Diese Kärntnerin macht Kindern in Osteuropa eine große Freude
„Weihnachten im Schuhkarton“ steht wieder vor der Tür. In Feldkirchen wird die Aktion seit mittlerweile 28 Jahren von Dagmar Preiml koordiniert.

Wer Kindern aus fremden Ländern, die nicht so ein schönes Leben führen, eine Freude machen möchte, der ist, vor allem rund um die Weihnachtszeit, bei Dagmar Preiml an der richtigen Adresse. Seit mittlerweile 28 Jahren koordiniert sie die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ im Bezirk Feldkirchen. „Damals habe ich mein erstes Packerl gemacht, seitdem ist es für unsere Familie zum Fixpunkt geworden, jedes Jahr fremde Kinder zu beschenken“, blickt Preiml mit einem Lächeln zurück.
Besonders freut die Feldkirchnerin, dass sich mittlerweile auch viele Schulen hierzulande an der Aktion beteiligen, so zum Beispiel die Volksschule in Feldkirchen oder das Gymnasium. „Lehrer beschäftigen sich mit dem Thema und vermitteln den Schülern, dass es Kinder in anderen Ländern gibt, denen es nicht so gut geht“, betont Preiml.
Weihnachten im Schuhkarton
„Weihnachten im Schuhkarton“ wird von „Samaritan‘s Purse – Die barmherzigen Samariter“ organisiert und sei eine der beliebtesten Geschenkaktionen. International ist die Aktion unter dem Titel „Operation Christmas Child“ bekannt. Neben den Staaten im deutschsprachigen Raum werden auch in Australien, Neuseeland, Finnland, Großbritannien, Kanada, Spanien, Südkorea und in den USA Schuhkartons für bedürftige Kinder gepackt. Heuer hat man 30-Jahr-Jubiläum.
Abgeben kann man die Geschenkpakete bei Preiml bereits jetzt, die offizielle Abgabewoche läuft aber von 9. bis 16. November. Annahmestellen für die sorgfältig verzierten Geschenkkartons im Bezirk sind unter anderem die Stadtgemeinde Feldkirchen, die Kindergruppe „Ich bin Ich“, Doreen Schön in Bodensdorf oder die Diakoniekindergärten. Im Bezirk St. Veit kann man die Pakete bei der Stadtgemeinde Friesach und in Deutsch-Griffen bei Gisela Herber abgeben.
Keine Süßigkeiten
Je nachdem, welches Kind in welchem Alter man beschenkt, sollte man sich auch das Präsent aussuchen. Wichtig sei nur: „Es sollte etwas Neues sein und bitte keine Süßigkeiten.“ Spielzeugautos, Stofftiere oder Fußbälle seien zum Beispiel beliebte Geschenke. „Auch Hygieneartikel kann man dazugeben, wie Seifen, Duschgel oder Zahnpasta.“ Was die Kinder laut Preiml besonders freut: „Wenn es eine persönliche Note im Packerl gibt, etwa ein Bild der Familie oder einen Brief. Das hat einen großen Wert, weil die Kinder wissen, dass jemand da ist, der an sie denkt.“
Die Geschenke gehen hauptsächlich in osteuropäische Länder wie zum Beispiel in die Ukraine, Bulgarien oder Moldau. „Anfangs war es nur ein Land, mit der Zeit sind aber immer mehr dazugekommen“, freut sich die Koordinatorin.