Aus für VerbrennungsmotorWie lange dürfen wir noch mit Oldtimern fahren?

Ob künftige Fahrverbote auch Oldtimer betreffen könnten oder sie gar auf modernere Technologien umgerüstet werden müssen – wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© ADOBE STOCK
 

Immer mehr Autohersteller kündigen ein Datum an, mit dem sie die Produktion von Autos mit Verbrennungsmotor einstellen wollen. Auch einige Länder haben bereits Termine genannt, mit denen keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zum Verkehr zugelassen werden dürfen. Rings um Österreich sprießen gerade in Städten immer mehr Umweltzonen, in die Autos älterer Abgasklassen nicht mehr einfahren dürfen.

Die Luft für den Verbrennungsmotor wird also immer dünner: Deshalb macht sich auch unter den rund 96.000 Österreichern, die mindestens einen zwei- oder vierrädrigen Oldtimer besitzen, zunehmend Verunsicherung breit. Wir haben bei Robert Krickl, Präsident des Österreichischen Motor Veteranen Verbands (ÖMVV) und des Österreichischen Motor Veteranen Clubs (ÖMVC) sowie Georg Brown, Oldtimer-Experte des ÖAMTC, nachgefragt. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie war auf Nachfrage zu keiner Stellungnahme bereit.

Mit der zunehmenden Ökologisierung der Mobilität stellt sich vielen Oldtimerbesitzern die Frage, ob ihre historischen Kraftfahrzeuge in Zukunft von generellen Fahrverboten betroffen sein könnten. Ist das zu befürchten?
Die ökologische Belastung durch Oldtimer ist sehr gering. Nur 0,2 Prozent aller gefahrenen Kilometer in Österreich entfallen laut einer Studie des Kuratoriums Historische Mobilität (KHMÖ) auf historische Kraftfahrzeuge. Pro Jahr verwendet der durchschnittliche Oldtimerbesitzer sein Fahrzeug nur sechs bis zehn Mal, im Durchschnitt legen Oldtimer pro Saison 700 Kilometer zurück. „Fahrverbote für historische Fahrzeuge bringen somit keinen relevanten ökologischen Mehrwert“, sagt Georg Brown vom ÖAMTC. „Sie wären daher als IG-L-Maßnahmen ungeeignet, um Grenzwertüberschreitungen zu vermeiden.“

Gibt es dazu Bestrebungen seitens der Politik, Fahrverbote für Oldtimer einzuführen?
„Derzeit sind uns keine Pläne aus dem Ministerium und den Landeshauptstädten dazu bekannt, Fahrverbote für Oldtimer einzuführen“, sagt Brown.

Der Jahrgang 1991: Diese Autos werden 2021 Oldtimer

Rundumerneuert und mit bis zu 315 PS (RS2!) kam die letzte Generation des Audi 80 auf den Markt. Erkennbar an dem neuerdings eingerahmten Kühlergrill, den knallroten Heckleuchten, dem deutlich größeren Kofferraum. Sehr haltbar dank Vollverzinkung, ab 1992 erstmalig auch als TDI mit 90 PS sowie als Kombi namens Avant erhältlich, der in Graz bei Magna (damals noch Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik) entwickelt wurde.

AUDI

Basierend auf dem Audi Coupé war das 80er Cabrio der erste Ingolstädter ohne festes Dach der Nachkriegszeit. Als Viersitzer und mit brauchbarem Kofferraum auch für Kleinfamilien ein gepflegter Platz an der Sonne. Nur mit Frontantrieb und braven Motoren erhältlich. Sogar der Turbodiesel hielt etwas später Einzug. Das machte das Cabrio so beliebt, dass es bis 2000 im Programm blieb.

AUDI

Bis zu dieser Generation des Audi 100 Avant stand der Beiname eher für Schräghecklimousinen mit etwas mehr Kofferraum. Erstmalig beim Typ C4 gab es eine steile Heckklappe, was ihn zu einem vollwertigen Kombi – und entsprechend beliebt – machte. Vollverzinkte Karosserie garantierte zahlreiche rostlose Jahre, besonders beliebt waren die Dauerläufer mit Fünfzylinder-Turbomotoren mit bis zu 230 PS.

AUDI

Es war das letzte Lebenszeichen der legendären Sportwagenmarke aus Dieppe: Mit dem A610 Turbo beschwor Alpine noch einmal die so erfolgreiche Formel der flinken Flunder (1,2 Meter flach) mit Kunststoffkarosserie mit einem potenten Triebwerk im Heck. In diesem Fall ein aufgeladener V6 mit 3 Litern Hubraum und 250 PS.

RENAULT

Er war nicht weniger als ein mehr als fünf Meter langer Befreiungsschlag: Das Luxuscoupé Continental R war der erste Bentley seit den 1950ern, bei dem die Marke nicht auf einem baugleichen Modell des Eigentümers Rolls-Royce basierte. Mit dem 6,75 Liter großen V8 (325 bis 426 PS) unter der Motorhaube von epischem Ausmaß war er der schnellste, stärkste und teuerste Bentley seiner Zeit.

BENTLEY

Die dritte Generation des 5er BMWs war bereits seit 1988 auf dem Markt, als die Münchner 1991 erstmals eine Kombiversion nachreichten – den Touring. Dafür warfen die Designer den traditionellen Hofmeisterknick an der D-Säule über Bord, etablierten dafür aber eine Idee, die man bis heute an Produkten der Bayern findet: eine Heckklappe, bei der sich die Glasscheibe separat öffnen lässt.  

