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Gemeinsam angepackt: Großputz am Villacher Silbersee

Der Sport- und Zuchtfischereiverein Villach rückte mit Feuerwehr und Wasserrettung zur Reinigung aus. Die Arbeit kommt auch den Badegästen zugute, die den See kostenlos nutzen können.

Ein Gruppenbild von Einsatzkräften vor einem See
© KLZ/Alexandra Pöcher
Ehrenamtliche der FF St. Ulrich, der Wasserrettung Villach und des Sport- und Zuchtfischereivereins Villach kamen zusammen, um den Silbersee zu reinigen
Autorenbild Alexandra Pöcher
Regionalbüro Villach

Anstatt mit Angeln und Kescher rückten Fischerinnen und Fischer am Samstagmorgen, 17. Oktober, mit Motorsägen, Seilwinden und Traktoren am Silbersee an. Auf Initiative des Sport- und Zuchtfischereivereins Villach (SZF) holten sie gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr St. Ulrich und der Wasserrettung Villach Totholz aus dem Wasser, reinigten die Ufer und schnitten zugewachsene Zugänge frei.

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Die Reinigungsaktion nützt nicht nur den Fischerinnen und Fischern, sondern vor allem auch der Bevölkerung, die den See kostenlos nutzen kann
Die Reinigungsaktion nützt nicht nur den Fischerinnen und Fischern, sondern vor allem auch der Bevölkerung, die den See kostenlos nutzen kann © KLZ/Alexandra Pöcher

Angestoßen hatte den gemeinsamen Arbeitstag Hermann Eisendle mit dem Sport- und Zuchtfischereiverein Villach (SZF). Er organisierte und koordinierte den Einsatz, der um acht Uhr begann und bis Mittag dauerte. Mit dabei waren neben Kassier Alfred Thurner und Fisch- und Besatzmeister Andreas Krierer mehr als 30 weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Freie Zugänge und mehr Sicherheit

Holz aus dem Wasser holen, Äste beseitigen, Ufer freischneiden: Die Arbeiten sollen den See sauber und befischbar halten. Auch die Sicherheit war ein Thema: „Wir entfernen unter anderem auch Holz, das vom Biber angenagt wurde“, erklärt Feuerwehrkommandant Hannes Karitnig. Zugleich gelte es, die Ufer zugänglich zu halten und zu verhindern, dass sie zuwachsen.

Die Arbeit kommt damit auch Spaziergängern und Badegästen zugute. Denn der Silbersee steht der Bevölkerung offen, der Zugang zum Wasser und die Nutzung der großen Liegewiesen sind kostenlos.

Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Wasserrettung funktioniert bestens. Für ihren Einsatz bin ich ihnen sehr dankbar.

— Alfred Thurner, Kassier SZF
© KLZ/Alexandra Pöcher
Alfred Thurner liegt der Naturschutz und die Tierpflege am Herzen

Thurner bedankte sich besonders bei den beiden Einsatzorganisationen: Die Wasserrettung unter Einsatzstellenleiterin Christiane Erbert unterstützte die Aktion unter anderem mit ihrem Boot und vier Tauchern. Die FF St. Ulrich rückte unter Kommandant Karitnig mit 14 Mitgliedern und acht Mitgliedern der Jugendgruppe an. Auch Stadtrat Erwin Baumann (FPÖ), Zugskommandant der Feuerwehr, half mit.

Vereinsarbeit reicht über das Angeln hinaus

Für Thurner zeigt der gemeinsame Vormittag, wie viel Vereinsarbeit abseits des Angelns stattfindet. Die Hege und Pflege der Gewässer gehört für die Fischer ebenso dazu wie der Besatz. Dabei richtet sich ihr Blick auch auf das, was unter der Oberfläche liegt. „Bei vielen hört der Tierschutz nämlich auf der Wasseroberfläche auf“, sagt er.

Der Villacher Verein besteht seit mehr als 100 Jahren und zählt heute über 1900 Mitglieder. Rund 600 davon sind Kinder und Jugendliche, auch viele Frauen gehören dem SZF an, erzählt der Kassier. Die Verantwortung für die Gewässer reicht weit über den Silbersee hinaus: Neben der Drauschleife zählen auch Seen und Fließgewässer in den Bezirken Villach-Land, Klagenfurt-Land, Hermagor und Feldkirchen zu den Fischereigebieten des Vereins.