Dreierkoalition: Es geht was weiter

ÖVP, SPÖ und Neos kämpfen – mit sich selbst und den Problemen des Landes. Aber das immer wieder mit Erfolg.
Ob wir uns Sisyphus wirklich als glücklichen Menschen vorstellen müssen, darf bezweifelt werden. Aber zufrieden könnte er durchaus gewesen sein, weil er es jeden Tag geschafft hat, einen schweren Stein den steilen Berg hinaufzurollen.
So – oder jedenfalls so ähnlich – könnte es auch im Innenleben der Dreierkoalition aussehen. Auch ihr gehen die Probleme nicht und nicht aus; kaum scheint die Inflation im Griff, kommt von Nahost wieder ein neuer Krieg daher, der die Teuerung nach oben treibt; oder ein Dürresommer da, eine Affäre drüben und eine Personaldebatte im Herzen der Koalition. Und doch geht – langsam, mühsam und von öffentlichen Meinungsverschiedenheiten begleitet – etwas weiter. Wobei nicht alles das Gelbe vom Ei ist. Der Sinn der Paketsteuer darf zu Recht in Zweifel gezogen werden.
Den Samstag darf die Regierung aber getrost als Erfolg verbuchen. Sie hielt Kurs bei den Universitäten, die sich nach Jahren üppiger Budgets jetzt mehr Mittel erst mit internen Reformen erarbeiten müssen. Das „Zukunftsdepot“ ist ein Schritt zu vorausschauender Lebensplanung – und wäre noch besser, wenn es mit Blick auf die Pension weitergedacht werden würde.