Sorgen wegen Virus-MutationenCorona-Ampel bleibt im ganzen Land rot

Acht Bezirke, darunter Wien und Innsbruck-Stadt, hätten bereits die vom Gremium vorgesehenen Kriterien erfüllt, um eine Schaltung auf orange zu erzielen. Allerdings sorgen die Virusmutationen für Vorsicht bei der Ampel-Kommission.

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Auch wenn dem Vernehmen nach bereits eine Lockerung des Lockdowns vorbereitet wird, bleibt die Corona-Ampel im ganzen Land auf Rot. Die Ampel-Kommission hat sich auch diese Woche keine Orange-Schaltung getraut. Begründet wird dies mit der zu unsicheren Lage unter anderem wegen der neuen Virus-Varianten. Dabei hätten acht Bezirke, darunter Wien und Innsbruck-Stadt, bereits die vom Gremium vorgesehenen Kriterien erfüllt.

Insgesamt sind es acht Bezirke, die eigentlich auf Orange geschaltet werden müssten. Neben der Bundes- und der Tiroler Hauptstadt sind dies die niederösterreichischen Bezirke Horn, Hollabrunn, Korneuburg und Krems sowie Oberwart im Südburgenland und die Vorarlberger Region Klostertal/Arlberg. Weitere Bezirke wie beispielsweise Graz Stadt, Linz Stadt und Land, St. Pölten Stadt und Land oder die Region Eisenstadt sind bei einer Inzidenz von unter 100 auf 100.000 Einwohner.

Die Begründung, warum das ganze Land rot bleibt, liest sich in etwa wie die von vor einer Woche. Es gebe zwischen den Bundesländern aber auch innerhalb der Bundesländer sehr unterschiedliche Entwicklungen. Zudem lägen zu den neuen Virusvarianten kaum Erfahrungswerte vor. "Beobachtungen aus anderen europäischen Ländern zeigen zunehmend Hinweise auf eine Assoziation zwischen Fallanstiegen und der neuartigen Virusvarianten insbesondere in Phasen der Lockerung von Präventionsmaßnahmen", schreibt die Kommission wenige Tage vor der Entscheidung der Regierung, ob ab übernächster Woche z.B. Handel und körpernahe Dienstleister wieder aufsperren. Bei den Schulen ist ein Start des Präsenzunterrichts ja bereits avisiert.

Eine nachhaltige positive Entwicklung ist aus den Zahlen der vergangenen Woche nicht ablesbar. So setzte es beispielsweise einen kleinen Rückschlag für die Bundeshauptstadt. Mit der Inzidenz von 123,7 auf 100.000 Einwohner muss man diesmal in Wien ein Plus der Infektionen von drei Prozent verzeichnen. Einen leichten Anstieg gibt es auch in Kärnten und Niederösterreich (jeweils plus zwei). Den stärksten Rückgang weist Vorarlberg mit 14 Prozent auf.

Die niedrigste Fall-Inzidenz gibt es aktuell im Burgenland mit 111,4, gefolgt von Wien und Tirol (127). Am Schlechtesten sieht es weiter in Salzburg (276,5) und Kärnten (214) aus. Der Bezirk mit den höchsten Fallzahlen ist Tamsweg im Salzburger Lungau. Rust Stadt und Hollabrunn haben die niedrigsten Werte.

Interessant im Zusammenhang mit den Ski-Weltcup-Slaloms, die von Kitzbühel wegen mögliche Fälle der britischen Corona-Variante in der Region nach Flachau verschoben wurden: Der Bezirk Kitzbühel hat eine Inzidenz von 207,3, St. Johann in Pongau, in dem Flachau liegt, 360,9, das ist die dritthöchste Inzidenz österreichweit.


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Kommentare (2)
Immerkritisch
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Fraglich die Testquote....

Denn dass Wien entgegen fast aller anderen Bezirke in Österreich besser dasteht ist sehr erstsunenswert!

Heba
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Fragliches Post

Warum? Nur weil es Wien ist? Übliches primitives Wien-Bashing? Wenn es Graz wäre, wäre es richtig und zum Selbst-auf-die Schulter-Klopfen?