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Uhrgeschenk um 46.000 Euro: Ermittlungen gegen Ex-WKÖ-Chef Mahrer

Ermittlungen wegen Verdachts auf „Vorteilsannahme zur Beeinflussung“. Im Verdachtsfall Mahrer geht es um eine Patek-Philippe-Uhr, die 47.580 Euro gekostet hat.

© KLZ / Georg Hochmuth
Ex-WKÖ-Chef Harald Mahrer soll Gegenstand von Ermittlungen sein
Uwe Sommersguter
Leitung Wirtschaft Kärnten/Osttirol

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll gegen den ehemaligen Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer wegen des Verdachts auf „Vorteilsannahme zur Beeinflussung“ ermitteln. Das berichtete der „Standard“ (Donnerstag). Es soll um eine Luxusuhr gehen, die Mahrer vom Investor Florian Fritsch geschenkt bekommen haben soll. Fritsch soll sich so Gefälligkeiten erkauft haben lautet der Verdacht dem Bericht zufolge. Mahrers Anwalt dementierte das laut Zeitung.

Mahrer habe die Uhr bereits 2021 zurückgegeben, sagte sein Anwalt gegenüber dem „Standard“ in einer früheren Stellungnahme. Der Ex-Wirtschaftskammer-Chef habe keine Gegenleistung für die laut Bericht 44.000 Schweizer Franken (47.580 Euro) teure Uhr erbracht und eine solche sei von Fritsch auch nicht verlangt worden. Die WKStA gab auf Anfrage keine Auskunft darüber, ob gegen Mahrer ermittelt wird. Die Behörde verweist auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten. Mahrers Anwalt war für die APA bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Gegen den deutschen Start-up-Investor wird ermittelt

Gegen den deutschen Start-up-Investor Fritsch soll der Zeitung zufolge in Österreich und Liechtenstein wegen mehrerer Vorwürfe ermittelt werden. Im Zentrum stehe der österreichische Holzhaus-Bauer Gropyus, der von Fritsch mitgegründet worden war. Gropyus hatte demnach in internen Untersuchungen „Ungereimtheiten“ entdeckt und Anzeigen erstattet. Fritsch äußere sich nicht zu laufenden Verfahren, zitierte der „Standard“ seinen Anwalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

WKStA bestätigt umfangreiche Ermittlungen, aber keine Namen

Ein Sprecher der WKStA bestätigte der APA, dass in der Gesamtcausa gegen rund 20 Beschuldigte ermittelt wird. Zur Identität der Beschuldigten gab die Behörde unter Verweis auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten keine Auskunft. Ermittelt werde unter anderem wegen schweren Betrugs, Veruntreuung, Geldwäscherei, betrügerischer Krida, Abgabenhinterziehung sowie wegen Vorteilszuwendung bzw. Vorteilsannahme zur Beeinflussung.