Gerald Gartlehner in ZiB2Experte für kostenpflichtige Corona-Tests und Impfpflicht im Gesundheitsbereich

Für Bundeskanzler Kurz reduziere sich die Pandemie zu einem "medizinischen Problem" des Einzelnen und seines Vernunftmanagements. "Jetzt sei es dafür noch zu früh", halten Experten dagegen.

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Armin Wolf im Gespräch mit dem Epidemiologen Gerald Gartlehner in der ZiB2
Armin Wolf im Gespräch mit dem Epidemiologen Gerald Gartlehner in der ZiB2 © Screenshot ORF/ZiB2
 

Experten warnen angesichts der Aussagen von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), wonach die Regierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nun verstärkt die Eigenverantwortung der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen will, vor zu viel Nachlässigkeit. "Wir müssen jetzt extrem aufpassen, dass wir nicht in eine Lage wie in den Niederlanden kommen, wo sich die Infektionszahlen innerhalb einer Woche versiebenfacht haben", sagte Epidemiologe Gerald Gartlehner in der "ZiB2".

Mittelfristig sei die Strategie, die Bevölkerung in die Eigenverantwortung zu entlassen, richtig, jetzt sei es dafür aber noch zu früh, so Gartlehner. Der Epidemiologe sprach sich weiters dafür aus, die 3-G-Regeln in der Nachtgastronomie strenger zu gestalten und kann sich auch vorstellen, Corona-Tests kostenpflichtig zu machen, um die Menschen zur Impfung zu bewegen. Eine Impfpflicht im Gesundheitsbereich wie in Frankreich hält Gartlehner für überlegenswert. Was die Infektion von Vollimmunisierten betrifft, beruhigt er: Diese hätten keine schweren Verläufe.

Gartlehner: 3-G-Regel strenger gestalten

Auch der Komplexitätsforscher Stefan Thurner warnt im "Kurier" (Dienstagsausgabe) vor zu viel Lockerheit. "Wir brauchen einen Sicherheitspuffer. Sollte die Durchimpfungsrate bei circa 60 Prozent stagnieren, wird die Gefahr für große Ausbrüche bleiben." Für Simulationsforscher Nikolas Popper ist der aktuelle Anstieg der Zahlen nicht überraschend, er sei die logische Konsequenz aus den Öffnungsschritten. Um die Dynamik zu bremsen, müssten zwei Dinge getan werden: "Möglichst viele Menschen durchimpfen und Testscreenings durchführen", so Popper im "Kurier".

"Virus wird nicht verschwinden"

Kurz hatte heute eindringlich an alle Bürger appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Infektionszahlen werden nämlich auch in Österreich bald wieder steigen, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) in New York. "Das Virus wird nicht verschwinden, es wird bleiben. Es wird uns noch Jahre beschäftigen", so Kurz. Er machte zugleich bekannt, dass er vor wenigen Tagen seine zweite Astrazeneca-Impfdosis erhalten hat.

"Für jeden, der geimpft ist, ist die Pandemie vorbei. Für jeden, der nicht geimpft ist, ist das Virus ein massives Problem", warnte der Kanzler im Gespräch mit österreichischen Journalisten. Ein Anstieg der Ansteckungszahlen wie jüngst in Südeuropa oder den Niederlanden "wird auch bei uns stattfinden", sagte er. Nach eineinhalb Jahren Erfahrung mit dem Coronavirus wisse man nämlich: "Diese Pandemie kommt in Wellen."

Im Vergleich zu den früheren Wellen gebe es nun aber die Impfung als "Gamechanger", sagte Kurz. Diese schütze auch gegen alle bisherigen Varianten einschließlich der Delta-Variante. Er selbst stelle dabei "jeden Tag" die Frage, ob es eine Mutation gebe, die von der Impfung nicht abgedeckt sei, versicherte er.

Kurz betont Eigenverantwortung

Kurz hatte erst kürzlich die Eigenverantwortung im Umgang mit der Pandemie betont. Nun machte er klar, dass die Bundesregierung ein Interesse an möglichst vielen geimpften Menschen in Österreich habe. So versuche man mit den Bundesländern "ein ganz niederschwelliges Angebot zu schaffen", um etwa auch Personen zu erreichen, die sich ohne Anmeldung impfen lassen wollen. Auch Kooperationen mit Vereinen wie der Freiwilligen Feuerwehr seien geplant.

