US-Schauspielerin Christina Applegate: „Multiple Sklerose war Fehldiagnose“
Die 54-Jährige leidet unter massiven gesundheitlichen Beschwerden, doch wie sie selbst sagt: „Ohne Diagnose.“ Eine MS-Erkrankung, wie bisher angenommen, liege doch nicht vor.
Schauspielerin Christina Applegate ist nach eigener Aussage fünf Jahre lang fälschlicherweise wegen der unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose (MS) behandelt worden. Vor kurzem habe sie erfahren, dass das eine Fehldiagnose gewesen sei, sagte die 54-Jährige in ihrem Podcast „Messy“. Erleichterung habe ihr das aber nicht gebracht: „Ich war überhaupt nicht glücklich“, sagte Applegate. Schließlich leide sie weiterhin unter gesundheitlichen Beschwerden – nun aber ohne Diagnose.
„Wenn überhaupt, geht es mir in mancher Hinsicht sogar schlechter“, meinte sie. Applegate war 2021 mit der Krankheit diagnostiziert worden. Die Diagnose sei eine lange erhoffte Erklärung für all ihre Beschwerden gewesen. MS ist eine chronisch-entzündliche, bisher unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems, die unter anderem zu Schmerzen, Lähmungserscheinungen und starken Erschöpfungszuständen führen kann. Sie habe stets alle Symptome der Krankheit gehabt, sagte die Schauspielerin.
Schwere Infusionen gegen Erkrankung
Vor einigen Jahren habe sie Infusionen zur Behandlung der Krankheit erhalten, die ihren Körper stark belastet hätten, sagte Applegate. Als sich herausgestellt habe, dass sie nicht die erwartete Veränderung brachten, sei ihre ursprüngliche Diagnose erneut untersucht worden. Schließlich habe eine Ärztin ihr mitgeteilt: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben keine MS.“
Bei Multipler Sklerose kommt es immer wieder zu Fehldiagnosen. Die Erkrankung lässt sich nicht durch einen einzelnen Test eindeutig nachweisen. Stattdessen stützen sich Ärzte auf verschiedene Untersuchungen und müssen andere mögliche Ursachen für die Beschwerden ausschließen.
Applegate hatte ihre MS-Diagnose 2021 öffentlich bekanntgegeben – während der Dreharbeiten zur letzten Staffel der Netflix-Serie „Dead to Me“. Seither gilt sie als engagierte Stimme für MS-Betroffene weltweit. Wenige Jahre zuvor hatte sie sich nach einer Brustkrebsdiagnose beide Brüste entfernen lassen.
In ihrem Podcast, den sie gemeinsam mit Jamie-Lynn Sigler betreibt, und ihrer Biografie „You With the Sad Eyes“ (Du mit den traurigen Augen) spricht sie offen über Schmerzen, Erschöpfung und die Beschwerlichkeiten ihres Alltags. Ihre Tage verbringe sie im Bett, ihr Leben sei „zur Größe einer California-King-Matratze“ geschrumpft.
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