98 Todesopfer Alle Vermissten nach Hauseinsturz in Florida identifiziert

Nun ist es traurige Gewissheit: 98 Menschen verstarben beim Teileinsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses in Florida. Warum das Gebäude kollabiert ist, ist noch unklar.

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© APA (AFP)
 

Gut einen Monat nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses im US-Bundesstaat Florida haben Einsatzkräfte die sterblichen Überreste der letzten noch vermissten Person identifiziert. Die Zahl der Todesopfer des verheerenden Unglücks stieg damit auf 98. Das teilte die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Montagabend (Ortszeit) mit. Eine 54 Jahre alte Frau hatte zuvor noch als vermisst gegolten.

Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex mit rund 130 Einheiten war am 24. Juni in Surfside bei Miami aus noch ungeklärten Gründen teilweise kollabiert. Der einsturzgefährdete Rest des Gebäudes wurde später gezielt gesprengt. Überlebende waren nur in den ersten Stunden nach dem Einsturz gefunden worden. Vor rund zwei Wochen war daher die Rettungs- in eine Bergungsaktion umgewandelt worden. Am Wochenende hatte die Feuerwehr ihre Bergungsarbeiten am Unglücksort schließlich eingestellt.

Die Trümmer wurden fast vollständig abgetragen und nahe dem internationalen Flughafen von Miami gelagert. Dort setzen nun Forensiker der Polizei die Suche nach menschlichen Überresten und persönlichen Gegenständen fort. Das Unglück hatte die Gemeinde und das ganze Land schwer erschüttert.

Bürgermeisterin Levine Cava sprach am Montag von einer "undenkbaren Tragödie". Nichts könne die "98 Engel" zurückbringen, doch die Einsatzkräfte hätten alles getan, damit die Angehörigen zumindest Gewissheit hätten und abschließen könnten.

Tragödie in Miami: Fieberhafte Suche nach Vermissten in Florida

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida in der Nacht auf vergangenen Donnerstag mit vorerst vier bestätigten Toten werden weiterhin 159 Menschen vermisst.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Unterdessen wurde bekannt, dass ein Ingenieur schon vor drei Jahren davor gewarnt haben soll, dass es "große strukturelle Schäden" an der Betonplatte unter dem Pool-Deck und Risse und Abbröckelungen in der Tiefgarage gebe. Das berichtete die "New York Times" am Samstag.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Tower in der Stadt Surfside nördlich von Miami Beach war in der Nacht auf Donnerstag aus unbekannter Ursache eingestürzt.

(c) AFP (-)

Einige Bewohner konnten sich noch über Treppen in Sicherheit bringen oder wurden von Balkonen gerettet.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Es wird befürchtet, dass viele Bewohner im Schlaf vom Einsturz überrascht wurden und sich nun unter den Trümmern befinden.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Die Suche nach möglichen Überlebenden war weiter im Gang, die Chance, dass solche drei Tage nach der Katastrophe gefunden werden, sinkt jedoch stündlich.

(c) AFP (MARCO BELLO)
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Kommentare (1)
lucie24
1
0
Lesenswert?

Also über die vermuteten Ursachen

hätte man hier schon ETWAS schreiben können. So ist das ja 0 Information.