Kärntner Ping-Pong-Lady glänzt bei Parkinson-WM in China
Mit Tischtennis bremst Agnes Jan aus Ebenthal ihre Erkrankung aus. Vergangene Woche durfte sie sich über Silber und Bronze im Mutterland des Tischtennis-Sports freuen

„Müde, aber glücklich“, ist Agnes Jahn nach Kärnten zurückgekehrt. Die Ebenthalerin vom TTC Gurnitz hat bei der ITTF-Parkinson-WM in Shanghai (China) eine Silber- und eine Bronze-Medaille erobert.
„Ich bin erstmals in der Klasse 1 angetreten, in der die besten Athleten spielen. Daher habe ich mir eigentlich keine Medaille erwartet“, sagt Jan. Seit 2019 ist sie an Parkinson erkrankt. Tischtennis ist für sie nicht nur Sport, sondern Therapie, mit der sie die Krankheit ausbremst.

Die Kärntnerin musste sich im Doppel-Finale mit der Schwedin Eva-Lena Jansson nach einer 1:0-Satzführung dem Duo Nuria Santos/Mayumi Kanie (ESP/JPN) mit 1:3 geschlagen geben. Bronze gewann Agnes Jan im Mixed an der Seite des Deutschen Karlheinz Moxter. Im Halbfinale hatten die beiden gegen Elvira Garcia/Holger Teppe (ESP/GER) eine 2:0-Satzführung nicht ins Ziel gebracht.
Tischtennis als Volkssport
Jan ergänzte die beiden Podest-Plätze mit einem fünften Rang im Einzel und meinte: „Hier ist Tischtennis Volkssport. Wir hatten sogar Zuschauer in der Halle, der Veranstalter hat in den U-Bahnen von Shanghai für die WM geworben. Meine Familie war dabei, nach der WM hatten wir sogar eine Abschlussveranstaltung in Form einer Schifffahrt.“
Große Ziele
Nach den anstrengenden Tagen – Jan ist in sämtlichen Bewerben angetreten - gönnt sie sich nun eine kurze Pause. Gesundheitlich gehe es ihr gut, sagt sie. „Ich bin mit Medikamenten perfekt eingestellt und so lange es geht und ich vom Arzt die Freigabe habe, spiele ich weiter“, sagt sie. Nächstes Jahr steigen wieder zahlreiche nationale und internationale Events. Höhepunkt ist die ITTF-Weltmeisterschaft in Indien.