Innofreight: „Sind am Weg zur Nummer eins bei Güterwaggon-Produktion“
Innofreight hat bei der Fertigung von Spezialprodukten für die Eisenbahn einen Meilenstein passiert. Dass bei Niedrigwasser immer mehr Güter per Bahn statt auf Flüssen transportiert werden, könnte für zusätzlichen Auftrieb sorgen.

Beim Eisenbahnlogistiker Innofreight aus Bruck an der Mur herrscht gute Stimmung. Der europaweit mit vielen Unternehmen vernetzte Peter Wanek-Pusset hat mit seinem Team und Partnern gerade den 1000. „InnoBogie-Rahmen“ produziert.
Das ist eine Art hochtechnologisches Gerüst für ein neu entwickeltes Drehgestell, das wiederum auf Waggons aufgebaut und bei der Beladung von Gütern verwendet wird. „In nur zwölf Monaten 1000 Drehgestellrahmen zu fertigen und damit 500 Waggons auszustatten, ist eine großartige Leistung. Ich bin wirklich sehr froh, dass wir eine derart starke Partnerschaft haben und die unterschiedlichen Standorte so gut miteinander harmonieren“, sagt Innofreight-Eigentümer Peter Wanek-Pusset.
Slowenien und Triest
Sowohl Innofreight-Firmen in Slowenien (Innoduler Rail) als auch in Triest waren dabei mit eingebunden. In der italienischen Stadt ist der obersteirische Unternehmer mit der weltweit größten Reederei MSC dabei, eine Waggonfabrik zu entwickeln.
„Bis Ende des Jahres entsteht in Triest eine eigene Schweißroboter-Linie, die im Vollausbau die Fertigung von bis zu 3.000 InnoBogies pro Jahr ermöglicht und die steigende Nachfrage am Markt abdeckt“, heißt es in einer Aussendung. Vor allem aus der Stahlindustrie nehme man verstärktes Interesse wahr.
Verschiedene europäische „Spurgrößen“
Deshalb komme die Neuentwicklung schon bald auch in weiteren InnoWaggon-Typen zum Einsatz – allesamt gefertigt bei „InnoWay Trieste“. Zunächst in der Normalspur-Ausführung, in weiterer Folge auch in anderen Varianten für Finnland, Spanien oder Portugal.
„Mit diesen Schritten sind wir auf dem Weg zu Europas Nummer eins bei der Güterwaggon-Produktion“, so Wanek-Pusset.

Apropos Stahlindustrie: Aufgrund des ausbleibenden Niederschlags herrschen auch in den Flüssen immer niedrigere Pegelstände. Die Voestalpine in Linz hat Anfang August bei einer Ergebnis-Pressekonferenz bekanntgegeben, dass man die gesamten Warenströme von der Donau auf die Bahn verlagert werde.
Niedrigwasser
„Im September muss es dann aber schon einmal regnen, um die Donau wieder schiffbar zu machen“, meinte Konzernchef Herbert Eibensteiner, auch wenn Rohstoffversorgung und Warenauslieferung gesichert seien.
Vorerst greift die Voestalpine dafür auf das eigene Bahnunternehmen „Logserv“ zurück. Sollten die Herausforderungen anhalten, könnten allerdings auch Unternehmen wie Innofreight mit ihren Transportlösungen auf der Schiene stärker gefragt sein.
Noch sei es aber nicht soweit, erklärt man bei Innofreight. „Wir haben noch keine Anfragen erhalten“, erklärt man, und verweist im wahrsten Sinne des Wortes auf das Wetter. Es komme wohl darauf an, wie lange es weiter keinen nachhaltigen Niederschlag gebe.
