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Flaute im Hochbau: Hasslacher gibt Standort in Rangersdorf auf

Hasslacher schließt das Gemson-Werk in Rangersdorf. Die Produktion wird in Stall, Sachsenburg und Hermagor gebündelt. Mitarbeiter bleiben großteils erhalten.

© Hasslacher
Die Hasslacher-Gruppe verlagert die Produktion ihrer Tochtergesellschaft Gemson GmbH in Rangersdorf in bestehende Standorte in Oberkärnten
Uwe Sommersguter
Leitung Wirtschaft Kärnten/Osttirol

Die Hasslacher Gruppe zieht Konsequenzen aus der schwachen Baukonjunktur. Die Produktion der Tochtergesellschaft Gemson GmbH in Rangersdorf wird in die bestehenden Standorte in Stall im Mölltal, Sachsenburg und Hermagor verlagert. Grund dafür sei der seit vier Jahren schrumpfende Hochbau, weshalb das Werk im Mölltal nicht mehr ausreichend ausgelastet sei.

© Hasslacher Gruppe/tinefoto
Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der Hasslacher-Gruppe: „Bleiben für eine Erholung des Marktes gut gerüstet“

Beim Einstieg bei Gemson vor vier Jahren sei man noch von einem wachsenden Markt ausgegangen, erklärt Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der Gruppe. Stattdessen sei der für die Holzindustrie wichtige Sektor infolge der globalen Krisen vier Jahre in Folge zurückgegangen. „Trotz intensiver Bemühungen ist es uns unter diesen Rahmenbedingungen nicht gelungen, die notwendige Auslastung am Standort Rangersdorf zu erreichen“, so Kulterer am Freitag in einer Aussendung. Mit diesem Schritt wolle man die Produktivität der übrigen Oberkärntner Werke sichern bzw. stärken und für eine Markterholung gerüstet sein.

Maschinen werden übersiedelt

Die Maschinen aus Rangersdorf werden in die drei verbleibenden Werke bis Ende des Jahres übersiedelt und dort in die laufende Produktion eingebunden. Das Unternehmen erwartet sich davon kürzere interne Wege und geringere Transportkosten innerhalb der Gruppe, die insgesamt 2000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 950 in Oberkärnten.

Für die 40 Beschäftigten in Rangersdorf gibt es laut Unternehmen eine Perspektive: Der Großteil soll künftig in Sachsenburg oder Stall arbeiten. Für den Standort – die Halle ist rund 6000 Quadratmeter groß – wird eine Nachnutzung geprüft.