An finanzielle Anreize für Impfungen denkt Kurz offenbar nicht. "Wir haben bisher darauf gesetzt, die zu impfen, die das wollen", beantwortete der Kanzler eine entsprechende Frage der APA. Wenn die Ansteckungszahlen wieder steigen, gehe er davon aus, dass das Impfangebot auch von jenen Menschen angenommen werde, die bisher die Hoffnung hatten, dass das Virus "verschwindet".

Kurz betonte zugleich, dass es von der türkis-grünen Regierung "ein klares Commitment zum Präsenzunterricht" im Herbst gebe. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) habe diesbezüglich schon "ein gutes Konzept ausgearbeitet, das im Detail im August präsentiert wird". Der Kanzler ließ durchblicken, dass dieses Konzept auf Testungen beruhen könnte.

Kurz trat zugleich Kritik entgegen, wonach die Öffnungsschritte zu weit gehen. "Wir haben ein stärkeres Sicherheitsnetz als andere Länder", sagte er mit Blick auf die hohe Testintensität und die 3G-Regel. Außerdem habe jeder Mensch die Möglichkeit, über die geltenden Vorschriften hinaus zu gehen und sich zu schützen. "Ich bin doppelt geimpft und lasse mich trotzdem testen", sagte der Kanzler. Wie aus dem Bundeskanzleramt verlautete, erhielt der 34-Jährige vor wenigen Tagen die zweite Dosis des Astrazeneca-Impfstoffes. Die erste Spritze hatte er Anfang Juni bekommen.

Skepsis gegenüber Grenzschließungen

Skeptisch äußerte sich Kurz auch auf die Frage nach möglichen neuen Grenzschließungen. "Das Virus macht vor Grenzen keinen Halt", sagte er. Zwar seien "gewisse Grenzmaßnahmen" sinnvoll gewesen, "aber aufhalten konnte das Virus niemand", sagte er unter Verweis darauf, dass sich etwa die Delta-Variante trotz Einreisebeschränkungen über Europa ausgebreitet habe. Zugleich plädierte Kurz für einen "klaren Blick auf das Wesentliche" in der Pandemie. "Wir wollten immer eine Überforderung der Spitäler verhindern, und das muss weiter das Ziel sein", sagte er.

SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher sieht eine "Kaltschnäuzigkeit" des Kanzlers. Offenbar wolle sich Kurz von jeder Verantwortung im Zusammenhang mit dem Pandemie-Management verabschieden: "Wenn er die Pandemie jetzt zur Privatsache erklärt, überlässt er alle, die sich nicht impfen lassen können - Kinder unter 12 Jahren und Menschen, die sich aus Gesundheitsgründen nicht impfen dürfen - der Pandemie."

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter plädierte indes im Ö1-"Mittagsjournal" angesprochen auf die jüngsten Aussagen von Kurz für weiterhin "einfache, kleinere Maßnahmen" über den Sommer. Das sei besser "als tatsächlich wieder größere Bewegungseinschränkungen hin in den Herbst hinein". Man dürfe nicht vergessen, "es sind noch viele nicht geimpft und einige werden auch nicht impfen gehen, beiziehungsweise einige können auch gar nicht geimpft werden, sodass man sich nur auf das Impfen stützt, aus meiner Sicht wirklich zu wenig ist", sagte der Forscher vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien.

Hutter betonte die Wichtigkeit von Verordnungen und verwies auf die 3G-Regeln und neben Schulen sowie Spitälern auf "viele Innenraumsituationen, die nach wie vor Achtsamkeit benötigen". Es sei "sicherlich an der Zeit, dass man natürlich Lockerungen durchführt". Auf der anderen Seite sei "alles viel zu schnell gegangen" und es brauche "nach wie vor doch auch seitens unserer Regierung gewisse Rahmenbedingungen, die vorgegeben werden", warnte er.


