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Kärnten"Gefahr der illegalen Schiene": Neue Kirchenleitung greift durch

Administrator Guggenberger und Domkapitel greifen korrigierend auf Bischofs-Entscheidung vom Jänner ein: Bistums-Geschäftsführer Maier bekommt jetzt Beirat zur Seite gestellt. Aufsichtsrat nimmt Funktionen wieder auf.

Das Domkapitel greift entschieden durch: Gerhard Kalidz (3. von links) steht an der Spitze des neuen Bistum-Beirates
Das Domkapitel greift entschieden durch: Gerhard Kalidz (3. von links) steht an der Spitze des neuen Bistum-Beirates © Höher
 

Bereits am zweiten Tag der neuen Ära in der Katholischen Kirche Kärnten trafen Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger und das Domkapitel am Dienstag gewichtige und hoch brisante Entscheidungen. Sie greifen damit korrigierend auf Festlegungen ein, die Alois Schwarz, seit Sonntag Bischof in St. Pölten, im Jänner für Kärnten getroffen hat. Schwarz hat mit 1. Februar Steuerberater Andreas Maier als externen Berater zum Bistumsgeschäftsführer gemacht. Der wirkt neben Georg Rößlhuber, Geschäftsführer der Kirchenforste, und Andrea Enzinger, der vom Bischof ernannten Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee. Walter Walzl gab mit Februar die Funktion des Wirtschaftsdirektors des Bistums ab. Er ist Diözesanökonom und Finanzkammerdirektor, hat also für das Bistum keine Verantwortung mehr.

Guggenberger und das Domkapitel setzen jetzt Maier einen hochrangigen Geschäftsführungsbeirat zur Seite: Leiter ist der Gurker Stiftspfarrer Gerhard Kalidz, Ökonom des Domkapitels. Im Beirat vertreten sind zudem Dompfarrer Peter Allmaier (er hat auch ein Wirtschaftsstudium absolviert), Vizekanzler Burkhard Kronawetter und der ehemalige langjährige Finanzkammerchef und Diözesanökonom Franz Lamprecht.

"Richtung illegale Schiene"

Die Dimension der neuen Weichenstellung zeigt Kanzler und Kirchenrechtsexperte Jakob Ibounig gegenüber der Kleinen Zeitung auf: "Es wird manches korrekt gestellt, was zuletzt auf falscher Schiene lief. Es bestand die Gefahr, dass es sich in Richtung illegale Schiene entwickelt." Denn es habe die Außerkraftsetzung von Kontrollmechanismen gedroht. Deshalb erhält ab sofort der Wirtschaftsverwaltungsbeirat des Bistums, der seit Februar nur noch beratende Funktion hatte, gemäß Kirchenrecht wieder die entsprechende Funktion eines Kontroll- und Aufsichtsorgans. Dazu wurde das dem kirchlichen Vermögensrecht widersprechende Statut des Bistums Gurk vom 1. Februar 2018 aufgehoben und die zuvor geltende Geschäftsordnung wieder in Kraft gesetzt.

Die vom Domkapitel am Montag installierte Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gerhad Kalidz, die die wirtschaftliche und personelle Situation im Bistum aber auch das Arbeitsklima durchleuchten soll, nimmt ab sofort ihre Arbeit auf. Peter Allmaier wie externe Experten sind in der Arbeitsgruppe vertreten.

Kommentare (6)

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lexbalexba
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Ich sehe Schwarz....

....auch für diesen Glauben!

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gonde
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> Neue Kirchenleitung greift durch.

und das alles, weil ja eh alles komplett in Ordnung ist. :-)
Glaubwürdigkeit geht anders.

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GordonKelz
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EINMAL ....

...nur ,so eine Berichterstattung über das mehr als zweifehafte Kärntner Bestattungsgesetz , das nach Reformen förmlich schreit ,und den Menschen etwas bringen würde ,im Gegensatz zum Vertuschen der Kirche !
Gordon Kelz

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cathesianus
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Lieblingsthema ....

.... von Herrn Kelz , das Bestattungsgesetz?

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rkobald
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Für Herrn.....

Kelz gibt es nur noch ein Wort, BESTATTUNG........

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GordonKelz
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WENN....

...Sie nur ein wenig Ahnung davon hätten ,
wie auch Sie abgezockt werden , sollte es in ihrer Familie einen Fall geben !
Gordon Kelz

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