Abräumer Max Steinbrenner: „Ich bin kein Fan von Schlangen und Spinnen“
Kärntens Kanu-Ass Max Steinbrenner (17) bekam bei der Sporthilfe Gala den „Youth Sports Award“ verliehen.
Sie haben bei der Sporthilfe-Gala das sportliche Outfit gegen einen Smoking getauscht. Schon daran gewöhnt?
MAX STEINBRENNER: Ja, ich fühl‘ mich im Smoking ziemlich wohl.
Wie war der Gang zur Bühne?
Ich war brutal nervös. Im Saal saßen Österreichs beste Sportlerinnen und Sportler, und ich durfte auf die Bühne und dann auch noch eine Rede halten. Auf so einen Moment kann man sich, glaube ich, gar nicht vorbereiten. Vor allem weiß man ja nie, was man gefragt wird – da ist Spontanität gefragt. Ich war fast erleichtert, als ich wieder von der Bühne durfte (lacht). Die große Party danach habe ich ausgelassen. Nach 23.30 Uhr war ich schon im Hotel.
Ihnen wurde nach starken Leistungen 2026 der „Youth Sports Award“ verliehen. Wie fühlt sich diese Auszeichnung an?
Sehr gut, sie ist eine Bestätigung meiner Performance.
Und wie hat es sich zwischen den heimischen Stars angefühlt?
Irgendwie komisch, da ich ja fast alle nur vom Fernsehen aus oder von Social Media kenne.
Welchen Sportlern „folgen“ Sie?
Felix Gall folge ich schon länger, dann noch Lara Vadlau – sie posten auch regelmäßig – und Daniel Tschofenig.
Haben Sie die 2500 Euro schon verplant?
Entweder fliege ich in den Urlaub, ein Teil wird sicher weggelegt und da ich jetzt ein eigenes Auto habe, wird wohl einiges in die Tankrechnungen fließen.
Dann wieder zu etwas Erfreulicherem. Wenn Sie auf Ihre Saison zurückblicken: Was war Ihr ganz persönlicher Höhepunkt?
Der Junioren-Weltmeistertitel im Slalom und eigentlich generell diese WM. Es war so eine geniale Woche, die Einzelläufe sind mir echt gut geglückt. Mit Gold, Silber und Platz vier war das eine gelungene WM.
Aber wie viel Arbeit steckt hinter einer Saison?
Es ist wie ein Fulltimejob. Ich geb jeden Tag sportlich Vollgas, trainiere zweimal täglich und absolviere die Abend-HAK.
Wie gut lassen sich Schule und Sport miteinander vereinbaren?
Sehr gut! Eine Ausbildung ist mir sehr wichtig, ich möchte danach studieren. Im Kanusport kann man nicht aussorgen. Ich kann also nicht mit 35 Jahren einfach in Pension gehen.
Sie haben schon früh große Erfolge gefeiert. Wie schaffen Sie es, sich davon nicht unter Druck setzen zu lassen?
Druck wird wohl während meiner gesamten Karriere eine Rolle spielen, wobei ich mir selbst den größten Druck mache. Ich will versuchen, meine Titel zu verteidigen, und brauche, um ehrlich zu sein, auch ein gewisses Maß an Druck. Zu viel davon ist schlecht, aber wenn man zu locker an die Sache herangeht, wird es auch nicht klappen.
Was haben Sie durch den Sport über sich selbst gelernt?
Dass ich bodenständig und diszipliniert bin und wenn ich einen schlechteren Tag erwische, dennoch im Training alles gebe.
Mussten Sie für den Sport schon einmal auf etwas verzichten, das andere in Ihrem Alter ganz selbstverständlich machen?
Eigentlich muss ich auf nicht wirklich viel verzichten. Ich kann wie andere Jugendliche auch einmal fortgehen und treffe Freunde. Nur beim Essen muss ich mich zurückhalten – ich esse einfach gerne und sehr viel (lacht). Generell schadet ein gutes Zeitmanagement aber nie.
Was schmeckt am besten?
Ein guter Smash-Burger hat schon etwas (lacht).
Und wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?
Ehrgeizig, humorvoll und abenteuerlustig.
Etwaige Eigenheiten?
Ich gehe, wenn ich abends keinen Unterricht habe, gegen 20 Uhr schlafen, bin dann spätestens gegen 5 Uhr früh munter. Das ist vielleicht eine Macke.
Was steht auf Ihrer Bucketlist?
Eine Weltreise. Neuseeland ist ein Muss, mein Vater schwärmt so davon. Australien ist auch cool, aber ich bin kein Fan von Schlangen und Spinnen...