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Grazer Derby: Haben 20 Jahre Warten ein Ende?

Der einzige schwarze Derby-Torschütze trägt in diesem Spiel rot. Wie gehen die Fans das Duell an? Wissenswertes rund um das Duell Sturm gegen GAK.

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Yannick Oberleitner traf im Derby für beide Vereine

Die Favoritenrolle kann der SK Sturm auch vor dem 204. Grazer Derby nicht wegdiskutieren. Doch die Hoffnung des GAK, für ein sportliches Ausrufezeichen zu sorgen, ist allgegenwärtig. Doch bei diesem Kräftemessen der beiden Grazer Klubs stehen nicht nur sportliche Themen im Blickpunkt.

Ende der Durststrecke? Es ist die letzte Gelegenheit für den GAK, einen Derby-Sieg zu feiern, ehe die Negativserie gegen den Lokalrivalen ihren 20. Geburtstag feiert. Letztmals gingen die Rotjacken am 11. November 2006 dank Treffer von Alen Skoro (66.) und Samir Muratovic (83.) bei einem Derby als Sieger vom Platz. Seither heißt es zu warten, wobei dies angesichts von eineinhalb Jahrzehnten ohne direktes Duell zwischen 2007 und 2022 dramatischer klingt, als es ist. Trotzdem ist die rote Ungeduld, endlich diesen ersehnten Sieg gegen den Erzrivalen zu feiern, selbstredend spürbar. In den jüngsten sechs Aufeinandertreffen seit 2022 gewann stets Sturm, wenngleich mitunter knapp: 1:0, 3:2, 5:2, 2:1, 3:0, 2:1.

Derby-Torschützen: Der einzige Torschütze für Sturm, der auch diesmal auflaufen könnte, hört kurioserweise auf den Namen Yannick Oberleitner. Dem GAK-Innenverteidiger unterlief bei der 2:3-Cup-Niederlage im Herbst 2023 ein Eigentor, nachdem er sich zuvor auch auf der richtigen Seite in die Schützenliste eingetragen hatte. Mit Daniel Maderner und Christian Lichtenberger könnten zwei weitere Kollegen ihren bisherigen Derby-Toren eines folgen lassen. Auf Seiten von Sturm fallen Otar Kiteishvili und Seedy Jatta, die jeweils bei drei Treffern gegen den GAK halten, aus.

Fanmarsch: Während die Fans von Sturm anders als in Bournemouth nicht gemeinsam spazieren gehen, werden sich die roten Auswärtsfans gemeinsam auf den Weg nach Liebenau machen. Ab 12 Uhr treffen sich die GAK-Anhänger am Kaiser-Josef-Platz. Um 14 Uhr setzt sich der Fanmarsch in Bewegung.

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Beide Klubs verurteilten den Sponsor-Ausstieg der Stadt scharf

Gemeinsame Reaktion? In Sachen Sponsoren-Ausstieg der Stadt Graz sitzen die beiden Fußballvereine gemeinsam mit Eishockey-Meister 99ers im selben Boot. Der Austausch der betroffenen Klubs in dieser Causa ist ein intensiver. Die Chance, das Derby als Plattform für Kritik an der Entscheidung der Stadt zu nutzen, wird nicht ungenutzt bleiben.

Stellungnahme der Holding: Die Holding Graz begründete am Tag vor dem Match ihr Vorgehen in Sachen Sponsoring und verwies darauf, die Vereine in den Bereichen Frauen, Nachwuchs und Special Needs auch über den Sommer 2027 finanziell zu unterstützen – im Ausmaß von 85 Prozent des aktuellen Volumens. „Wir standen vor keiner leichten Wahl: Entweder wir ziehen uns aus mehr als 20 Breiten- und Jugendsportvereinen sowie zahlreichen Laufveranstaltungen zurück, oder wir beenden das Sponsoring der drei Profiteams im Fußball und Eishockey. Wir haben uns für den Breitensport entschieden“, heißt es in der Stellungnahme. Die Holding warb um Verständnis, abschließend hieß es: „Wir versprechen: Auf uns kann der Grazer Sport auch in schwierigen Zeiten zählen.“