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Kommentare (65)
Irgendeiner
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Ach und natürlich haben wir nicht das einzige Genie,eine Ärztin aus

dem Guardian:
"As a senior colleague put it to me: “Are they fucking mad?” To which I could only stare at the floor, feeling desperate. For this is where we are. The UK population, whether we like it or not, is now Boris Johnson’s personal petri dish. Yet before we even reach the projected 100,000 new cases of Covid a day, the NHS – as both Johnson and Javid must know – is already on its knees. The question of whether the workforce will be able to cope is entirely academic. Demand is already unmanageable, staff are already sounding the alarm in droves and patient safety is already being compromised in hospitals up and down the country."
Die sind uns nur ein bißchen voraus,aber wo Inkompetenz fleischliche Gestalt annimmt,gleichen sich die Bilder.

Irgendeiner
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Ich seh die Striche,welch ein malerisches Rot,

aber ich würde so gerne deine liebliche Stimme vernehmen,Tanzmaus,wir machens wie immer,erst belehrtst Du mich und dann drehmas um.

Vielgut1000
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Das die Infektionszahlen wieder steigen werden, hat auch Kurz gesagt.

Der Herr Gartlehner sagt auch, dass mittelfristig die Strategie der Bundesregierung die Bevölkerung in die Eigenverantwortung zu entlassen richtig ist. Die Infektionszahlen sind in Österreich noch immer relativ niedrig. Jeder, der sich impfen lässt ist wohl vor einem schweren Verlauf geschützt. Unter den Medienleuten gibt es derzeit viele ängstliche Leute. Man sollte eher die Ungeimpften motivieren, sich impfen zu lassen. Es geht nur um die Frage: Wird durch die Infektionszahlen unser Gesundheitssystem überlastet? Und diese Frage ist derzeit mit einem klaren Nein zu beantworten.

rouge
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Alles gratis?

Die Tests sollen kostenpflichtig sein. Warum muss der Steuerzahler diese Kosten bis zum St. Nimmerleinstag übernehmen? Die Impfbereitschaft wird steigen.
Finanzielle Anreize für Impfmuffel sind der absolut falsche Weg.

dude
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Sie wollen's nicht begreifen, rouge!

Das Testen hat nichts mit dem Impfen zu tun! Auch als 2 x Geimpfter kann man sich infizieren, das Virus verbreiten und auch erkranken! Daher werden in kritischen Bereichen auch die Geimpften - tw. verbindlich - getestet.
Ich bin mir sicher, dass es für die Bekämpfung der Pandemie und auch für die Wirtschaft nicht zielführend ist, wenn man einerseits Test gesetzlich vorschreibt und andererseits die Tests kostenpflichtig macht!

rouge
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Ich will’s verstehn, einzig es fällt mir schwer.

Wenn Impfgegner (und damit sind nicht Menschen gemeint, denen aus medizinischen Gründen von der Impfung abgeraten wird) sich vor einer Feier, Kinobesuch, Frisörtermin usw… schnell den Gratis-Test abholen, dann wird deren Bereitschaft sich impfen zu lassen überschaubar bleiben.
Natürlich werden in kritischen Bereichen weiterhin Geimpfte getestet. Aber das ist nicht die Masse.

Lodengrün
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Es testet

sich auch der Herr Kurz. Warum eigentlich? Für die Geimpften, so er, ist die Pandemie doch vorbei. Muss er dann auch zahlen oder sind gewisse Damen und Herren dann befreit? Wird ohnehin noch herrlich. Geimpft wird demnächst. A. die noch nicht Geimpften, B. jene die schon eine Auffrischung brauchen, C. die Genesenen die keine Antikörper mehr haben. Und C geht an die 600.000. Aber keine Sorge. Kurz hat Sputnik in der Hinterhand.

Hazel15
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Die Impfbereitschaft wird steigen?

Wie bei der Grippe, die wird sich genauso bei ca 30 % einpendeln, wenn wie bei der Grippe jedes Jahr eine Impfung fällig wird. So wie jetzt schon nach der ersten Impfung, denn in Österreich hat man ja schon nach der ersten alle Freiheiten. Wieviele sich dann erst eine dritte , vierte usw. geben lassen, abwarten. Regt sich irgendwer über Grippetote auf? Wird spannend, wenn an Grippe mehr sterben als an Corona.

crawler
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Naja,

bei wem den sonst, als bei Kurz findet der ORF den Hund begraben. Hätte er nicht geöffnet, hätte Herr Wolf sicher jemanden aus der Wirtschaft, speziell aus der Gastronomie vor der Kamera gehabt, die eben genau das Gegenteil kritisiert hätten. Die Leute müssen langsam begreifen dass sie selbst Herr über ihr Leben und ihre Gesundheit sind. Da kann ihnen kein Politiker helfen. Mehr als Mahnen sich impfen zu lassen, einen Mundschutz zu tragen und nicht leichtsinnig zu werden, kann man nicht. Es ist eben leicht für alles die Politik verantwortlich zu machen.

