MRT in Wagna ab November für ambulante Patienten geöffnet
Mit 1. November profitieren im LKH Südweststeiermark in Wagna nun auch Kassenpatienten vom MRT-Gerät. Bisher war die Untersuchung im Kages-Spital nur stationären Patienten vorbehalten.

Lange hat man darauf gewartet, nun kommt es als Pilotprojekt: Kassenpatienten können für MRT-Untersuchungen ab dem 1. November ans LKH Südweststeiermark in Wagna zugewiesen werden. Dass das MRT-Gerät auch außerhalb des Spitals genutzt werden soll, wurde bereits beim Spatenstich im November 2023 angekündigt. Im Jänner 2025 wurde der MRT-Zubau eröffnet. Bis zuletzt profitierten allerdings nur stationäre Patienten davon – nicht ohne Kritik.
2025 wurden 773 Untersuchungen durchgeführt. 3000 Untersuchungen sollen durch Zuweisung von niedergelassenen Ärzten bis zum Ende des Pilotprojekts am 31. 12. 2027 innerhalb der Öffnungszeiten von 7 bis 15 Uhr hinzukommen.
Meilenstein für medizinische Versorgung
Othmar Grabner, ärztlicher Direktor des Spitalverbunds Südweststeiermark, sprach am Montagvormittag von einem Meilenstein und Zugewinn an Qualität und Quantität für die medizinische Versorgung in der Region. Die reine stationäre Nutzung bezeichneten sowohl er als auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl als unbefriedigend. Durch die Kooperation mit Ärztekammer, ÖGK und Kages sowie der Zusammenarbeit mit SVS und BVAEB konnte man die Türen öffnen. „Kooperation und gemeinsame Lösungen bringen uns im Gesundheitssystem Schritt für Schritt weiter“, hob Erich Schaflinger, neuer Vorstandsvorsitzender der Kages, erfreut hervor. Terminvergaben seien ab sofort möglich.
Zuweisungsqualität im Fokus
Im Pilotprojekt selbst will man laut Ulf Drabek, Kages-Vorstand für Finanzen und Technik, die Zuweisungsqualität und Dringlichkeit für Patienten erheben und analysieren. „Wir müssen die generelle überbordende bildgebende Diagnostik ändern“, zeigte Josef Harb, steirischer Landesstellenausschussvorsitzender der ÖGK, auf. Der Patient, der eine MRT-Untersuchung benötigt, solle eine bekommen, aber nicht jeder, der sich eine wünscht. Im Sommer 2027 soll es eine erste Evaluierungsschleife geben. „Es ist alles anonymisiert und kein Zuweiser-Bashing“, wie Grabner im Hinblick auf die niedergelassenen zuweisenden Ärzte betont.
Es ist alles anonymisiert und kein Zuweiser-Bashing.
— Othmar Grabner, Ärztlicher Direktor LKH Südweststeiermark
Bleibt das MRT-Gerät auch nach dem Ende des Pilotprojektes für Untersuchungen aus dem niedergelassenen Bereich geöffnet? Ziel ist das Projekt in den Regelbetrieb zu überführen. Laut Kornhäusl rechnet man nicht damit, dass die „Bundes-ÖGK-Spitzen das Angebot wieder einkürzen wollen“. „Wenn sie wider Erwarten doch nicht weitermachen wollen, was ich ihnen nicht empfehle, werde ich mich definitiv einmischen“, fand er klare Worte und bedankte sich bei allen, die sich für das Projekt eingesetzt haben.