Skifahren in Kärnten: Hier kostet eine Tageskarte heuer 73 Euro
In den großen Skigebieten steigen die Preise für Tageskarten um gut fünf Prozent und damit stärker als die Inflation. Wo es günstiger geht und was investiert wurde.

Skifahren wird in diesem Winter wieder teurer. Erstmals durchbrechen Tageskarten in Kärnten die Marke von 70 Euro. 73 Euro kostet eine Tageskarte für Erwachsene in den vier größten Skigebieten am Nassfeld, in Bad Kleinkirchheim, am Katschberg sowie auf der Gerlitzen. Im Vorjahr schlug hier eine Tageskarte noch mit jeweils 69,50 Euro zu Buche. Das entspricht einer Preissteigerung von etwas mehr als 5 Prozent gegenüber dem Winter zuvor.
Minimal darunter liegt die Turracher Höhe mit einem Tageskartenpreis von 72,50 Euro (im Vorjahr waren es 68,50 Euro) – ein Plus von knapp 6 Prozent. Die Branche selbst nennt eine durchschnittliche Steigerung der Skipasspreise um drei bis fünf Prozent. Josef Bogensperger junior, der Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Kärnten, begründet die Preiserhöhung mit steigenden Kosten, insbesondere im Bereich der Energie. Die Inflation in Österreich lag in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt bei rund 3,3 Prozent, zuletzt im September bei 3,6 Prozent.
Kleinere Skigebiete sind günstiger
In den mittelgroßen Skigebieten wie auf der Petzen, am Dreiländereck, am Klippitztörl oder auf der Simonhöhe liegen die Tageskartenpreise in diesem Winter für Erwachsene bei 49 Euro, in den kleineren wie am Falkert bei 40,50 Euro. Günstig ist das Skifahren übrigens im Skieldorado Hrast in Feistritz/Gail mit 29,50 Euro je Tageskarte, in Mühldorf kostet eine Tageskarte für Erwachsene gar nur 10 Euro.

3,3 Millionen Skifahrer
3,3 Millionen Skifahrer haben laut Wirtschaftskammer im vergangenen Skiwinter Kärntens Pisten genutzt, in diesem Winter rechne er mit ähnlichen Zahlen, sagte Bogensperger bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Erfolgreich war auch der Sommer 2026 für die Kärntner Seilbahnen, diese beförderten 1,1 Millionen Gäste, ein Höchstwert.
Die Erhebung der Wirtschaftskammer Kärnten zu den Tageskartenpreisen finden Sie hier.
53 Millionen Euro wurden investiert
Zwei Seilbahnen sind in Kärnten gänzlich neu: Die neue 6er-Sesselbahn Tressdorfer Almbahn am Nassfeld und die neue 10er-Gondelbahn Kanzelbahn II auf der Gerlitzen zählen zu den größten Investitionen der Kärntner Seilbahner. Auf der Turracher Höhe wird der Engländerlift erneuert. Insgesamt wurden in Kärnten in Seilbahnen, Beschneiung, Pistenpräparierung und Energieeffizienz laut Bogensperger 53 Millionen Euro investiert. Er spricht von einem „starken Signal für den Wintertourismusstandort Kärnten“.
Etwas stärker nachgefragt als im Vorjahr ist laut dem Vorstand der Bergbahnen Bad Kleinkirchheim, Hansjörg Pflauder, der Kärntner Skipass. Kostenpunkt: ab 814 Euro. Mehr als neun von zehn Käufern stammen aus Österreich. Auf dem Mölltaler Gletscher sei es an bis zu 204 Öffnungstagen möglich, Ski zu fahren. Pflauder kommt auf einen – theoretischen – Tageskartenpreis von 3,99 Euro. „Da braucht man sich nicht zu verstecken.“
„Kinder auf die Piste bringen“
Auch in diesem Jahr unternehmen die Kärntner Skigebiete wieder einiges, um Kinder für das Skifahren zu begeistern, sagt Alexandra Bresztowanszky, Geschäftsführerin auf der Hochrindl. Dazu zählen etwa Angebote für die Kärntner Schulen. Sie betont auch, dass es den kleineren Skigebieten in Kärnten sehr gut gehe, räumt aber ein, dass Skisport in tieferen Lagen aufgrund der Folgen des Klimawandels problematisch werde.