Hazel15
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Alles die Politik verantwortlich zu machen.

Ist es nicht Kurz, der immer wieder damit prahlt, wie durch die Maßnahmen der Regierung gegenüber den anderen Ländern Österreich dasteht, was sie alles geleistet hat. Wenn man die Vergangenheit anschaut, gab es da mehr als nur Mahnungen, wesentliche Einschnitte in die Grundrechte, ist das nichts.

DannyHanny
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Hazel

Welche Grundrechte wurden Ihnen den beschnitten, wenn Sie jetzt noch so darunter leiden!
Könnte es eventuell sein...........das die Liebe Hazel zu den ersten gehört hätte, die eine Untätigkeit der Regierung scharf kritisiert hätte???

UHBP
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Für Bundeskanzler Kurz reduziere sich die Pandemie zu einem "medizinischen Problem" des Einzelnen und seines Vernunftmanagements.

Ja, dann weg mit allen Maßnahmen.
Weg mit den Masken, weg mit den Tests, weg mit dem Grünen Pass.
Aber so ist es nicht. Es gibt Masken, es gibt Tests, usw.
Das einzige Ziel dieser Aussage ist wohl, jetzt schon der einfachen Bevölkerung klar zu machen: "Egal wie es kommt, ich bin nicht schuld. Schuld sind die Anderen."

GanzObjektivGesehen
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Menschen wie sie sind „die anderen“.

Und wen meinen sie mit „die einfache“ Bevölkerung? Die Bevölkerung ist nicht einfach oder komplziert, alt oder jung, oder schwarz oder weiß. Die Bevölkerung sind wir alle.
Sogar sie gehören dazu.....

Popelpeter
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Sie können die Maske

eh aufbehalten! Es zwingt sie ja keiner dies nicht zu tun!

Lodengrün
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Diese

Strategie fährt ja auch Boris Johnson. Raffiniert denn so stehlen sie sich heute schon aus jeder Verantwortung, die da in der Ferne liegt. Und die liegt, wenn wir da nach GB schauen. Dazu kommt noch. Biontech steht bei Delta auf wackeligen Beinen, die Wirkung lässt nach 6 Monaten nach, hat nur einen Wirkungsgrad von 67%. Dazu kommt die Undiszipliniertheit der Bevölkerung, der Druck der IV ja nichts mehr zu schließen. Also lassen wir im Hinblick auf die Machterhaltung alles offen und schieben den Ball dem Pöbel zu.

mtttt
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IV

Sehen Sie uns noch als Industrienation ? Ich nicht mehr, die grossen Produktionsstätten stehen schon lange bei den Nachbarn. Also was für ein Druck der IV ? Die Verlierer waren durchwegs die Kleingewerbetreibenden, die interessierten weder SPÖ noch ÖVP. FPÖ hat eh keine Wirtschaftskompetenz. Und ja, Eigenverantwortung ist richtig, man lebt ja auch mit den Gefahren von Verkehr, Schweinefleischmissbrauch, Zucker, Alkohol, Tabak, HIV. Wollens überall einen Kanzler, der uns mit Soldaten das Wohlergehen reinpruegelt ?

Lodengrün
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Irrtum guter @mttt

Alkohol, Tabak, Schusswaffen, ,...........überall dafür gibts Gesetze. Und die gingen ebenso durchs Parlament wie die Maske.

iMissionar
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Kurz hat völlig Recht

Wer sich nicht impfen lassen mag, soll es halt bleiben lassen. Trotzige Special Snowflakes haben kein Anrecht auf gesellschaftliche Dauerallimentierung, nur weil ihnen ein Impfschutz vom Bauchgefühl her nicht so zusagt.

Rot-Weiss-Rot
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Populismus hat in der Pandemie keinen Platz!