BMW

Der 15. September 1991 war der 110. Geburtstag von Ettore Bugatti – und der Tag, an dem der stolze Markenname zum ersten Mal seit 1956 wieder auf einem Neuwagen prangte. Mit dem EB 110 knallte Bugatti (damals im Besitz von Romano Artioli) einen Supersportwagen aufs Parkett, der seines Gleichen suchte. Der Motor wurde in Eigenregie entwickelt: 3,5 Liter Hubraum, zwölf Zylinder, 60 Ventile, vier Nockenwellen, vier Turbolader – noch Fragen?

BUGATTI

Citroën wollte beim Nachfolger des GSA in der Kompaktklasse seine üblichen Trümpfe ausspielen: Design und Komfort. Die Techniker visierten zunächst die übliche Hydropneumatik an, Bertone setzte sich schon einmal ans Reißbrett, um einen XM im Kleinformat zu zeichnen. Ja, das hätte etwas werden können – stattdessen reduzierte der Rotstift die hochfliegenden Pläne zum Citroën ZX.

CITROEN

Das Jahr 1991 bescherte uns eine gänzlich unrunde Neuinterpretation des Fiat 500. Cinquecento schrieb sich das Raumwunder, das in seiner quirligsten Version in die Liga der Giftzwerge aufstieg: Der Sporting galt als schnellstes Postkastl zwischen hier und Turin. Wer sich traute, erreichte damit 170 km/h - und dafür genügte dem "Cinque" ein 1,1-Liter-Benziner mit rassigen 55 PS.

FIAT

1991 war Honda in der Formel 1 eine heiße Nummer. Und auch die fünfte Generation des Civic konnte begeistern. Dank Nockenwellenverstellung VTEC und 8000 Umdrehungen sprudelten 160 PS aus 1,6 Litern Hubraum. Der extra flach gezeichnete Dreitürer erhielt zudem eine horizontal geteilte Heckklappe, und die Coupé-Version CRX erlebte eine Neuauflage, als Del Sol auch mit demontierbarer Dachhälfte.

HONDA

Auf der technischen Basis des 323 versuchte sich Mazda am viersitzigen Coupé namens MX-3. Besonders interessant war die Topmotorisierung des kompakten Sportwagens: Ein 1,85 Liter kleiner V6 (129/133 PS) – der kleinste Sechszylinder seiner Zeit.

MAZDA

Es war die Zeit des Baby-Booms: Mit der zweiten Generation des Kleinwagen 121 stellte Mazda ein Auto ganz ohne Ecken und Kanten auf die Räder. Dafür mit gewölbtem Kuppeldach für ein luftiges Raumgefühl, einem Stufenheck als Kofferraum und einem elektrischen Drei-Wege-Stoffdach, das von vorn nach hinten, von hinten nach vorn und sogar gleichzeitig in beide Richtungen bewegt werden konnte.

MAZDA

Der Mercedes, der von Porsche gebaut wurde: Man musste schon genau hinschauen, um im Biedermann der Baureihe W 124 den Brandstifter 500 E zu erkennen. An den leicht ausgezogenen Kotflügeln, an der dezent tiefergelegten Karosserie, an der böseren Bugschürze. Kein Zweifel bestand bei den Fahrleistungen: Mit ihrem 5-Liter-V8 (326 PS) sprintete die Limousine in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Gefertigt wurde der Stuttgarter übrigens nicht in Sindelfingen, sondern in Zuffenhausen – bei Porsche.

DAIMLER

Wie groß darf ein Auto sein? Mit der Neuauflage der S-Klasse geriet Mercedes in eine Kontroverse, in deren Zentrum genau diese Frage stand. Heute, im Zeitalter der SUV, wirkt die mit kurzem Radstand 5,1 Meter lange und 1,89 Meter breite Limousine fast schon zierlich, aber damals passte sie nicht auf den von Daimlers Kundschaft gerne frequentierten Autoreisezug auf die Ferieninsel Sylt. Was in der allgemeinen Empörung unterging, war die fabelhafte Ingenieursleistung, die noch als technische Basis für die Maybach-Modelle ab 2002 diente.  

DAIMLER

Der Nissan 100 NX hatte 1991 alle Anlagen für ein ernsthaftes, leistbares Coupé. Die Optik traf den Zeitgeist der Spaßgesellschaft und die herausnehmbaren Dachhälften (vulgo Targa) sorgten für eine Art von Cabrio-Vergnügen.  Das Topmodell, der GTi, brachte es immerhin auf 143 PS, die dank 1100 Kilo Gewicht und niedrigem Schwerpunkt für echten Fahrspaß sorgten.

NISSAN

Bis dato hieß Opels Kompaktklasse Kadett – 1991 begann die bis heute andauernde Ära des Astra. Und damit auch die jahrzehntelange Rivalität mit dem VW Golf, die besonders beherzt zwischen GSi und GTI ausgetragen wurde. Der Astra GSi 16V war mit seinen 150 PS eine echte Ansage.

OPEL

Also eigentlich war er ein Isuzu – aber General Motors legte den Geländewagen für seine Tochterfirmen Opel und Vauxhall als Frontera auf. Damit war er der erste (und in zweiter Generation auch letzte) echte Offroader der Rüsselsheimer, der damals allerdings in seiner dreitürigen Variante mit Hard- oder Softtop gehörig Richtung Lifestyle abbog.

OPEL

2.798.200 Millionen Stück – der Peugeot 106 war eine wirklich große Nummer. Sogar in der schwächsten Motorisierung mit 45 PS war der Franzose wieselflink auf den Beinen und der rollende Beweis dafür, dass Kleinwagen nichts mit Billigheimertum zu tun haben muss. Und: Es gab sogar eine Elektrovariante.

