Nockhalle sperrt nach umfangreicher Sanierung wieder auf
Spätestens Mitte November wird die Eishalle in Radenthein nach vielen Jahren wieder eröffnen. Gemeinde finanziert Gratis-Publikumslauf.

Seit drei Jahren herrscht in der Nockhalle in Radenthein Eiszeit. Aber nicht auf der Eisfläche, sondern im Betrieb. Aufgrund von Mängeln an der Dachkonstruktion und bei der Kältetechnik konnte die 2008 errichtete Halle nicht mehr bespielt werden, die Genehmigung als Sport- und Veranstaltungsstätte fehlte. Heuer ist das aber nicht mehr der Fall: Die Nockhalle wird spätestens Mitte November wieder eröffnet.
Zu verdanken ist das den neuen Betreibern, dem Vater-Sohn-Gespann Mario und Markus Kulnig, die der Eishalle wieder Leben einhauchen. Insgesamt eine Million Euro, davon 500.000 Euro aus Eigenmitteln und 500.000 Euro vom Land Kärnten wurden in den vergangenen Monaten investiert, um die Halle für die kommende Saison wieder flottzumachen. „Das komplette Dach sowie ein Teil der Kältetechnik wurde erneuert und energieeffizienter gemacht“, spricht Betreiber Markus Kulnig über die große Herausforderung. Aktuell werden noch die finalen Arbeiten am Hallendach erledigt, bis zur Eröffnung soll dann alles fertig sein.
Auf der Homepage eishalle-radenthein.at können Eiszeiten schon gebucht werden. „Von Hobbyvereinen ist aktuell eine Nachfrage da, es ist aber noch Luft nach oben“, sagt Markus Kulnig. Aus dem Profisport gibt es hingegen gute Neuigkeiten: Der Heimverein EC Feld am See, der mit zwei Mannschaften in der Kärntner Division 2 und 3 teilnehmen wird und bislang in Spittal spielte, kehrt wieder heim. Aber auch die Schulen aus Radenthein bekommen einen Zugang zur Halle. „Der Eishockeyschwerpunkt in der Mittelschule in Radenthein möchte auch wieder aufs Eis“, freut sich Markus Kulnig, der auch wieder unterschiedliche Events in der Halle anbieten möchte.
Publikumslauf ab Dezember
Ab Dezember wird es samstags oder sonntags Gratis-Publikumslauftermine geben. Der Eintritt ist frei, die Termine werden im Buchungskalender auf der Homepage bekannt gegeben. „Die Gemeinde finanziert die Eiszeiten für den Publikumslauf und hat auch schon Kontingente für Schulen und Kindergärten gekauft“, freut sich Bürgermeister Armin Egger (ÖVP) über die Wiedereröffnung. „Dass die Familie Kulnig auf uns zugekommen ist, war ein echter Glücksfall. Sie bringt großes Know-How und Engagement mit“, fügt Egger hinzu. Mario Kulnig hat einst das Eiszentrum in Ferlach errichtet und war dort Geschäftsführer, Sohn Markus hat dort gelernt.
Dennoch wartet auf die Betreiberfamilie in Radenthein noch eine Menge Arbeit. In den nächsten Jahren müssten laut Egger nochmals 1,2 bis 1,5 Millionen Euro investiert werden, um den Eisbetrieb nachhaltig zu sichern. Wie viel der Eisbetrieb monatlich beziehungsweise saisonal kosten wird, sei laut Betreiber Markus Kulnig derzeit nicht abschätzbar: „Es sollte aber wirtschaftlich vertretbar sein“. Zwei Eismeister sowie Personal für die Kantine werden in der kommenden Saison beschäftigt.