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Junker 2026: Steirischer Wein profitierte von heißem Sommer

Zahlreiche steirische Bauern stöhnten unter den Hitzewellen des Sommers – nicht so die Winzer. Das mediterrane Wetter ließ die Reben regelrecht aufblühen.

© Fotokuchl
Unter den steirischen Winzern freut man sich über einen gelungenen Jahrgang

Während zahlreiche steirische Bauern durch die Witterungsbedingungen 2026 um ihren Ertrag bangen und vielerorts Ernteausfälle verzeichnet wurden, überwiegt bei den steirischen Winzerinnen und Winzern die Freude. Der Weinjahrgang 2026 hat deshalb gesunde, aromaintensive Trauben hervorgebracht, wie Stefan Potzinger, Obmann von Wein Steiermark, freudig vermeldet. „Nach einem trockenen Sommer hatten wir Glück, dass das befürchtete Adriatief mit großen Niederschlagsmengen ausgeblieben ist. Jetzt nach der Lese sind wir alle ein wenig müde, aber vor allem sehr glücklich mit dem Ergebnis.“

Die Steiermark hatte Glück, wie Potzinger und Wein Steiermark-Geschäftsführer Martin Palz durchaus wissen. Anders als in vielen anderen österreichischen Weinbaugebieten blieben größere trockenheitsbedingte Ausfälle weitgehend aus. Das Wetter begünstigte zudem auch den Zeitpunkt der Weinlese, wie die Winzer sagen, noch nie habe die Lese so früh begonnen wie im heurigen Jahr.

Kaum Ernteausfälle zu erwarten

Die trockenen Phasen im Frühsommer und die Hitze des Hochsommers hatten – im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen in der Steiermark – einen positiven Effekt auf das Wachstum und die Entwicklung der heimischen Reben. „Die regionalen Niederschläge haben ausgereicht, um Trockenstress zu verhindern“, so die Winzer. Herausfordernd sei die Situation nur für Winzer mit Reben an besonders kargen Standorten gewesen. „Da haben einzelne Betriebe schon stark gelitten“, so Palz.

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Trocken-heiße Bedingungen stören Weinreben weniger als andere Kulturen

Weinreben können mit trocken-heißen Bedingungen deutlich besser umgehen als andere Kulturen

— Martin Palz, Geschäftsführer Wein Steiermark

Mit Ernteausfällen rechnet man aber dennoch kaum. „Weinreben können mit trocken-heißen Bedingungen deutlich besser umgehen als andere Kulturen. Hauptgrund dafür ist die gute und tiefe Verwurzelung bei älteren Reben“, erklärt Palz den guten Ertrag. Aus diesem Grund konnten bereits Anfang August die ersten Trauben für die Sektproduktion geernetet werden,  Anfang September startete die Hauptlese.

Junker: Normalernte und Steigerung im Ertrag zeichnet sich ab

Im Vorjahr 2025 betrug der Ertrag laut Statistik Austria in der Steiermark 244.717 Hektoliter, auch im heurigen Jahr wird mit einer Normalernte gerechnet. Nach ersten Schätzungen sei sogar eine Steigerung gegenüber dem Fünfjahresschnitt möglich. Ab 23. Oktober ist der junge Jahrgang erhältlich. Das Ergebnis der Weinernte wird außerdem standesgemäß bei der Junkerpräsentation in der Grazer Stadthalle serviert – heuer am 4. November. Insgesamt 100 Winzerinnen und Winzer werden mit ihrem Junker vertreten sein.