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Die häufigsten Tricks: Finanz warnt vor neuer Betrugswelle

Gefälschte Webseiten im Stil von FinanzOnline, angebliche Steuerrückzahlungen oder Auszahlungen der Familienbeihilfe: Das Finanzministerium warnt einmal mehr eindringlich vor neuen Betrugsmaschen. Was zu beachten ist und wie man sich schützt.

© APA / Roland Schlager
Finanzministerium warnt auch vor gefälschten Webseiten im Stil von FinanzOnline sowie vor gefälschten Bescheiden, die angeblich im Namen der Finanz verschickt werden

 Das Finanzministerium (BMF) warnt vor einer zunehmenden Professionalisierung der Internetkriminalität sowie einer steigenden Zahl von Betrugsversuchen. Dabei bedienen sich die Täter verschiedener Kommunikationskanäle wie SMS, E-Mail, Messenger-Dienste, Telefonanrufe und Social Media. Aber auch gefälschte Webseiten im Stil von FinanzOnline oder gefälschte Bescheide werden verwendet.

Damit wollen die Betrüger an persönliche Daten ihrer Opfer gelangen. Dazu wird vorgetäuscht, dass die Nachrichten von offizieller Seite wie dem Finanzamt, der Finanzverwaltung, dem Zollamt oder FinanzOnline stammen, so das Finanzministerium in einer Aussendung vom Sonntag.

Zu den häufigsten Tricks zählen etwa Nachrichten zu anstehenden Steuerrückzahlungen und Rückerstattungen, zu ausstehenden Anträgen auf den Klimabonus oder die Nachfrage einer erforderlichen Bestätigung, damit die Familienbeihilfe ausgezahlt werden könne. Mit dem Hinweis auf offene Forderungen oder drohende Pfändungen bzw. die Überprüfung weiterer Verpflichtungen oder Informationen rund um Krypto-Vermögen soll Druck aufgebaut werden. Die Internetbetrüger geben aber auch vor, dass es bei FinanzOnline zu verdächtigen Anmeldeversuchen gekommen sei oder Aktualisierungen notwendig sind.

Wichtige Neuerung

„Nie die Links in den E-Mails anklicken“

Das Finanzministerium weist darauf hin, dass das Ministerium Informationen entweder in Form digital signierter Bescheide, per Post oder in die Databox von FinanzOnline zustellt. Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Privatpersonen sollten nie die Links in den E-Mails anklicken, warnt das Ministerium. Zudem sollten nie persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen bekannt gegeben werden.

Bestehen Zweifel, sollte man die offizielle Telefonnummer eruieren und telefonisch nachfragen, so die Warnung des Finanzministeriums. Entsprechende E-Mails sollten gelöscht und Anrufe sofort beendet werden.

Das rät das Finanzministerium

Wenn Sie Nachrichten mit ähnlichen Inhalten oder Anrufe mit ähnlichen Aufforderungen erhalten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Betrugsversuch.

·        Folgen Sie in keinem Fall den Anweisungen.

·        Geben Sie nie Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen bekannt.

·        Klicken Sie in Nachrichten keinesfalls auf darin enthaltene Links oder Dateien.

·        Das BMF empfiehlt, solche Nachrichten sofort zu löschen und solche Anrufe sofort zu beenden.

·        Seien Sie vorsichtig und hinterfragen und prüfen Sie stets die Plausibilität und die Echtheit solcher Nachrichten und Anrufe.

·        Eruieren Sie im Zweifel immer die offizielle Telefonnummer der vermeintlichen Stelle, die die Nachricht versendet oder den Anruf durchgeführt hat, und führen Sie einen Rückruf durch.

Weitere Informationen zu den Maschen der Betrüger, den Merkmalen von Betrugsversuchen und notwendigen Sicherheitsmaßnahmen finden Sie in unserem Folder „Vorsicht Betrug! Geben Sie Internetbetrügern keine Chance“. Der Folder steht auf der Webseite des BMF zum Download bereit und liegt in allen Finanzämtern zur Entnahme auf.

Detaillierte Warnmeldungen zu den aktuellen Betrugsmaschen im Namen des BMF finden Sie auf der unabhängigen Informationsplattform Watchlist Internet.

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