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Völkermarkt will vor neuem Campus Verkehr beruhigen

Nachdem eine autofreie Zone in der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße nicht möglich ist, will der Völkermarkter Gemeinderat verkehrsberuhigende Maßnahmen diskutieren.

© Markus Traussnig
Blick in die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße von Nord nach Süd
Petra Mörth
Redakteurin Regionalredaktion Lavanttal & Völkermarkt

Mit dem um 58 Millionen Euro neu gebauten Campus VK ging mit Beginn dieses Schuljahres in der Bezirkshauptstadt Völkermarkt Kärntens neueste Schule in Betrieb. Seitdem gehen hier in der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße 1 unter dem Dach des Bundesschulclusters 860 Schüler und rund 90 Lehrer des Gymnasiums und der Handelsakademie aus und ein. Da allein schon diese Frequenz naturgemäß nicht gerade wenig Verkehr mit sich bringt, hätte dieser Straßenzug zwischen dem neuerrichteten Schulcampus und der bestehenden Mittelschule auf der gegenüberliegenden Seite ursprünglich eine autofreie Zone werden sollen.

Uns wurde zugesagt, dass bereits im Oktober Kameras installiert werden sollen, die bis dato aber noch nicht geliefert worden sind.

— Markus Lakounigg (SPÖ), Bürgermeister

Einbahn oder Fahrverbot möglich

„Wir können den Verkehr allerdings nicht verbannen, weil wir einerseits die Lieferantenzufahrt für den Campus VK brauchen und andererseits auch die Kindertagesstätte Wiffzack dort beheimatet ist, denen wir die Zufahrtsmöglichkeit rechtlich nicht verwehren können. Deshalb müssen wir einen eingeschränkten Verkehr gewährleisten“, schilderte Bürgermeister Markus Lakounigg (SPÖ) in der jüngsten Sitzung des Völkermarkter Gemeinderates am 21. Oktober die Situation. Daher wolle man nun über ein neues Verkehrskonzept nachdenken für die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße sowie den Augustinerweg, der nach dem Schulcampus beim China-Restaurant schon bisher als Einbahn in Richtung Westen verläuft und entlang des Fachmarktzentrums „City Center“ in den Herzog-Bernhard-Platz mündet.

© Thomas Hude
Völkermarkts Bürgermeister Markus Lakounigg (SPÖ)

Der Diskussion im Gemeinderat über eine Änderung der bestehenden Regelungen – zum Beispiel einer Einbahn in der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße oder einem Fahrverbot mit Ausnahmen für bestimmte Gruppen – soll allerdings vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt eine Erhebung der Ist-Situation vorausgehen. „Uns wurde zugesagt, dass bereits im Oktober Kameras installiert werden sollen, die bis dato aber noch nicht geliefert worden sind“, berichtete Lakounigg weiter.

© Markus Traussnig
Rund 210.000 Euro flossen in die Neuasphaltierung der Zufahrt zum neuen Campus VK

Messungen voraussichtlich ab November

Bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde geht man indes davon aus, dass die Geräte zur Messung der Verkehrsstärke voraussichtlich nach den Herbstferien im November aufgestellt werden. „Damit werden zunächst sämtliche Daten zum Verkehrsgeschehen in diesem Bereich erhoben, auf deren Basis nach dem Evaluieren konkrete Maßnahmen getroffen werden können“, sagt der zuständige Fachgebietsleiter Stefan Golautschnig von der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt.

Indes hätten die Erfahrungswerte der ersten Zeit jedoch gezeigt, dass sich der Verkehr vor allem im Bereich des neuen Campus VK als nicht so schlimm darstellt, wie es gedacht war. „Es gab bisher keine Probleme“, betont Kommandant Gerald Grebenjak von der Polizeiinspektion Völkermarkt. Nichtsdestotrotz hätte man sich mit allen Beteiligten darauf verständigt, als Alternative zu einer autofreien Zone zwischen den Bildungseinrichtungen aufgrund der Messergebnisse einen „gangbaren Weg“ zur Beruhigung des Verkehrs zu suchen.

© Markus Traussnig
Umgekehrter Blick von Süd nach Nord in die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße von der Mettingerstraße aus

Im Zuge des Neubaus wurde von der Stadtgemeinde Völkermarkt auch die Zufahrt zum neuen Schulcampus um rund 210.000 Euro neu asphaltiert.