Davor bestachen sie die ÄrzteImpfgegner wollten Kochsalzlösung - und bekamen die normale Impfung

In Griechenland bestachen Impfgegner ihre Ärzte, ihnen statt der Corona-Schutzimpfung Kochsalzlösung zu spritzen. Die Ärzte nahmen das Geld an - und verimpften den normalen Impfstoff.

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Impfung
Während dieser Grieche mit BioNTech/Pfizer geimpft wird, wollen viele seiner Landsleute lieber eine wirkungslose Kochsalzlösung. © (c) AP (Giannis Papanikos)
 

Die vierte Corona-Pandemie-Welle erfasst derzeit auch Griechenland, seit Wochen sind die Krankenhäuser vor allem im Norden des Landes restlos überfüllt. Salopp formuliert kontraproduktiv ist daher der Umstand, dass sich viele Griechen ihr Impfzertifikat erschleichen, in dem sie die Ärzte kurzerhand bestechen. Der Deal: Die Ärzte bekommen Schmiergeld dafür, dass sie anstatt der Corona-Schutzimpfung Kochsalzlösung verimpfen. Der griechische Fernsehsender Mega TV berichtet von über 100.000 Menschen, die auf diese Art und Weise zu ihren Impfnachweisen kamen.

Dass das auch für die Impfverweigerer nach hinten losgehen kann, zeigt ein aktueller Fall aus dem beliebten Urlaubsland. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtete, baten einige Impfgegner ihren Ärzten rund 400 Euro für die Fake-Impfung. Die Ärzte spielten mit und akzeptierten das Geld - um dann doch den ganz normalen Impfstoff zu verwenden.

Athen zwingt Privatärzte zum Spitaldienst

Unterdessen ergreift man in Athen ungewöhnliche Maßnahmen, um die übermüdeten Krankenhaus-Ärzte zu entlasten. Wegen der Pandemielage hat das griechische Gesundheitsministerium 85 Privatärzte zum Dienst im Spital verpflichtet. Die entsprechenden Dokumente übergaben Polizisten an die Ärzte, die nun am Samstagmorgen in den Krankenhäusern erscheinen müssen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Regierung in Athen hatte am Vortag einen Beschluss getroffen, der diesen Schritt ermöglichte. Juristen sagten, wer sich weigere, könnte bis drei Jahre Gefängnis bekommen.

Die Regierung in Athen hatte bereits Anfang November Privatärzte aufgerufen, sich freiwillig zum Dienst zu melden. Es hätten sich aber nur rund 40 Mediziner gemeldet. Das griechische Gesundheitssystem benötigt nach Angaben der Verbände der Krankenhausärzte mindestens 150 zusätzliche Kollegen.

Kommentare (2)
owlet123
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0
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Warum soll man sich mit der Blödheit anderer

nicht ein bisserl das Börserl aufbessern? Passt schon so, das Geld kann ja als Trinkgeld interpretiert werden.

unfassbar
2
28
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Also gibts auch in Griechenland...

.....derart viele D.....?!