PEUGEOT

Mit dem 968 schlug Porsche das letzte Kapitel seiner Transaxle-Saga mit vorn eingebautem Motor und dem Getriebe an der angetriebenen Hinterachse auf. Und der ist bis heute ein Geheimtipp - Kenner attestierten dem Coupé mit Klappscheinwerfern und dem 3 Liter (!) großen Vierzylinder besseres Handling als dem 911er.

PORSCHE

Der erste Renault Espace war eine Revolution, die zweite Generation 1991 eine Evolution: Mit einer 18 Zentimeter längeren und deutlich runderen Kunststoffkarosserie wuchs der Van nicht nur über sich hinaus, sondern erschloss mit Sechszylinder (150 PS) und Allradantrieb auch ganz neue Kundenschichten.  

RENAULT

Wer ein echter Subaru sein will, der braucht einen Boxermotor und Allradantrieb - selbst wenn er kein Offroader, sondern ein Sportcoupé ist wie der SVX. Den kleidete Giorgetto Giugiaro höchst eigenwillig ein (man beachte die horizontal zweigeteilten Seitenscheiben) und auch der 3,3 Liter große Boxermotor (man beachte die je zwei obenliegenden Nockenwellen) halfen dem Japaner nicht über den Status eines absoluten Exoten hinaus.

SUBARU

Mit Kampfansage von 4,7 Sekunden von 0 auf 100 ließ der TVR Griffith Porsche 911 Turbo und Ferrari Testarossa schon in seiner zahmsten Eskalationsstufe 1991 mit 243 PS recht alt aussehen. Wie das? Man kreiere ein Leichtgewicht (rund 1000 Kilo) mit einer Fiberglashülle auf einem Gitterrohrrahmen und bemuskle es mit dem traditionellen Rover-V8 in ein paar seiner böseren Ausbaustufen.

TVR

Und auf einmal war alles ganz anders: Waren seine Vorgänger geradlinig wie mit dem Lineal gezogen, war dem Volvo 850 keine einzige Kante geblieben. Waren die Schweden von jeher heckgetrieben, steuerten die Fünfzylindermotoren jetzt die Vorderachse an. Geblieben waren dem Schweden die hohe Sicherheit und die Unverwüstlichkeit - serienmäßig gab es jetzt noch Sportlichkeit dazu. Und ab 1996 sogar Allrad - der erste schwedische Pkw mit 4x4, übrigens.

VOLVO

Mit der dritten Generation entdeckte der Millionenseller die Vielfalt. Da gab es den VW Golf als Schrägheck, Cabrio und erstmals auch als Kombi. Der VR6 mit sechs Zylindern und 174 PS läutete das Zeitalter des noblen Kompakten ein, der nicht nur bei Leistung und Ausstattung mit großen Limousinen mithalten konnte, sondern auch beim Preis.

VOLKSWAGEN
1/24

Vor dem Gesetz gilt ein mindestens 30 Jahres altes Auto erst als historisches Kraftfahrzeug, wenn es als solches typisiert worden ist. Kann eine historische Typisierung Fahrzeuge vor solchen Eingriffen schützen?
Davon ist aktuell auszugehen. „In Österreich haben wir das rote Pickerl für historische Kraftfahrzeuge. Damit sind die auf den ersten Blick zu erkennen“, sagt Robert Krickl. Zudem sind in Österreich bereits jetzt historisch typisierte Lkw von den Fahrverboten in den IG-L Zonen ausgenommen. Beispiele für solche Ausnahmen gibt es auch aus anderen europäischen Ländern: In Deutschland dürfen Oldtimer mit H-Kennzeichen in Umweltzonen, auch von den geplanten Fahrverboten in Paris sind die nicht betroffen.

Was braucht es für eine historische Typisierung?
Für historische Kraftfahrzeuge gibt es eine international einheitliche Definition seitens des Oldtimer-Dachverbands FIVA, die auch in Österreich und in der EU herangezogen wird: Voraussetzung ist ein Mindestalter von 30 Jahren, ein historisch korrekter Zustand und keine Alltagsnutzung. Die Zulassungsbestimmungen orientieren sich an dieser Definition, sind in Österreich jedoch Ländersache. Tatsächlich sei in Österreich nur ein kleiner Teil der Oldtimer historisch typisiert, sagt Krickl – ohne das Dokument ist es vor dem Gesetz aber nur ein altes Auto. „Die historische Typisierung bei seinem Auto machen zu lassen, wird in Zukunft wichtig werden. Dann ist ein Fahrzeug als ,rollendes Kulturgut‘ eingestuft.“

Top 10: Diese Autos waren neu ein Flop und sind heute Kult

Er ist einer der größten Helden der Rallyegeschichte (drei Mal Weltmeister) – aber im Handel war der Lancia Stratos HF ein Verlierer. Um in der Gruppe 4 starten zu dürfen, mussten die Italiener zunächst 400 Stück an private Kunden verkaufen – aber der Donnerkeil stand wie angeschraubt in den Auslagen. Die letzten Neuwagen in Deutschland sollen um 15.000 D-Mark quasi verschenkt worden sein. Heute wären für einen Stratos bis zu 500.000 Euro zu überweisen.