Die Menschen sind der Einschränkungen überdrüssig, haben genug von Masken und Lockdowns, da ist es logisch, dass der Populist der Volksmeinung entspricht. Doch ist es auch verantwortungsbewußt?
Pluspunkte bei den Wählern sind ihm sicher, die Umfragewerte gehen wieder nach oben, genauso wie die Zahlen der Infektionen.
Ich denke, dass die bisherigen Lockerungen angebracht waren, doch in Anbetracht der Delta ist es genug. Die derzeitige Maskenregelung ist zumutbar, eine Maske bei 20 Minuten Einkauf ist erträglich. Weiter zu öffnen, ist nicht klug. Noch nicht! Welche Länder öffnen weiter? GB? Ja klar, der Boris hat den Populismus erfunden, das hat man beim Brexit gesehen. Der wollte ja nicht einmal im März 2020 reagieren und durchlaufen lassen. Eigenverantwortung? Kurzzeitgedächtnis? Was war vor 9 Monaten? Herbst 2020! Eigenverantwortung? Schon wieder? Immer wenn die Herrschaften nicht wissen wie sie argumentieren sollen kommt die Eigenverantwortung, die in unserer Gesellschaft leider abhandengekommen ist. Es sind noch 2 Monate bis zum Herbst und das halten wir nicht mehr aus? Dann werden wir sehen wo wir stehen. Ein- und Ausreisbestimmen werden in vielen Ländern verschärft und bei uns wird weiter geöffnet. Ich denke es ist offen genug. Weiter Öffnungen gibt die Situation nicht her und sind reiner Populismus.

samro
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und bei all diesen diskussionen

frage ich mich nur:
wo ist der gesundheitsminister?
und seine unpopulaeren entscheidungen, die er bei amtsantritt versprochen hat?

feringo
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Auflagen sind anzupassen

Keinesfalls dürfen den Geimpften wegen der Impfmuffel weiterhin Einschränkungen auferlegt werden. Diesbezüglich darf sich die Regierung nicht aus der Verantwortung nehmen. Kurz wird sich sicher auf die Seite der Geimpften stellen, denn die ist die Mehrheit. Macron zeigt es vor.

Rot-Weiss-Rot
9
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@feringo,

Kurz hat bezüglich seiner Asyl-Politik viele FPÖ-Stimmen bekommen.
Wie die SPÖ zur Impfung und Corona steht ist wohl bekannt.
Ob er nicht fürchten muss, dadurch wieder FPÖ-Stimmen zu verlieren?
Ja und Stimmen sind für den BK schon sehr wichtig.

GanzObjektivGesehen
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Stimmen sind für jeden Politiker wichtig.

Denn sonst wird er nicht, ist er nicht, und wird nicht Poitiker bleiben....

Rot-Weiss-Rot
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@feringo,

Kurz hat bezüglich seiner Asyl-Politik viele FPÖ-Stimmen bekommen.
Wie die SPÖ zur Impfung und Corona steht ist wohl bekannt.
Ob er nicht fürchten muss, dadurch wieder FPÖ-Stimmen zu verlieren?
Ja und Stimmen sind für den BK schon sehr wichtig.

feringo
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@Rot-Weiß-Rot

Ja, freilich! Stimmen sind wichtig, sie sind Zutaten der Demokratie. Fehlen sie, kommt es zum K(r)ampf. Manche Politiker*in überlebt das dann nicht und Parteien verschwinden aus dem Machtbereich.

hortig
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Corona

Mich wundert dass die ZiB2 immer nur Leute ladet, die gegen die Entscheidungen der Regierung reden.

Lodengrün
17
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Kurz muss weg

ist jetzt nicht nur mehr der Slogan der Blauen. Den vernimmt man auch schon sehr kräftig im Lager der Schwarzen. Türkis ist da ohnehin nur die Kurz-Yuppie-Truppe. Und da sprach ein Professor und Fachmann und der darf wohl noch seine fundierte Meinung abgeben. Kurz fährt ohnehin nur die Johnson Linie. Und der fährt GB gerade erneut an die Wand.

samro
0
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schon irgendwie lustig

vor einem jahr als kurz gemahnt hat habt ihr euch aufgeregt dass er euch die freiheiten nimmt.
dass er nur angst verbreitet.
wie was jetzt?

aToluna
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Gegen die Entscheidungen der Regierung

Weil sie EXPERTEN ladet und keine Studienabrecher und dgl..denen es nicht um die Wählerstimmen und Populismus geht. Andere Regierungen beraten sich zuerst mit Experten, bevor sie damit an die Öffentlichkeit geht. Bei uns ist es umgekehrt.

