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Uni-Budget: Ernüchterung und Unsicherheit bei steirischen Rektoren

Am Samstagabend verkündete die Regierung das Uni-Budget. Für 2028 bis 2030 stehen 16 Milliarden Euro zur Verfügung. Für die steirischen Rektoren zu wenig.

© Uni Graz / Lunghammer
Bei den steirischen Rektorinnen und Rektoren bleiben viele Fragezeichen
Marie Miedl-Rissner
Redakteurin Bundesland Steiermark

Rund 16 Milliarden Euro. So viel Budget wird den österreichischen Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030 zur Verfügung stehen. Die Regierungsspitzen sprechen dabei von einem konstant bleibenden Universitätsbudget. Details, so die Regierungsspitze, werde die jeweilige Fachministerin verkünden. Im Fall der Universitäten ist das Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).

Die Unis haben bereits im Vorfeld angemerkt, dass sie für den Erhalt des Ist-Standes an den Universitäten 18 Milliarden Euro benötigen würden, zogen eine absolute Schmerzgrenze bei 17 Milliarden Euro, unter der es zu einem Abbau an Personal und Leistungen kommen werde.

Reaktionen fallen wenig zuversichtlich aus

Die Reaktionen der steirischen Rektorinnen und Rektoren fallen dementsprechend wenig zuversichtlich aus. Was bei allen bereits in den ersten Sätzen durchklingt, ist die Unsicherheit, was genau in den rund 16 Milliarden Euro, von denen die Regierung spricht, enthalten ist. Vor allem, ob die Ärztegehälter und die Finanzierung der IT:U Linz in das Budget hineinfallen oder nicht, macht eine Einschätzung zum aktuellen Zeitpunkt schwierig.

Die Rektorin der MedUni Graz, Andrea Kurz, findet dennoch klare Worte: „Das als positiv zu verkaufen, finde ich eine Frechheit“, sagt sie. Für sie steht jetzt bereits fest: Egal, ob die Ärztegehälter zu den 16 Milliarden Euro dazuzählen oder nicht: „Es ist in jedem Fall ein Minus.“ Zudem sei noch unklar, wie die Einsparungen auf die Unis verteilt werden.

Personalabbau scheint fix zu sein

Ähnliche Worte findet auch der Rektor der Montanuniversität Leoben, Peter Moser: „Es ist in jedem Fall ein Runterfahren, Einsparen, Reduzieren des universitären Sektors, die Frage ist nur, wie stark.“ Ohne Personalabbau werde man aber jedenfalls nicht durchkommen.

Auch TU-Graz-Rektor Horst Bischof kann der Entscheidung der Bundesregierung nichts abgewinnen und bezeichnet sie als „herbe Enttäuschung“. Die konkreten Auswirkungen werden erst in den kommenden Monaten ersichtlich werden. „Fest steht jedoch schon jetzt: Er wird auch einen Abbau von Stellen für Jungforschende nach sich ziehen“, sagt Bischof.

Etwas positiver sieht es Uni-Graz-Rektor Peter Riedler: „Wenn die 16 Milliarden wirklich nur bei den Universitäten ankommen, ist es nicht ganz so schlimm wie angekündigt, aber doch schlimm genug, weil es doch noch eine massive Kürzung von dem ist, was wir als Bedarf berechnet haben“, sagt Riedler.

Hoffnung auf mehr Informationen bis Montag

Von Seiten der Kunstuni Graz heißt es am Samstagabend: „Die rund 16 Milliarden Euro sind jedenfalls eine Kürzung, die schwer zu verkraften ist.“ Man werde über das Wochenende Analysen anstellen und am Montag ein gesammeltes Statement über die Uniko ausgeben.

Bis dorthin hoffen die Unis auf mehr Informationen. „Es ist durchaus möglich, dass wir uns hier wieder Gehör verschaffen oder auch hier genauere Erklärungen des Ministeriums einfordern werden“, lässt Riedler wissen. Was aber nach der Präsentation vorerst bleibt, sind weiterhin viele offene Fragen.