LANCIA

Der BMW 2002 Turbo mit dem Entwicklungscode E20 mit 170 PS war (noch vor dem Porsche 911 Turbo) das erste in Serie hergestellte deutsche Auto mit Abgasturbolader. Doch krachte der Haudrauf mit Heckspoiler im Herbst 1973 direkt in die erste Ölkrise und wurde postwendend wegen des hohen Benzinverbrauchs an den Pranger gestellt. Ebenso wie der auf Wunsch auf dem Frontspoiler in Spiegelschrift angebrachte Schriftzug "turbo 2002", den die Presse Kriegsbemalung nannte. Nach nur einem Jahr und 1672 Stück traten die Bayern den Rückzug an. Heute liegen 02er Turbos preislich zwischen 80.000 und 110.000 Euro.

BMW

Er sollte Elemente eines Vans, eines Kombis, eines Shooting Brakes, eines Coupés und, ja, sogar eines Cabrios verbinden - kein Wunder, dass der Renault Avantime viele Betrachter 2001 orientierungslos zurückließ. Und dann war da das luftige, zweifarbige Interieur (zweifelhaft verarbeitet, fasste kaum vier Passagiere), das riesige Panorama-Glasschiebedach (meist undicht). Und nicht zuletzt die 1,40 Meter langen und 60 Kilogramm schweren Türen, die, um beim Öffnen Platz zu sparen, einen Tanz auf einem komplexen Mechanismus vollführten (der kaputt ging). 2003 zog Renault die Reißleine: Nur 8545 Stück wurden gebaut - und sind heute bei Sammlern hoch begehrt, die für schöne Avantime bis zu 15.000 Euro hinblättern.

RENAULT

Es sollte das schnellste Fahrzeug mit Straßenzulassung werden. Der Jaguar XJ220 basierte auf Jaguars Le-Mans-Rakete mit 6,2-Liter-V12, die beim 24-Stunden-Rennen 1987 und 1988 als Sieger hervorgegangen war. Und obwohl er rund sieben Millionen Schilling kosten sollte, gingen 1989 innerhalb weniger Tage 1500 Bestellungen ein. So weit, so gut - möchte man meinen. Aber dann ersetzte Jaguar den versprochenen V12 durch einen Sechszylinder, woraufhin das Supersportwagenimage über und die Kunden von Bord gingen und die Aufträge reihenweise stornierten. Mit bis zu 550.000 Euro muss man heute rechnen – also mehr als Neupreis.

JLR

1989 enthüllte VW auf dem Genfer Autosalon eine auf offroad getrimmte Studie namens Golf Montana. Was nicht mehr als eine Fingerübung hätte sein sollen, führte zu reihenweise Blindbestellungen, die bei den Händlern eingingen. Also begann man, über eine Serienfertigung nachzugrübeln – und der VW Golf Country im Oberförsterlook war geboren. Aber haben wollte den Vorläufer der SUV-Bewegung am Ende doch kaum jemand. Nach 7735 Stück war Schluss. Heute muss man für einen Golf Country bis zu 15.000 Euro ausgeben.

VOLKSWAGEN

Als der AMC Pacer 1992 seinen Auftritt im Klamaukstreifen "Wayne's World" hatte, war die Produktion des Dreitürers zwar schon seit zwölf Jahren eingestellt, aber er war mit einem Schlag Kult. Aber als Neuwagen war er den US-Amerikanern dann doch zu skurril: Wegen seines eigenwilligen Aussehens und der großen Glasflächen (37 Prozent der Fahrzeugoberfläche) wurde er auch "rollendes Aquarium" oder "Football auf Rädern" genannt. Der Wagen war so lang wie ein VW Golf IV - seine Breite von 1,96 Metern übertrifft die der aktuellen Mercedes S-Klasse. Heute muss man für einen Pacer mit mehr als 20.000 Euro kalkulieren.

KK

Heute ist der den "Blower" der berühmteste Bentley überhaupt – als er neu war, musste man den Kunden für das 4,5-Liter-Modell mit vorgespanntem Roots-Kompressor förmlich nachlaufen. Denn für die Zulassung beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mussten die Briten von ihrem technischen wie finanziellen Desaster auf vier Rädern 50 Stück an den Mann bringen. Das gestaltete sich schwieriger, als 1930 das Rennen zu gewinnen. Kein Wunder, bei einem Verbrauch von 100 Liter Sprit auf 100 Kilometern bei Tempo 100. Heute muss man für einen „Blower“ zwei bis fünf Millionen Euro auf den Tisch legen.

BENTLEY

Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass der Audi A2 bei seiner Premiere 1999 revolutionär war: Ein nicht einmal vier Meter langer Minivan mit einem Luftwiderstand von gerade einmal 0,28, mehr als 400 Litern Kofferraum, Platz für vier Erwachsene und nur knapp 900 Kilogramm Leergewicht. Und als Diesel ein 3-Liter-Auto. Aber damals dachte kein Mensch ans Spritsparen: Audi legte bei jedem Exemplar drauf - nach nur fünf Jahren und 176.377 Stück war Schluss. Heute werden für schöne Exemplare bis zu 10.000 Euro aufgerufen.

AUDI

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg hatte Rolls-Royce das Design für ein neues Modell außer Haus gegeben – und schon ging alles schief. Pininfarina stellte mit dem Oberklassecoupé Camargue 1975 einen Entwurf auf die Räder, der den Lords die Kinnlade herunterfallen ließ. Und dann war da noch der Preis von mehr als 3 Millionen Schilling. 531 Exemplare in elf Jahren Bauzeit sprechen sogar im automobilen Oberhaus Bände. 60.000 bis 80.000 Euro werden heute für einen Camargue verlangt.

