, die erledigen es super und unser Enkelkind ist mit Feuereifer dabei, wahrscheinlich ist es für sie leichter, da sie beide studiert haben.

christlvonderpost10
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Soziale Kontakte...

Ich habe auch studiert und trotzdem reicht es jetzt...
Ich denke, das hat nichts mit einer Ausbildung zu tun!!! Die Kinder brauchen Kontakte, von Lehrer*innen angefangen bis hin zu Mitschüler*innen!!

christlvonderpost10
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yzwl...

... arbeiten Sie oder sind Sie in Pension? Das macht nämlich einen riesigen Unterschied!!!

cathesianus
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Es ist eben so...

... die Lautesten sind immer zu hören und haben immer eine Plattform für ihre Weisheiten...
das sind leider selten die Kooperativen...

Volnar
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Wutmama

Ach ja die Frau Schöndorfer, die Wutmama......das Schulklima wird um einiges besser sein wenn sie nicht mehr da ist und ich wünsche der nächsten Schule viel Spaß mit der Frau in der Vertretung. Jeder Vorschlag/Kritik der gemacht wird, ist ein persönlicher Angriff. Der Elternverein so gut wie nicht existent ect...

frogschi
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Ich muss der Frau Schöndorfer recht geben,

auch wenn sie vielleicht kein gutes Ansehen hat (ich kenne die Dame nicht). Doch, wenn man bedenkt, dass seit fast ein 3/4 Jahr immer wieder Distance Learning benötigt wird, stellen sich schon ein paar Fragen. Warum kann ein Lehrer nicht per Lifestream von der Klasse aus unterrichten (Schulstunden ganz normal abhaltend, vielleicht etwas kürzer) und die Kinder von zuhause aus damit an einem Unterricht teilnehmen? Warum können die Kinder, welche eine Lernbetreuung erhalten, nicht gleich unterrichtet und dieser Unterricht gestreamed werden? ...

erstdenkendannsprechen
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ich glaube, der vorposter kennt die dame und die schulsituation

persönlich. anscheinend steckt da mehr dahinter.
ich bin froh, dass der unterricht nicht "live-gestreamt" wird.
können sie sich ein vs-kind vorstellen, das drei, vier, fünf stunden täglich vor dem pc sitzt? das ginge heute bei meinem kinde (4, klasse) schwer, weil zu lang, und als sie noch jünger war ginge das sicher überhaupt nicht. ein paar wichtige dinge täglich müssten da reichen. und andererseits: nicht alle eltern haben für jedes kind endgeräte. wenn man drei, vier kinder hat, dann hätten alle zugleich unterricht... und wer technisch nicht so versiert ist (eltern oder kinder) ist dann sowieso benachteiligt.
wenn es gerätemäßig ginge, dann würde 1 stunde pc-unterricht am tag viel sein (arbeiten müssen sie ja eh selber, da hilft sowieso nichts, auch in der schule. was man nicht selber macht, lernt man nicht)

9956ebjo
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Ich denke

das ist vielleicht nicht so einfach wie es klingt.

Hat jeder zu Hause einen Rechner pro Kind? Ich glaube nicht...