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Gründer des „Nockalm Quintetts“ verkauft Gasthaus in Millstatt

Heinz und Silvia Zwatz verkaufen ihren traditionsreichen „Nockalmhof“ in Millstatt. Das Anwesen mit Appartements und Gastronomie kostet 1,56 Millionen Euro.

© Kk/privat
Der Nockalmhof in Millstatt steht zum Verkauf
Lisa Holzfeind-Mitterberger
Regionalredaktion Oberkärnten-Osttirol

Ein „uriges Appartementhaus mit Gastronomie und Geschichte“ wird aktuell um rund 1,56 Millionen Euro auf der Immobilienplattform Willhaben angepriesen. Damit gemeint ist der ehrwürdige Nockalmhof in Millstatt, der bis zuletzt von „Nockalm Quintett“-Gründer Heinz Zwatz und seiner Frau Silvia betrieben wurde. „Wir sind schon in Pension und haben leider keinen Nachfolger, weil unsere zwei Kinder anderen Jobs nachgehen. Deshalb müssen wir schweren Herzens verkaufen“, sagt der 75-Jährige, der mit dem Nockalmhof auf eine bewegte Geschichte zurückblickt. Alle bekannten Persönlichkeiten, die in der Musik Rang und Namen haben, seien hier ein und aus gegangen. „Darunter die Wildecker Herzbuben, der Grand-Prix-Sieger Alpentrio Tirol, die Fidelen Mölltaler, und und und. Auch das Nockalm Quintett war natürlich öfters hier“, zählt Heinz Zwatz auf. Die Kontakte hat er über das „Nockalm Quintett“ geknüpft, das er 1980 gegründet hat und mit dem er ab 1984 über 32 Jahre lang auf Tournee war.

„Karl Moik war schon bei uns zu Gast“

Im Jahr 1991 hat er schließlich den Nockalmhof gekauft und Schritt für Schritt modernisiert. „Es war damals ein altes Gasthaus mit drei bis vier altmodischen Zimmern ohne Dusche und WC. Wir haben in Eigenregie alles renoviert und fünf Appartements sowie fünf Doppelzimmer geschaffen“, sagt Zwatz, der als gelernter Maurer weiß, wovon er spricht. Aus dem früheren Stallgebäude wurde ein Personalhaus, aus dem damaligen Gemüsegarten ein Gastgarten mit 100 Sitzplätzen, in dem über 20 Jahre lang jeden Mittwoch im Juli und August zu Livemusik geladen wurde. Im Rahmen des Nockalmfestes, das ebenfalls von ihm ins Leben gerufen wurde, hat er im Nockalmhof zahlreiche Interpreten verköstigt. „Auch Karl Moik war schon bei uns zu Gast“, sagt Heinz Zwatz.

„Auch ein Altenwohnheim wäre denkbar“

Zum rund 1300 Quadratmeter großen Anwesen gehören ein Appartementhaus, das Gasthaus mit 100 Sitzplätzen im Innenbereich sowie ein Personalhaus. „Es ist alles da. Man bräuchte nur den Schlüssel überdrehen und loslegen“, sagt Heinz Zwatz, der den Nockalmhof heuer mit seiner Frau noch als Frühstückspension geführt hat. „Unser Betrieb war immer von Mai bis Anfang Oktober geöffnet und wir waren immer sehr gut ausgelastet“, sagt Heinz Zwatz und verweist auf Gäste aus der Schweiz, Deutschland, Südtirol und ganz Österreich.

In der Nebensaison füllten Schulsportwochen die Betten im Nockalmhof. „In den goldenen Jahren hatten wir 14 Angestellte“, sagt Heinz Zwatz, der sich wünschen würde, dass der Käufer das Gasthaus weiterführt: „Damit ich ab sofort vor der Theke und nicht mehr dahinterstehen muss“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Aber auch andere Projekte wären laut Heinz Zwatz auf dem Anwesen, das sich im Ortszentrum befindet, möglich: „Zum Beispiel ein Altenwohnheim. Das Hauptgebäude könnte man noch um ein Geschoß aufstocken.“