ROLLS-ROYCE

Das Design stammte von Ercole Spada, damals Chefstylist bei Zagato, unter der Karosserie steckte die Technik der allseits beliebten Giulia – und dennoch brachte Alfa von 1969 bis 1975 gerade einmal 1510 Stück des Junior Zagato an die Kunden. Das Blechkleid war optisch seiner Zeit voraus – und um den Preis bekam man schon einen Porsche 914 mit 2-Liter-Boxermotor, während man im keilförmigen Italiener mit einem 1300er-Vierzylinder eher die Haare föhnte. Dennoch werden heute 50.000 bis 70.000 Euro für den Alfa fällig.

ALFA ROMEO
1/10

Wie sieht es mit der wachsenden Anzahl an Youngtimern aus, die noch keine 30 Jahre alt sind? Sie bilden ja die nächsten Generationen von historischen Kraftfahrzeugen.
„Im Gegensatz zum Begriff der historischen Fahrzeuge ist der von so genannten Youngtimern in Österreich gesetzlich nicht definiert und es gibt keine speziellen Regelungen für diese Autos“, sagt Brown. Unter Youngtimern versteht man gemeinhin Fahrzeuge im Alter von 20 bis 30 Jahren, die noch keine Oldtimer sind. Sie werden oftmals als Liebhaberfahrzeuge genutzt und nur teilweise als Gebrauchsfahrzeuge. „Youngtimer sichern nicht nur der Fortbestand historischer Kraftfahrzeuge, sondern sind auch wichtig, um jüngere Menschen für das Hobby zu begeistert“, sagt Krickl. „Deshalb versuchen wir im ÖMVV gerade eine Definition für Fahrzeuge zu erarbeiten, die erhaltungswürdig sind und das Potenzial zum Klassiker haben. Und wir bemühen uns darum, dass diese Autos, bis sie 30 Jahre alt sind, nicht von der Straße genommen werden können.“

Auch wenn es für die Einhaltung der Grenzwertüberschreitungen bei der Luftgüte kein geeignetes Mittel ist, könnten Landeshauptleute in Abstimmung mit der Bundesverwaltung dennoch regionale Fahrverbote im Rahmen des IG-L festlegen. Angenommen, ein Oldtimer parkt in einer Stadt, die zur Umweltzone wird. Darf man dann mit dem Fahrzeug die Garage noch verlassen?
„Die Ein- und Ausfahrt sollte für historisch typisierte Fahrzeuge nach Verordnung einer solchen Umweltzone auch weiterhin möglich sein“, sagt Brown. „Dies wird in vielen europäischen Städten mit Umweltzonen heute schon so gehandhabt.“

Top 20: 20 Autos, die man einmal gefahren sein sollte

Citroën 2CV

Studentenbewegung. Kein anderes Auto hat den frankophilen Lebensstil so beschwingt wie der Citroën 2CV. Genießer fuhren Ente, „Döschewo“-Fahrer galten grundsätzlich als gute Menschen. Geliebt von Studenten und Jungfamilien, erlag der automobile Nonkonformist nach 40-jähriger Bauzeit 1990 seiner veralteten Technik.

CITROEN

Lancia Stratos

Der Keil aus Italien. Mit radikaler Ästhetik und Technik überrumpelte Lancia Mitte der 1970er-Jahre die Gegner der Rallye-Weltmeisterschaft. Der Stratos, entworfen von Bertone, war dramatisch im Auftritt, aber sensibel zu fahren: eine Kampfmaschine mit kurzem Radstand und Mittelmotor. Offiziell wurden 495 Exemplare gebaut, heute werden für den Stratos absurde Preise verlangt.

LANCIA

Mercedes G-Klasse

Bergführer. Selbst wenn diese Riesenkiste so gar nicht mehr in diese Zeit passen will: Der Mercedes G aus Graz steht einsam auf einem Sockel. Wollte man den Geländewagenklassiker schon einmal vor Jahren kippen, sorgt der kultige Allradler heute für volle Auftragsbücher: Seit die Chinesen Lust auf das Urgestein bekommen haben, geht die Post richtig ab.

DAIMLER

Alfa Romeo Spider

Dolce Vita. Der Film „Die Reifeprüfung“ beschleunigte nicht nur die Karriere von Dustin Hoffman, sondern machte auch den kleinen, roten Flitzer aus Italien mit einem Schlag zum Star. Als Fluchtauto und Herzensbrecher stand der Alfa Romeo Spider - im Film ein Duetto mit rundem Heck - stets für große Emotionen, lediglich über die vorletzte Generation sei der Mantel des Schweigens gehüllt.

ALFA ROMEO

Chevrolet Corvette C2

Asphaltcowboy. Der amerikanische Automythos. Die Corvette C2 „Sting Ray“ zählt zu den schönsten Klassikern und besitzt nicht nur in den USA Kultstatus. In Europa tat sich die amerikanische Sportwagenlegende gegen die etablierte PS-Elite jahrzehntelang schwer, mit den Modellen der letzten Generation entwickelte sich der US-Roadrunner allerdings zu einem echten Wettbewerber. Und die achte Generation steht schon in den Startlöchern, mit Mittelmotor, wie man hört.

CHEVROLET

Ford Mustang

Lieutenant Bullitt. Als der erste Ford Mustang vor mehr als 50 Jahren zu uns kam, drückten wir uns an den Seitenscheiben die Nasen platt. Rotes Leder! Der amerikanische Sportwagen brachte uns die Route 66 näher und als dann auch noch Frank Bullitt mit seinem Mustang die Verbrecher durch San Francisco scheuchte, war es völlig um uns geschehen. Einfach Kult.

