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LondonFlüchtling verleumdet: Brite muss 100.000 Pfund zahlen

Britischer Rechtsextremist wurde zur Zahlung von umgerechnet 117.000 Euro verurteilt, weil er einem minderjährigen Flüchtling in Sozialen Medien Taten unterstellte, die dieser nie begangen hatte.

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Weil er einen minderjährigen syrischen Flüchtling im Internet verleumdet hat, muss ein britischer Rechtsextremist 100.000 Pfund (117.000 Euro) an Schmerzensgeld zahlen. Das entschied ein Richter am Londoner High Court am Donnerstag, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.

Opfer musste Adresse ändern

Der Mann hatte Videoclips verbreitet, in denen zu sehen war, wie der damals noch minderjährige Syrer auf einem Spielplatz von anderen Schülern angegriffen wurde. Der Mann behauptete dazu, der Bub habe zuvor Mädchen geschlagen und Mitschüler bedroht. Die Clips wurden hunderttausendfach im Netz angeklickt. Der Bub musste in der Folge wegen Anfeindungen seine Adresse ändern und seine Ausbildung abbrechen. Der Richter befand jedoch, dass es keinerlei Grundlage für die Behauptungen des Rechtsextremen gegeben hatte.

Der Verurteilte ist das bekannteste Gesicht der oft mit Fußball-Hooliganismus in Verbindung gebrachten Rechtsextremen in England. Er gehörte zeitweise der rechtsextremen British National Party an und war Mitbegründer der islamophoben und rechtsextremen Vereinigung English Defense League.

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