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Coronavirus Virus erreicht Amerika, Razzien in Italien

Bereits 400 Infektionsfälle in Italien und Razzien bei Online-Händlern. Erster bestätigter Fall in Lateinamerika. In der Nacht nimmt Trump zur Lage in den USA Stellung.

Kontrollen, Razzien und Absperrungen in Italien
Kontrollen, Razzien und Absperrungen in Italien © (c) APA/AFP/MIGUEL MEDINA (MIGUEL MEDINA)
 
  • Erstmals seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr neu gemeldete Fälle außerhalb Chinas als in der Volksrepublik selbst.

  • Erstmals gibt es einen bestätigten Fall in Südamerika.

  • Auch in Europa gibt es immer mehr Fälle. In Deutschland ist eine Kindergärtnerin erkrankt. Zudem zwei weitere Personen aus Baden-Württemberg.

  • In Österreich gibt es in Kärnten nach einem Todesfall mit möglichem Coronavirus-Hintergrund Entwarnung, nachdem es gestern zwei bestätigte Verdachtsfälle in Innsbruck gegeben hatte.

  • Bereits 400 Infektionsfälle in Italien. Zudem finden ob Preistreiberei im Netz Razzien bei E-Bay und Amazon statt.

  • Bisher hat es österreichweit 321 Testungen auf das Coronavirus gegeben. Aktuell stehen 23 Personen unter Quarantäne.

TELEFONSTUNDE UND LIVESTREAM

Alles, was Sie über das Coronavirus wissen müssen - der Virologe Dr. Klaus Wander gibt am Donnerstag, 27.2., von 9 bis 10 Uhr Antworten. Tel. 0810/200 107

Virologe Klaus Vander beantwortet nicht nur Fragen in der Telefonstunde der Kleinen Zeitung. Im Anschluss wird er um 10.15 Uhr auch im Livestream der Kleinen Zeitung zu sehen sein. Der Leiter des Grazer Instituts für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie spricht über die Gefahren von Corona und wie man sich gegen das Virus schützen kann.

In Kroatien sind bis Mittwochabend insgesamt drei Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Nach Angaben der Behörden gibt es zudem mehrere Verdachtsfälle. Mehr als 80 durchgeführte Tests fielen negativ aus. Die epidemiologische Situation im Land sei immer noch stabil, erklärte der Gesundheitsminister Vili Beros laut Medien bei einer Pressekonferenz des staatlichen Krisenstabs.

Bei dem jüngsten in Kroatien bestätigten Fall handelt es sich um einen Mann, der in Parma in Italien arbeitet. Er befindet in einem Spital in der Hafenstadt Rijeka in Quarantäne. Der zweite Coronavirus-Fall wurde ebenfalls am Mittwoch publik. Dabei handelt es sich um den Bruder des 26-jährigen Patienten, der am Dienstag als erster Erkrankter bestätigt wurde. Insgesamt 64 Personen aus dem Umkreis der beiden zuerst Erkrankten wurden laut Behörden bisher unter epidemiologischer Aufsicht gestellt. Sie müssen sich zweimal täglich bei Epidemiologen melden.

Im Land wurden am Mittwoch regionale Zivilschutzstabs aktiviert. An den Grenzübergängen werden Reisende, die aus betroffenen Gebieten in Italien kommen, von Sanitärinspektoren und Epidemiologen untersucht. So mussten sich am Mittwoch auch rund 80 Passagiere, die mit der Fähre aus italienischen Ancona in die dalmatische Stadt Split kamen, einer Kontrolle unterziehen.

Hamsterkäufe beenden

Kroatische Behörden mahnen unterdessen vor Panik, die sich in dem Land allmählich ausbreitet. Premier Andrej Plenkovic rief die Bürger auf, mit Panik und Großeinkäufen von Lebensmitteln aufzuhören. "Wir sind überhaupt nicht in solcher Situation", sagte er laut Medien und versicherte, dass die Regierung vollkommen transparent über die Lage sei.

Vorsorge

Wie schon für Reisende aus China gilt nun auch für Italien: Hatte man Kontakt zu Menschen aus den betroffenen Regionen oder kommt aus diesen Regionen zurück nach Österreich und bemerkt innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Husten, muss man sich immer zuerst telefonisch melden!