FORD

BMW Z1

Der Visionär. Als ihn die Bayern 1988 auf der IAA
präsentierten, galt der BMW Z1 als avantgardistisches Auto seiner Zeit. Von Hand in kleiner Serie gefertigt, zog der Roadster mit den versenkbaren Türen die Blicke auf sich. Insgesamt wurden vom 170 PS starken Z1 in drei Jahren nur 8000 Exemplare gebaut. Ein Sammlerstück.

BMW

Morgan Threewheeler

Jenseits der Komfortzone. Das skurrilste Ding von der Insel - ist wohl der Morgan Threewheeler: Das dreirädrige Höllengefährt war das erste Modell der Britenmarke vor mehr als 100 Jahren – und donnerte 2012 mit einem mächtigen V2 made by Harley Davidson zurück auf die Straße. Inzwischen ist er auch vollelektrisch. Schräger geht es nicht.

MORGAN

Aston Martin DB5

Der Filmstar. Von allen Bond-Autos ist der Aston Martin DB5 das bekannteste. Der 1963 vorgestellte Sportwagen glänzte in „Goldfinger“ und „Feuerball“ mit Sean Connery am Steuer und kehrte in letzten Missionen von 007 zurück in den Dienst Ihrer Majestät. Das berühmteste Filmauto aller Zeiten
erzielte bei Auktionen Toppreise, ein Original-Prototyp wurde in London um 3,34 Millionen Euro versteigert.

RM AUCTIONS

Mercedes 300 SL

Schwäbisches Denkmal. Ein Auto wie von einem anderen Stern: So titelten die Medien, als Mercedes den Flügeltürer 300 SL im Februar 1954 auf der Internationalen Motor Show in New York präsentierte. Vom berühmtesten Mercedes aller Zeiten wurden 1400 Stück gebaut, weltweit existieren noch mehr als 1000 Exemplare.

DAIMLER

VW Käfer

Läuft und läuft und läuft. Der VW Käfer brachte alles ins Rollen. Er war Kult und Mythos, er stand für deutsche Wertarbeit, Wirtschaftswunder und die große Freiheit. 1978 offiziell eingestellt, wurde das Krabbeltier bis 2012 noch in Mexiko montiert. 21 Millionen Mal gebaut, das vielleicht bekannteste Auto der Welt.

VOLKSWAGEN

Mazda MX-5

König der Spaßmacher. Knackig, pur, leistbar. Der Mazda MX-5 blieb sich in vier Generationen treu und ist heute der meistverkaufte Roadster der Welt. In den vergangenen 25 Jahren haben die Japaner weltweit mehr als eine Million Exemplare verkauft.

OLIVER WOLF

Trabant 601

Symbol der Wende. Als 1989 in Berlin die Mauer fiel und Tausende dieser hustenden und stinkenden Zweitakter Richtung Westen strömten, wollte die ganze Welt Trabant fahren. Und für kurze Zeit wurden für den Leukoplastbomber tatsächlich absurde Preise bezahlt. In der Zeit von 1957 bis 1991 wurden in den Sachsenringwerken in Zwickau mehr als drei Millionen Exemplare gebaut. Heute sollen noch 25.000 Trabis auf den Straßen sein.

AP

Audi Sport Quattro

Der Kurze. Es gilt bis heute: Quattro hat Audi aus der Mottenkiste geholt und die Marke beflügelt – die glorreiche Rallye-Ära strahlt bis heute ab. Vom Sport Quattro wurden seinerzeit nur 220 Stück für die Homologation für die Gruppe B produziert. Die 306-PS-Rakete trägt übrigens die Handschrift von Ferdinand Piëch.

AUDI

KTM X-Bow

Ready to Race. Das erste Auto des österreichischen Motorradherstellers war die Sensation des Genfer Salons 2007. Von Design-Ass Gerald Kiska atemberaubend eingekleidet, ist der auf Spaßensportler KTM X-Bow getrimmte Roadster eine kompromisslose messerscharfe Fahrmaschine, die an die Grenzen geht.

KTM

Mini

Für immer jung. Wenn man von Meilensteinen in der Automobilgeschichte spricht, dann kommt man an diesem Auto nicht vorbei. In der Not als viersitziges Kleinstauto
geboren, als Benzin knapp war, entwickelte sich der geniale Wurf von Sir Alec Issigonis zu einem Stück Lebensgefühl, er gewann große Rallyes und wurde ein Welterfolg. Das Comeback unter der Flagge von BMW machte den Mini unsterblich: Als angesagtes Szenemobil kann ihm kein Auto das Wasser reichen.

MINI

Jaguar E

Designstück. Den Besuchern des Genfer Salons 1961 war die Spucke weggeblieben, die Medienvertreter eilten in die Redaktionsstuben und verfassten Liebeserklärungen. Es war die Geburtsstunde eines der schönsten Autos, die je gebaut
wurden. Der spektakuläre Jaguar E mit der unverwechselbaren Silhouette hatte den Zeitgeist getroffen und verkörperte wie kein anderes Auto die Ideale der Swinging Sixties.

JAGUAR

Puch 500

Flohzirkus. Das Puchschammerl war die rot-weiß-rote Autosensation von 1957 und machte den Österreichern die Welt greifbar. Zunächst als Cabriolet mit Faltdach und hinten angeschlagenen Türen angeboten, leistete der luftgekühlte Zweizylinder-Boxer resche 16 PS, die für eine flockige Beschleunigung und eine Spitze von 100 km/h gut waren. Bis Produktionsende 1975 wurden fast 60.000 Puch 500 produziert.

