Innofreight: Beim Container-Terminal in Peggau ist alles auf Schiene
Gemeinsam mit Alpacem und Intercal treibt die Brucker Bahnlogistikfirma die Entwicklung des Terminals in Peggau weiter voran. Die Abbrucharbeiten laufen.

Die steirische Industrie drängt verstärkt auf die Bahn – braucht dazu aber eine Anschlussmöglichkeit an das Schienennetz. So markierte für das Bahnlogistikunternehmen Innofreight der Herbst 2025 einen Meilenstein. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste fiel der Startschuss für den geplanten intermodalen Terminal in Peggau.
Ein bereits bestehendes und derzeit nicht genutztes Betriebsareal mit einer Fläche von 2,7 Hektar soll dort gemeinsam mit Alpacem und InterCal zu einer leistungsstarken Logistikdrehscheibe für den Schienengüterverkehr weiterentwickelt werden. Der Standort und die hier ansässigen Arbeitsplätze werden dabei zugleich langfristig abgesichert.
Zugang zum Schienennetz
Seit einigen Wochen laufen die Abbrucharbeiten nun auf Hochtouren, um eine leerstehende Lagerhalle sowie eine veraltete Siloanlage bis Anfang Dezember abzureißen und Platz für die künftige Nutzung zu schaffen. Die Arbeiten werden, vorbehaltlich aller behördlichen Genehmigungen, Mitte 2027 mit der Errichtung des geplanten Terminals fortgesetzt.
Günstig an der wirtschaftlich bedeutenden Südbahnstrecke und der S 35 gelegen, ist dieses Gesamtprojekt auch für umliegende Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum nördlich von Graz von großem Interesse, die ihren Güterverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene verlagern möchten. Nicht zuletzt aufgrund der zeitgleichen milliardenschweren Investitionen in die Koralmbahn und den Semmering-Basistunnel.

„Seit feststeht, dass wir dieses Projekt planen, führen wir regelmäßig Gespräche mit Kunden aus der Stahl-, Holz- und Papierindustrie. Das Ergebnis bestärkt uns in unserem Denken: Um Warenströme noch effizienter gestalten zu können, wünschen sich viele Unternehmen einen Zugang zum Schienennetz. Genau diesen können wir künftig mit dem Terminal in Peggau bieten“, sagt Innofreight-Eigentümer Peter Wanek-Pusset.
Ebenso erfreut gab sich auch der Peggauer Bürgermeister Christoph Pirstinger bei einem Baustellenbesuch: „Wir freuen uns, dass hier etwas Neues entsteht und gleichzeitig Arbeitsplätze abgesichert werden. Das ist gerade in der aktuellen Zeit von großer Bedeutung.“
Von der Straße auf die Schiene
Von der Entwicklung dieses Areals werden jedenfalls Alpacem und InterCal gleichermaßen profitieren, indem sie ihre bereits etablierte Bahn-Rohstofflogistik noch effizienter gestalten und gleichzeitig den Aktionsradius ihrer Güterströme mit Kalk, Zement, Asche oder Schlacke deutlich erweitern. „Die Wietersdorfer Gruppe, zu der Alpacem und InterCal gehören, setzt mit dem Investment in Peggau ein klares Zeichen, um Synergien mit den anderen Standorten zu schaffen und die Warenströme von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, erklärt Julian Ertl, seitens InterCal für die Logistik am Standort Peggau verantwortlich.

Joachim Herler, zuständig für die Planung des geplanten Terminals, sagt: „Wir sehen den Standort Peggau als Ergänzung zum bestehenden Terminalnetzwerk und als echte Chance für die steirische Industrie aus unterschiedlichen Branchen, die dadurch die Gelegenheit bekommt, ihre Güter auf die Schiene zu bringen.“