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Mehr als 120 VermissteReste von Hochhausruine in Florida gesprengt

Such- und Rettungseinsatz soll wieder anlaufen und ausgeweitet werden. Mehr als 120 Menschen gelten nach wie vor als vermisst, 24 Tote wurden inzwischen geborgen.

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© APA/AFP/GETTY
 

Die Gebäudereste des in Miami teilweise eingestürzten Wohnkomplexes sind am späten Sonntagabend (Ortszeit) kontrolliert gesprengt worden. Die Instabilität der Ruine sei gefährlich gewesen und habe den Fortschritt des Bergungseinsatzes im vor elf Tagen eingestürzten Teil behindert, hatte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, zuvor gesagt. Die Gründe für den Einsturz sind noch ungeklärt, viele Personen gelten weiterhin als vermisst.

Anrainer des Stadtviertels von Surfside im US-Staat Florida waren bereits vor der Sprengung aufgefordert worden, in ihren Häusern zu bleiben und Türen und Fenster zum Schutz vor Staub und kleineren Partikel geschlossen zu halten. Der Such- und Rettungseinsatz in den Trümmern, unter denen noch verschüttete Menschen vermutet werden, war am Samstag unterbrochen worden. Er sollte nach der Sprengung wieder anlaufen und ausgeweitet werden.

Tragödie in Miami: Fieberhafte Suche nach Vermissten in Florida

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida in der Nacht auf vergangenen Donnerstag mit vorerst vier bestätigten Toten werden weiterhin 159 Menschen vermisst.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Unterdessen wurde bekannt, dass ein Ingenieur schon vor drei Jahren davor gewarnt haben soll, dass es "große strukturelle Schäden" an der Betonplatte unter dem Pool-Deck und Risse und Abbröckelungen in der Tiefgarage gebe. Das berichtete die "New York Times" am Samstag.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Tower in der Stadt Surfside nördlich von Miami Beach war in der Nacht auf Donnerstag aus unbekannter Ursache eingestürzt.

(c) AFP (-)

Einige Bewohner konnten sich noch über Treppen in Sicherheit bringen oder wurden von Balkonen gerettet.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Es wird befürchtet, dass viele Bewohner im Schlaf vom Einsturz überrascht wurden und sich nun unter den Trümmern befinden.

(c) AFP (EVA MARIE UZCATEGUI)

Die Suche nach möglichen Überlebenden war weiter im Gang, die Chance, dass solche drei Tage nach der Katastrophe gefunden werden, sinkt jedoch stündlich.

(c) AFP (MARCO BELLO)
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(c) AFP (ANDREA SARCOS)
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(c) AP (Pedro Portal)
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(c) AP (Gerald Herbert)
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(c) AP (David Santiago)
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(c) AP (David Santiago)
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Sprengung aus Sorge um Stabilität der Ruine

Nach dem Unglück hatten die Bewohner des noch stehenden Gebäudeteils aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurück in ihre Wohnungen gedurft - auch nicht, um vor dem Abriss persönliche Gegenstände herauszuholen. Die Sprengung wurde schließlich aus Sorge um die Stabilität der Ruine wegen eines nahenden Tropensturms vorgezogen. Ausläufer des Sturms "Elsa" mit möglicherweise heftigen Windböen und starkem Regen wurden ab Montagabend im Süden Floridas erwartet.

Seit dem Einsturz am 24. Juni wurde quasi rund um die Uhr mit Spürhunden, Spezialkameras und schwerem Gerät nach Verschütteten gesucht. Inzwischen wurden 24 Tote geborgen. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem strandnahen Gebäude aufhielten.

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