PUCH

Porsche 911

Die Zeitmaschine. Er ist das Urmeter. Ein Mythos. Das Synonym für Sportwagen. Und er ist der Porsche schlechthin, an seinem Anspruch müssen sich in Stuttgart alle orientieren. Dem 911er verzieh die Fangemeinde selbst die Abkehr von Luftkühlung und Sauger – selbst Elektro wird man eines Tages schlucken. Modelle, die man gefahren sein sollte: 911 RS von 1973, den ersten und aktuellen Turbo und vielleicht den neuen R.

PORSCHE

Tesla Model S

Der Aufwecker. Lange Zeit hielt man das kalifornische Start-up für eine Modeerscheinung und Gründer Elon Musk für einen Rattenfänger. Heute zieht die Branche den Hut vor dem Elektropionier, der jetzt alle Hersteller an die Dose zwingt. Der tödliche Unfall wirft jetzt allerdings einen Schatten auf Tesla.

TESLA
1/20

Seit 1. Jänner 1988 werden in Österreich ausnahmslos nur noch Autos, die über einen Katalysator verfügen, neu zugelassen – die meisten Oldtimer haben also keinen. Könnte der Gesetzgeber vorschreiben, einen Kat nachzurüsten?
Diese Möglichkeit sehen die beiden Experten nicht. „Eine Nachrüstung ist für den Großteil der Fahrzeuge aus technischen Gründen gar nicht möglich“, sagt Brown. Außerdem gibt es im Rahmen der §57a-Überprüfung verbindliche Abgasgrenzwerte, die auch von historischen Fahrzeugen einzuhalten sind.

Kann es sein, dass eines Tages Oldtimer auf Elektroantrieb umgerüstet sein müssen, um noch am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen?
Historische Fahrzeuge sollen in ihrem Originalzustand die technische Entwicklung der Mobilität dokumentieren und gelten somit als „rollendes Kulturgut“. Historische Fahrzeuge, deren Original-Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor ersetzt wurde, gelten laut Definition der FIVA nicht mehr als historisch. Ein solcher Umbau ist nicht konform mit der Charta von Turin, in der Leitsätze für Nutzung, Unterhalt, Konservierung, Restaurierung und Reparatur von historischen Fahrzeugen zusammengefasst sind, und nicht mit dem Ziel vereinbar, historische Fahrzeuge im Original zu erhalten.

Kommentare (24)
egubg
1
11
Lesenswert?

Hat sich schon jemand gefragt

wieviel 1 m³ Stahlbeton an CO² produziert?

Amadeus005
3
2
Lesenswert?

Soviel wie 3000 km Autofahren

deshalb sollten noch weniger Autofahren und vor allem weniger Parkhäuser und Straßen bauen.

altbayer
10
0
Lesenswert?

Automobiles Kulturgut

Fahrzeuge über 30 Jahre können historisch typisiert werden. Dazu müssen die Fahrzeuge dem Originalzustand entsprechen. Ich besitze unter anderen einen BMW Omdtimer, der mit bereits Katalisator ausgerüstet ist ( seit 1988 Serie). Viele Menschen schauen blöd, weil ich die grüne Plakette für Deutsche Städte an der Windschutzscheibe kleben habe.

AIRAM123
20
9
Lesenswert?

Eine grauslich ruß nebelnde Schüssel aus den 90ern

... wo es nur so nebelt wenn man hinterher fährt... ist noch lang kein Oldtimer.

Church-Hill
2
14
Lesenswert?

Das ist ein wortreicher Artikel

ohne die Aussagekraft zum Thema.

dude
3
24
Lesenswert?

Nun ja, die Schlagzeile ist provokant. "Wie lange dürfen wir noch mit Oldtimern fahren?"

ABER wer den Artikel liest wird merken, dass keiner der Oldtimer-Experten auch nur ansatzweise bestätigt, dass Oldtimer jemals verboten oder zwangsweise auf Elektroantrieb umgerüstet werden sollten.
Oldtimer werden unbehelligt fahren, solange sie mechanisch funktionieren und solange es Erdöl auf der Welt gibt!
Das ist so ein klassischer, unbedeutender Nebenschauplatz, aber er eignet sich hervorragend für ein allgemeines Verunglimpfen der Umwelt- und Verkehrspolitik!

Horstreinhard
8
29
Lesenswert?

Warum lassen sich die Menschen das alles gefallen?

Die Autofahrerclubs sollten sich für ihre Mitglieder einsetzen und europaweit gegen die Verbote zu Protesten aufrufen. Die Gelbwesten in Frankreich haben es ja auch geschafft!

melahide
0
0
Lesenswert?

Jo genau

Wir wollen weiterhin mit den Stinkern fahren. Das wir zum Überleben einen yPlaneten benötigen, das hat bis heute noch keine wissenschaftliche Studie bestätigt!,

ARadkohl
14
48
Lesenswert?

Dieser Artikel ist in Wirklichkeit eine Sauerei!

Was wird uns den noch alles genommen? Dürfen wir zukünftig gar nichts mehr ausser das Maul halten?

dude
2
9
Lesenswert?

Vorsicht Aradkohl,

... Sie verurteilen den Überbringer der Nachricht!

KleineZeitung
4
31
Lesenswert?

Ihre Kritik

Ich denke, nicht der Artikel ist eine "Sauerei". Karin Riess berichtet ja nur von aktuellen Entwicklungen. Schon Sophokles sagte: "Töte nicht den Boten" :-)
Freundliche Grüße aus der Redaktion

ARadkohl
2
25
Lesenswert?

Meine Kritik richtet sich in keinster Weise an die Redakteurin, sorry wenn das so rüber gekommen ist.

