UNO-Konferenz: Jungdelegierte will Stimme einbringen

Im Finale der UNO-Artenschutzkonferenz in Armenien verhandeln Ministerinnen und Minister am Donnerstag wie die Fachexperten auf den letzten Metern über mögliche Kompromisse und den größtmöglichen Konsens innerhalb der Staatengemeinschaft. Am Freitag sollen die Verhandlungen laut Plan zu Ende gehen. Neben Finanzfragen geht es um konkrete Maßnahmen zu Schutz und Wiederaufbau von Ökosystemen an Land und im Meer. Im Geschehen dabei ist auch eine Jungdelegierte aus Österreich.
Miriam Prager versucht im Rahmen der 17. UNO-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD), die Stimme der Jugend einzubringen. Die Studentin aus Niederösterreich ist als Teil der österreichischen Delegation nach Armenien gereist, die Reise wurde über das Ministerium finanziert. "Es ist wichtig, dass wir hier klar machen, dass es um unsere Zukunft geht. Wir brauchen ein starkes Ergebnis", sagte die 21-Jährige im Gespräch mit der APA.
Seit 2021 setzt sich die Studentin der Politikwissenschaften als Teil des Österreichischen Jugendbiodiversitätsnetzwerkes (GYBN) für ökologische Anliegen ein. "Das Thema Biodiversität geht oft neben der Klimakrise ein bisschen unter, dabei ist es genauso wichtig", so Prager. Neben öffentlichen Stellungnahmen veranstaltet das Netzwerk eine jährliche Konferenz, geht für Bewusstseinsbildung in Schulen und organisiert Kurse für Jugendliche und junge Erwachsene, die selbst Renaturierungsprojekte umsetzen wollen.
Wichtiges Anliegen für die Studentin, die die Verhandlungen mit dem Konferenz-Status einer Beobachterin verfolgen darf, ist, den Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlust und sozialer Gerechtigkeit herzustellen. Das zeigte sich auch an ihrer Bewerbung, um nach Armenien reisen zu können: Die Bitte an das Ministerium, der nachgekommen wurde, war, nicht nur sie, sondern auch eine Person aus dem Globalen Süden zu fördern.
"Viele Länder im Globalen Süden besitzen viel Biodiversität, aber verfügen über zu wenige Mittel", sagte Prager. Im Rahmen der Konferenz müsse ein Rahmen geschaffen werden, um das auszugleichen, so der Wunsch der Jungdelegierten.