Auf keinen Fall sollte man einfach zum Hausarzt oder ins Krankenhaus fahren. Zuerst telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufnehmen oder beim Gesundheitstelefon 1450 anrufen, es gibt auch eine spezielle Hotline zum Coronavirus (Tel. 0800 555 621). Das ist wichtig, damit man das Virus nicht in Krankenhäuser oder Ordinationen einschleppt und viele andere ansteckt.

Der Krisenstab sieht bisher auch keinen Bedarf für einen generellen Verbot von großen öffentlichen Veranstaltungen, hieß es. Den Schulen wurde unterdessen explizit empfohlen, auf Ausflüge in die betroffene Gebiete nach Italien zu verzichten. Zum Zeitpunkt, als in Norditalien die Epidemie ausgebrochen war, befanden sich mehrere Schulklassen dort bei Exkursionen.

Ein erster Coronavirus-Fall wurde am Mittwochnachmittag in Nordmazedonien bestätigt. Nach Angaben des Gesundheitsministers Venko Filipov geht es um eine 50-jährige Frau, die sich zuvor einen Monat lang in Italien aufgehalten hat.

Brasilien bestätigt erste Infektion in Lateinamerika

Brasilien hat den ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Lateinamerika bestätigt. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, das Virus sei bei einem Bewohner der Metropole Sao Paulo festgestellt worden. Der 61-Jährige sei am 21. Februar von einer Reise in die norditalienische Region Lombardei zurückgekehrt, sagte Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta.

Der Infizierte sei zu Hause isoliert worden, es gehe ihm gut. Nach seiner Rückkehr aus Italien war der 61-Jährige mit Grippesymptomen zum Arzt gegangen. Ein erster Test auf das neuartige Coronavirus des Einstein-Krankenhauses in Sao Paulo war positiv, eine Analyse eines anderen Instituts bestätigte das Ergebnis. Nun würden auch die Menschen überprüft, mit dem der Patient in den vergangenen Tagen Kontakt hatte, hieß es.

Nach Angaben der brasilianischen Behörden wurden zudem 20 Menschen unter Beobachtung gestellt. Zwölf von ihnen waren unlängst in Italien, zwei in Deutschland, einer in Frankreich, zwei in Thailand und einer in China.

Bereits 400 Infektionsfälle in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Italien ist auf 400 Fälle gestiegen. Laut Zivilschutz Angelo Borrelli wurden 258 Fälle in der Lombardei gemeldet, wo der Infektionsherd lokalisiert wurden. 71 Fälle gab es in Venetien und 47 in der Emilia Romagna. In insgesamt neun italienischen Regionen, darunter auch Südtirol, gab es Infektionsfälle.

Über 10.000 Tests wurden in Italien durchgeführt. Weniger als vier Prozent ergaben ein positives Ergebnis, sagte Borrelli bei einer Pressekonferenz im Sitz des Zivilschutzes in Rom.

Die Bilanz der Todesopfer der Coronavirus-Epidemie in Norditalien ist am Mittwoch auf zwölf gestiegen.

Razzien bei Amazon und Ebay in Italien

Wegen Geschäftemacherei rund um das neuartige Coronavirus mit horrenden Preise für Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel hat die italienische Finanzpolizei Dokumente und Computerdaten der Online-Händler Ebay und Amazon beschlagnahmt. Der italienische Verbraucherverband UNC begrüßte am Mittwoch die Ermittlungen der Behörden.

"Es ist eine nationale Schande, auf den Rücken der Italiener zu spekulieren", erklärte UNC-Präsident Massimiliano Cona. Kriminelle und Geschäftemacher hatten in Italien die Angst vor dem Virus zu ihrem Vorteil ausgenutzt.

"Das Problem ist nicht nur der astronomische Preis der Produkte, sondern auch der Verkauf von Masken, die nicht den Vorschriften entsprechen und nicht einmal schützen würden, wenn sie ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch trägt", fügte Cona hinzu.

Kommentare (3)

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Buero
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Dr. Klaus

VANDER

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fans61
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Unfassbar ist die Panikmache:

Only bad news are good news.

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Tiny31
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wenn schon, dann BITTE korrekt

Only bad news IS good news.

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