Der Trainer hat die Qual der Wahl
Im slowenischen Rogla kämpfen heute und morgen (Finale ab 14.30) die heimischen Snowboarder in zwei Parallel-Riesentorläufen um die begehrten Olympiatickets.

Während bei den Snowboard-Herren Alex Payer nach seinem Sieg und einem dritten Rang die zwei Parallel-Riesentorläufe in Rogla (Finale der Top 16 Damen und Herren ab 14.30 Uhr live auf ORF Sport+) quasi gelöst in Angriff nehmen kann, muss das Kärntner Damen-Trio Ina Meschik, Sabine Schöffmann und Daniela Ulbing um das heiß begehrte Olympiaticket fighten. Der Kampf geht in die allerletzte und entscheidende Runde.
ÖSV-Erfolgscoach Ingemar Walder hat nach diesem Wochenende sozusagen die Qual der Wahl. „Im Augenblick kann ich nicht einschätzen, wer am stärksten ist, da alle in Form sind. Es geht bei den Mädels brutal eng her, das Niveau ist hoch. Klar ist es für uns Trainer extrem hart, aber es zeigt auch, wie kompakt und stark unser Team ist. Die besten vier Damen und Herren werden zum Schluss nach Pyeongchang fliegen. Jetzt in Rogla wird einmal mehr die Tagesverfassung entscheiden, denn mental sind wirklich alle sehr gut drauf“, verrät der Osttiroler.
Mir taugt der Hang hier total. Er ist eher flach und ähnlich wie in Südkorea. Aber es ist uns bewusst, dass sich noch niemand von uns ausrasten darf. Jeder Einzelne will mit zu den Winterspielen und wird natürlich alles geben, um dann auch dabei zu sein.
Eine Kärntnerin hat heuer mit Platz drei in Carezza bereits einen Stockerlplatz in dieser Disziplin zu Buche stehen: Ina Meschik. Ein kleiner Vorteil könnte für die 27-Jährige zusätzlich sein, dass sie weiß, wie man in Rogla aufs Podest fährt.
Trotz seines Fixplatzes bei den Spielen hat der aktuell beständigste ÖSV-Athlet, Alex Payer, mit Rogla eine Rechnung offen. „Ich war hier noch nie in den Top Ten. Es ist generell ein schwieriger Hang, ich hab’ immer kämpfen müssen. Aber heuer hat sich bei mir so einiges geändert, wieso soll es nicht auch in Rogla klappen“, sagt der Freund von Sabine Schöffmann selbstbewusst.
Das ist mühsam und nervenraubend, weil alle so angespannt sind.
Beim 28-Jährigen ist der sprichwörtliche Knoten geplatzt, dennoch gibt er zu, dass er froh ist, wenn das „Olympiagespenst“, wie er es nennt, nach dem Wochenende für das Team Geschichte ist: