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Magnus Dalpiaz: Der Bayern-Traum und die Lektionen des Papas

Der Sohn des früheren Eishockey-Stars geht beim TSV Hartberg seine nächsten Schritte als Fußballprofi. Wohin der Weg den 19-Jährigen führen soll.

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Magnus Dalpiaz ist von den Bayern an Hartberg verliehen

Die meisten Kapitel im Karrierebuch von Magnus Dalpiaz müssen erst geschrieben werden, schließlich ist er erst 19 Jahre alt. Die Episode, mit den Profis des FC Bayern unter der Anleitung von Vincent Kompany trainiert und auch drei Testspiele bestritten zu haben, kann ihm jedoch keiner mehr nehmen.

„Als ich das erste Mal in die Kabine gegangen bin, war es schon sehr krass“, schwärmt der Hartberg-Kicker, „aber wenn man dann am Platz steht, spielt man immer noch Fußball. Mein Papa hat ebenfalls gemeint, wenn ich oben trainiert habe, dass die auch nur mit Wasser kochen. Mit dieser Mentalität bin ich auf den Platz gegangen.“

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Magnus Dalpiaz mit Bayern-Jungstar Lennart Karl

Fußballerväter wissen oft nur vom Hörensagen, wie es im Profisport zugeht. Man kann getrost behaupten, dass Claus Dalpiaz eine Ausnahme darstellt. Als langjähriger Torhüter von Österreichs Eishockey-Nationalteam hat er selbst eine erfolgreiche Sportler-Laufbahn hingelegt. „Fußballerischen Input kann er mir weniger geben, weil es nicht sein Sport ist, aber das Profigeschäft kennt er sehr gut. Da gibt er mir viele wertvolle Sachen mit, die mir sehr weiterhelfen“, zeigt sich der Junior sehr dankbar.

Manche angehende Profi-Kicker zweiter Generation reden gar nicht mal so gerne über ihre prominenten Vorfahren, Dalpiaz sieht das anders: „Ich bin eher stolz als genervt, dass ich mit anderen Leuten über meinen Papa reden kann, weil ich glaube, dass er sich das irgendwo verdient hat.“ Wie Bruder Moritz hat er es selbst einst auf Kufen versucht, beide zog es schließlich zum Fußball: „Auch Papa hat gesehen, dass ich im Fußball besser bin als im Eishockey.“

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Als Magnus ein Baby war, stand Papa Claus Dalpiaz für ein Jahr bei den Graz 99ers unter Vertrag

Diesen Beweis versucht der Außenverteidiger, der die rechte Seite präferiert, aber auch links spielen kann, derzeit als Leihgabe der Bayern in der Oststeiermark anzutreten. Am vergangenen Wochenende erzielte er gegen Rapid sein erstes Bundesliga-Tor. Bereits in der Jugend in München traf er für seine Position auffällig oft – sieben Mal in 14 U19-Spielen, acht Mal in 22 U17-Spielen. Ob er diesen Vorzug in den Profibereich überführen kann, müsse man abwarten: „Aber im Jugendbereich war es schon eine Stärke, dass ich einen sehr guten Drang nach vorne hatte.“

Als weitere Stärken bezeichnet Dalpiaz seine Dynamik („Ich bin schwer aufzuhalten, wenn ich mal ins Laufen komme“), seine Schnelligkeit und seinen sauberen Umgang mit dem Ball. Arbeiten müsse er vor allem an den Defensivzweikämpfen und der Fähigkeit, stets konzentriert zu bleiben: „Aber das kommt mit der Zeit. Je mehr Spiele ich mache, desto routinierter werde ich.“

Bislang ist das Zwischenfazit der Leihe positiv, zuletzt zählte er zum Stamm. Auch die Bayern sind zufrieden. Der Beauftragte für Leihspieler ist mit Ex-ÖFB-Teamspieler Richard Kitzbichler ein alter Bekannter, mit dem Dalpiaz regelmäßig in telefonischem Kontakt steht. Ungefähr ein Mal im Monat schaut der Tiroler persönlich in Hartberg vorbei.

Mein Traum ist schon, bei den Bayern Profi zu werden – richtiger Profi, in der ersten Mannschaft.

— Magnus Dalpiaz

Im Frühjahr ging die Reise aufgrund einer Leihe zum AC Milan noch nach Mailand. Dalpiaz spricht von einer lehrreichen Erfahrung: „Aber sportlich war es nicht so sehr meine Zeit, wobei ich viele Inhalte mitgenommen habe. Das erste Mal weg von daheim zu wohnen, war schwierig, aber jetzt hilft es mir. In Hartberg wohne ich auch alleine.“

Geht die Entwicklung so weiter, ist die Chance groß, dass Dalpiaz mit der Station Hartberg den nächsten Schritt im Erwachsenenfußball macht. Der Vertrag bei den Bayern läuft dann noch bis 2028. „Mein Traum ist schon, bei den Bayern Profi zu werden – richtiger Profi, in der ersten Mannschaft“, sagt der U19-Teamspieler, der bereits für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Bayern gekickt hat.

Festgelegt auf den deutschen Rekordmeister ist er jedoch nicht. Dies wäre angesichts des Weltklasse-Niveaus der Bayern auch kurzsichtig: „Wenn es nicht klappen sollte, bin ich nicht traurig, sondern probiere es woanders. Hauptsache der Übergang ins richtige Profidasein gelingt.“