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Villacher Referee erfuhr 30 Minuten vor Spielbeginn von seinem ICE-Debüt

Der Villacher Gerald Wucherer wurde eine halbe Stunde vor Beginn des Spiels zwischen dem VSV und Pustertal in die Halle beordert, pfiff für den verletzten Wolfgang Puff sein erstes ICE-Match.

© Stefan
Gerald Wucherer gab ein unverhofftes Debüt im Eishockey-Oberhaus

Um 13 Uhr kam der Anruf, um 13.40 Uhr stand der Villacher Gerald Wucherer zum ersten Mal bei einem Spiel der höchsten heimischen Eishockeyliga auf dem Eis. Der Linienrichter, eigentlich in der Alps Hockey League oder im Kärntner Unterhaus aktiv, sprang für den beim Aufwärmen am Knöchel verletzten Wolfgang Puff ein. „Eine klare Kette, die hier ausgelöst wird, gibt es eigentlich nicht. Es wird einfach versucht, Referees aus der Region zu erreichen. Wer Zeit hat, kommt dann“, erklärt Wucherer.

Das sportliche VSV-Drama am Sonntag

Er selbst wohnt nur zehn Minuten von der Halle entfernt, verpasste somit nur den Start. „Eine halbe Stunde vor dem Spielbeginn wurde ich angerufen, fünf Minuten mussten die Kollegen, die mich zu Beginn voll supportet haben, bis ich ins Spiel gefunden habe, zu dritt pfeifen. Dann war ich bereit“, schildert Wucherer. Apropos Zeit: Viel hatte er nicht. Das Gute: Auch keine zum Nachdenken, was dieses unverhoffte ICE-Debüt bedeutet. „Schuhe an und los geht‘s. Es war richtig cool, in der Heimhalle, vor den Villacher Fans und meiner Familie. Zum Glück hatte ich an dem Tag Zeit“, schwärmt Wucherer, der bislang nur in Vorbereitungsspielen und in der Sunshine Hockey League Kontakt mit den ICE-Profis hatte.

Ob er sich für Höheres empfohlen hat? Das müssen andere entscheiden, Wucherer selbst war jedenfalls zufrieden. „Ich glaube, die Leistung hat gepasst. Das Spiel ist jedenfalls viel schneller, da gibt‘s noch viel zu lernen“, so Wucherer, der danach in der Schiri-Kabine eine Runde Gerstensaft springen ließ.