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Spitzenreiter BrasilienZwölf Millionen Hektar Tropenwald verschwunden

Trauriger Spitzenreiter war im vergangenen Jahr Brasilien, wo laut der Studie 1,35 Millionen Hektar an ursprünglichem Regenwald verloren gingen.

Unerschöpfliches Juwel der Natur: der Regenwald
Unerschöpfliches Juwel der Natur: der Regenwald © (c) ORF (BBC/Tom Hugh-Jones)
 

Weltweit sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Tropenwald verloren gegangen. Besonders besorgniserregend seien die Verluste von ursprünglichem Regenwald in den Tropen, heißt es in dem Bericht des Projekts Global Forest Watch (GFW), der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Insgesamt 3,64 Millionen Hektar seien dort verschwunden - eine Fläche größer als Belgien.

Satellitenbilder ausgewertet

Die Daten aus dem Bericht stammen nach GWF-Angaben von der Universität Maryland und wurden durch die Auswertung von Satellitenbildern zusammengetragen. In dem Bericht geht es nicht nur um Abholzung von Wäldern, sondern auch um Zerstörung durch Brände. Wälder beherbergen nicht nur zahlreiche Arten, sondern haben, vor allem als Kohlenstoffspeicher, einen großen Einfluss auf das Klima.

Trauriger Spitzenreiter war im vergangenen Jahr Brasilien, wo laut der Studie 1,35 Millionen Hektar an ursprünglichem Regenwald verloren gingen. Manches davon sei auf Waldbrände zurückzuführen, der Großteil habe aber augenscheinlich damit zu tun, dass Flächen abgeholzt wurden, um Weideflächen zu schaffen, heißt es in dem Bericht.

Die Autoren betonen dabei, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen der Politik des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro einschätzen zu können. Die hohen Rückgänge seien noch vor dessen Amtsantritt passiert. Bolsonaro hat deutlich gemacht, dass Umweltschutz nicht zu seinen Prioritäten zählen. Er will keine neuen Schutzgebiete im Amazonasgebiet ausweisen und weitere Rodungen im Regenwald zulassen.

Leichter Rückgang verzeichnet

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verzeichneten die Autoren im vergangenen Jahr insgesamt einen leichten Rückgang. Demnach belief sich die Zahl der Verluste beim Tropenwald 2016 auf 16,95 Millionen Hektar, in 2017 waren es 15,81 Millionen.

Als positives Beispiel wird in der Studie Indonesien angeführt. In dem südostasiatischen Land seien die Verluste von Primärwald auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Das deute darauf hin, dass Schutzmaßnahmen der Regierung Wirkung zeigten.

Kommentare (1)

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Sam125
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Lesenswert?

Bruder Baum.......!?

In Brasilien wird auf Teufel komm heraus der Regenwald abgeholzt und wo sind die berühmten Umweltschützer? Ja, man hat manchesmal irgendwelche kleinen Berichte darüber gelesen, aber wo ist da weltweit ein Aufschrei zu vernehmen? Wo sind die Umweltschützer? Wo sind die Tierschützer? Da sich, das unkontrollierte abholzen der brasilianischen Regenwälder,auf unser gesamtes Weltklima auswirkt, müssten wir alle eigentlich Nachdruck und Weltweit dagegen protestieren und versuchen mit finanziellen Unterstützungen, das Abholzen der Regenwälder in Brasilien wenigstens einzudämmen oder ganz zu verhindern! Wenn das so weiter geht, wird die Zukunft unserer Kinder, eine Taurige sein!! Schützt den Regenwald und alle Bäume unserer Erde! Ein hoch auf den Bruder Baum!