GanzObjektivGesehen
0
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Die Expertenkommission gibt es noch immer.

Sie muss die Gesamtsituation beurteilen. Dass die Standesvertreter der Hoteliers oder
der Tourismusbranche eine eigene Sicht haben, genauso wie ein Epidemiologe, und das sich diese Ansichten nur selten decken werden, das sollte wohl jeder verstehen...

UHBP
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@hor...

Meinst, die sollten nur gekaufte Bastianer einladen? Die sind halt unter Gebildeten seltener zu finden wie unter einfachen Mitläufern. Und was hätten die schon zu sagen, außer Basti macht immer alles richtig :-)))

dieRealität2020
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Und wieder eine aus der Fülle von 1.128 divergierenden Meinungen von Selbstdarsteller mit schon vermutlich krankhaften Geltungsdrang zu hören und zu sehen.

.
Eine einfache Sache zu den immer wieder ununterbrochen sinngemäßen Sprüchen. Wie u.a. Der fehlende Gleichheitsgrundsatz "alle Menschen sind gleich" und Vollimmunisierte dürfen und können schon ein normales Leben führen. Ganz einfach. >>>>> Dann lassen sie sich impfen. <<<<< So einfach kann Leben sein.
.
Dem kann ich nur zustimmen. @Stemocell "Kurz hat Recht, wenn er sagt, dass das Virus bleiben wird, wer immer noch an ‚Zero Covid‘ glaubt, möge bitte nach Utopia ziehen". So einfach kann Leben sein.

UHBP
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@dieR...

"Und wieder eine aus der Fülle von 1.128 divergierenden Meinungen von Selbstdarsteller mit schon vermutlich krankhaften Geltungsdrang zu hören und zu sehen."
Besser hätte man Basti gar nicht beschreiben können!

Stemocell
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Wenn man ständig nur auf diese

‚Experten‘ hört, ist es in 5 Jahren auch noch zu früh.
Kurz hat Recht, wenn er sagt, dass das Virus bleiben wird, wer immer noch an ‚Zero Covid‘ glaubt, möge bitte nach Utopia ziehen.
Irgendwann muss ein normales Leben wieder möglich sein, auch mit Corona.

Lodengrün
14
7
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Er sagt aber

für alle Geimpften ist die Pandemie vorbei. Also grob gesprochen, es gibt sie nicht mehr für sie. Da kann man also machen was man will. Wird wie wir sehen wörtlich genommen. Diese Ansage unseres Kanzler ist somit grob fahrlässig.

Stemocell
2
12
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Für mich stellt sich die Frage,

wie lange man noch von einer Pandemie sprechen kann. Wenn das Virus erst einmal endemisch wird und als Erkältungsvirus jeden Winter wiederkommt.

Patriot
9
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Für alle Vollimmunisierten gibt es ein "fast" normales Leben mit Corona.

FÜR ALLE ÜBRIGEN NICHT !

scaramango
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Wo ist das Problem?


Es gibt nun genug Impfstoff, die Jungen können - wenn sie wollen - sich rasch impfen lassen und alle die es nicht tun, müssen halt mit den Tests leben.

Es gehören auch die geschützt, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und die kleinen Kinder.

Somit sind aus meiner Sicht die verpflichtenden Tests absolut gerechtfertigt!

aidialc38
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scaramango

Bei welchen Erkrankungen darf man keine Covid19 Impfung bekommen?

Rot-Weiss-Rot
14
8
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@scaramango

Alle die geimpft sind benötigen keine Tests mehr und jene die sich nicht impfen lassen, müssen mit den Tests leben. Alles super, nur ist es bei uns so, dass die Tests von allen zu bezahlen sind, auch von jenen die geimpft sind und das ist nicht wenig. Auf die Dauer werden sich das die Geimpften nicht gefallen lassen.

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