Zum Gloria in der Abendmahlfeier am Gründonnerstag verstummen nach altem Brauchtum die Kirchenglocken, erst am Ostersonntag bei der Ostermette beginnen sie wieder zu läuten. In dieser Zeit wird das Kirchengeläut durch hölzerne „Ratschen“ ersetzt, mit deren Geklapper Ministranten und andere Heranwachsende die Gläubigen an den Messbesuch erinnern. Im Eberndorfer Ortsteil Gösselsdorf haben diese Ratschen eine ganz besondere Form. Sie können ähnlich wie ein Schubkarren gezogen werden und verursachen dabei ein ohrenbetäubendes Geräusch, das mit dem der Kirchenglocken durchaus mithalten kann.
Kärntner des Tages
Er baut „Oster-Scheibtruhen“ als Ersatz für Kirchenglocken
Tischlermeister Josef Kuchling (60) erzeugt in Gösselsdorf bei Eberndorf fahrbare Ratschen, die zum Ende der Karwoche anstatt der Kirchenglocken erklingen.
© Benedikt