Ich kritisiere damit ausschließlich, dass so etwas überhaupt ein Problem ist. Oldtimer sind für manche ein Hoppy und Leidenschaft. Will man alles uns lieb gewordene untergraben?

ARadkohl
0
0
Lesenswert?

Hobby natürlich mit bb

.

KleineZeitung
0
14
Lesenswert?

Enttäuschung

Das hab ich gehofft, dass es sich nur um ein Missverständnis handelt :-)
Ihren Unmut kann ich durchaus nachvollziehen.

ARadkohl
1
6
Lesenswert?

Ja, danke. Genau so ist es.

.

feringo
15
14
Lesenswert?

Bin viel mit 2CV gefahren und gerne tät ichs wieder ...

Die gefahrenen Kilometer sind bei der Berücksichtigung der Umweltschädigung kein gültiges Argument, sondern einzig und allein die Menge der schädlichen abgegebenen Abgase. Ich liebe die Oldtimer, aber so mancher giftelt auf 10 km mehr als ein modernes Auto mit Verbrennungsmotor auf 1000. So gerechnet wären 700 km 100 mal mehr, also 70.000 km.

ichbindermeinung
23
23
Lesenswert?

klimaschädliche Flugzeuge und Holzheizungen

Bitte auch bei den klimaschädlichen Flugzeugen ohne KAT und bei den ganzen Holzheizungen den Hebel ansetzen, die Unmengen von Feinstaub in die Luft abgeben - SPIEGEL de vom 05.03.2019..."Leider dreckig"....."Denn Holzöfen sind Feinstaubschleudern......"Laut Umweltbundesamt stoßen sie im Jahr 2016 insgesamt etwa doppelt so viel Feinstaub aus wie alle Lkw- und Pkw-Motoren. Und das, obwohl die meisten nur als Zusatzheizung zu Komfortzwecken in Herbst und Winter laufen.........." Holzrauch enthält viel mehr polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe als zum Beispiel Dieselabgas." Die kleinen Partikel sind noch gefährlicher, weil sie tief in die Lunge eindringen können.

econom100
11
12
Lesenswert?

CO2

Ist das richtig? Der Co2 Ausstoß bei der Holzverbrennung ist ca 70% höher als bei Gas. Wenn jetzt alle Gasheizungen in den nächsten Jahren durch Holzheizungen ersetzt werden, wird der kurzfristige Co2 Ausstoß erhöht. Wieviele Bäume muss man dann sofort pflanzen um diese CO2 Ausstoß Erhöhung sofort abzufangen?

silentbob79
10
12
Lesenswert?

@econom100

Der Unterschied ist aber der, dass das CO2 vom Holz in den letzen 50 bis 100 Jahren aus der Atmosphäre entnommen wurde, damit also klimaneutral ist Während das verheizen fossiler Brennstoffe CO2 freisetzt, welches seit Jahrmillionen gebunden war ...

Anders gesagt, wäre in den letzten 200 Jahren nur oberirdische Biomasse verbrannt worden anstatt fossiler Brennstoffe, hätte sich am CO2 Anteil in der Luft defacto nichts verändert ...

econom100
1
3
Lesenswert?

@silentbob

Wenn wir aber in den nächsten Jahren 60% mehr CO2 durch die Holzverbrennung in die Luft jagen als bei Gasverbrennung wird das unser Klima kurzfristig nicht gustieren.

donmarkus
1
1
Lesenswert?

derzeit wächst

mehr holz nach als verbraucht wird von den 30 mio m³/a die in österreich nachwachsen werden 26 mio m³/a geerntet aber nicht nur zum verheizen sondern auch zum bauen. an dieser tatsache wird sich auch in den nächsten hundert jahren nichts ändern. außerdem hat silentbob79 recht damit, das holz co2 neutral ist. was man auch nicht vergessen darf ist, das bei der verrottung von holz ebenfalls das über die letzten 50-100 jahre oder aber auch über längere zeit gebundene co2 wieder frei gesetzt wird. um auch kurz etwas über die holzheizung zu sagen; im spiegel beitrag ging es um schweden bzw kaminöfen und nicht um kachelöfen, holzvergaser, hackschnitzelheizungen oder pellets. ausserdem kommt oben raus was man unten reinwirft, wenn ich hier mit dem holz auch noch milchpackerl, zeitungen, illustrierte oder sonstigen müll verheize dann ist hier der bediener schuld und nicht das holz. wenn man beim kehren eines kachelofens auch noch angeschi..ene windeln aus dem feuerraum holt dann hört sich der spass auf!!

Horstreinhard
2
9
Lesenswert?

Das glauben Sie wirklich?

Rechnen Sie einfach plus und minus - das Ergebnis ist eindeutig: alles, was verbrannt wird, bringt CO2 in die Atmosphäre.

Pablo63
18
22
Lesenswert?

Was hat die Klimakatastrophe mit Feinstaub zu tun?

Heizen mit nachwachsender Biomasse ist nachhaltige Kreislaufwirtschaft und substituiert den Einsatz von schädlicher Fossil-Energie, ist also super. Einfach mitdenken.

stierwascher
3
22
Lesenswert?

2CV war einmal ein Statement...

Wie sich die Zeiten ändern... Und: Was ist ein Oldtimer? Der 2CV war beispielsweise einmal ein Statement für einen anderen Lebensstil. Wer alternativ war oder so gesehen werden wollte, fuhr einen 2CV, am besten eine "Charleston-Ente". – Soll die jetzt auf der Liste der gefährdeten Tierarten stehen?