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Corona-KampagneItaliener sollen auch am Urlaubsort geimpft werden

Eine halbe Million Menschen wird derzeit täglich in Italien geimpft. Um die Impfkampagne im Sommer nicht zu unterbrechen, sollen Bürger auch außerhalb ihres Wohnorts geimpft werden.

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© AP
 

Italien setzt seine Impfkampagne zügig fort. Eine halbe Million Impfungen werden täglich durchgeführt. Um die Impfkampagne im Sommer nicht zu unterbrechen, sollen Bürger auch außerhalb ihres Wohnorts geimpft werden. Damit werden sich die Italiener auch in Urlaubsorten immunisieren lassen können, wie aus einem Plan der Regionen hervorgeht.

"Wir prüfen, ob wir Impfungen im Urlaub organisieren können. Wir sind mit der größten Impfkampagne in der Geschichte der Menschheit konfrontiert. Es gibt viele Aspekte, die wir noch lösen müssen", sagte der Präsident der Konferenz der Regionen, Massimiliano Fedriga, laut Medienangaben.

87 Prozent der Italiener im Alter von 80 Jahren, circa 4,5 Millionen Menschen, haben die erste Dosis erhalten. 72 Prozent wurden bereits mit zwei Dosen immunisiert. In der Altersgruppe zwischen 70 und 79 Jahren beträgt der Prozentsatz für die erste Dosis 69 Prozent, was sechs Millionen Menschen entspricht. 14 Prozent der Menschen in dieser Altersgruppe haben bereits die zweite Dosis erhalten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ab kommender Woche können sich Italiener im Alter von über 50 Jahren für die Impfung anmelden. Außerdem sollen Arbeitnehmer von Großbetrieben geimpft werden.

Über-60-Jährige sind skeptisch

Fedriga warnte, dass in bestimmten Altersgruppen die Zahl der Impfwilligen niedriger als erwartet sei. Dies betreffe vor allem die Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren. "Es besteht ein gewisser Widerstand gegen Vakzine. In der Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren haben sich in meiner Region Friaul-Julisch Venetien erst knapp mehr als 60 Prozent der Menschen impfen lassen. Das ist ein Problem", gab Fedriga zu und bezog sich auf Misstrauen gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff, der wegen angeblicher Nebeneffekte von vielen Bürgern als nicht sicher betrachtet werde. Die Gefahr sei, dass zu viele Impfdosen in den Kühlschränken gelagert blieben.

Inzwischen wird weiterhin über die Abschaffung des nächtlichen Ausgangsverbots diskutiert, das vor allem von Rechtsparteien scharf kritisiert wird. Laut Außenminister Luigi Di Maio, Spitzenpolitiker der stärksten Regierungspartei Fünf Sterne, könnte ab dem 16. Mai die Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr abgeschafft werden, wenn es die epidemiologische Lage erlaubt.


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