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Murtaler Betriebe boten Blick hinter die Kulissen

Bei der „KRAFT:nacht“ öffneten am Freitag 19 Leitbetriebe im Murtal gleichzeitig ihre Tore. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die internationalen Weltmarktführer kennenzulernen.

© KLZ / Patrick Neves
Geschäftsführer Wuppermann Austria Hubert Pletz, „KRAFT“-Sprecher Florian Hampel und Geschäftsführer der Zellstoff Pöls AG Mike Resnicek
Patrick Neves

Einen Blick hinter sonst verschlossene Werkstore werfen, moderne Produktionsabläufe erleben und direkt mit den Chefetagen ins Gespräch kommen: Am Freitag lockte die „KRAFT:nacht“ zahlreiche Interessierte – darunter viele Familien und Jugendliche – in die heimischen Unternehmen. Von den insgesamt 118 Partnerbetrieben des Netzwerks „KRAFT:dasMurtal“ luden die 19 großen Leitbetriebe zeitgleich zu Führungen und spannenden Einblicken ein.

„Dass alle 19 Leitbetriebe an einem Strang ziehen und gleichzeitig ihre Tore öffnen, macht diesen Abend so besonders“, betonte der Regionsvorsitzende Thomas Maier, der gemeinsam mit einer Delegation drei ausgewählte Standorte besuchte: den Vorzeigebetrieb Alpe Holztechnik in Fohnsdorf, das Medizintechnik-Unternehmen Meteka in Judenburg sowie die Zellstoff Pöls AG. Sein Fazit nach der Tour: „Unsere Unternehmer sind hochmotiviert, haben enormen Unternehmergeist und sind mit Leib und Seele Murtaler.“

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Regionsvorsitzender Thomas Maier besuchte mit einer Delegation drei Leitbetriebe im Murtal.
Regionsvorsitzender Thomas Maier besuchte mit einer Delegation drei Leitbetriebe im Murtal. © KLZ / Patrick Neves

Weltmarktführer vor den Vorhang holen

Ein zentrales Ziel der Veranstaltung ist es, die Betriebe sichtbar zu machen. „Wir wollen innovative Firmen vor den Vorhang holen, die weltweit erfolgreich sind, aber in der eigenen Region vielleicht gar nicht im Detail gekannt werden“, erklärte KRAFT-Sprecher Florian Hampel.

Ein Paradebeispiel dafür ist die Judenburger Meteka GmbH, die international mit medizinischen Systemen punktet und laufend qualifizierte Fachkräfte wie Mechatroniker sucht. Geschäftsführer Roland Katschnig unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Wir müssen uns vernetzen, um gemeinsam stark zu sein, Fachkräfte in der Region zu halten und die Lebensqualität weiter zu optimieren.“

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Eine Besuchergruppe am Betriebsgelände der Zellstoff Pöls AG
Eine Besuchergruppe am Betriebsgelände der Zellstoff Pöls AG © KLZ / Patrick Neves

Welche Dimensionen hinter den regionalen Playern stecken, zeigte sich bei der anschließenden Station in Pöls. Die Zellstoff Pöls AG versorgt nicht nur das Aichfeld von Pöls bis Knittelfeld mit Strom und Fernwärme, sondern bewegt auch gewaltige Mengen: Laut Technik-Vorstand Heinz Schnedl verzeichnet das Werk jährlich ein Bahn-Frachtaufkommen von knapp 30.000 Waggons sowie täglich bis zu 250 Lkw-Züge in der Rohstoffanlieferung. Gemeinsam mit Hubert Pletz begrüßte Geschäftsführer Mike Resnicek die Gäste: „Wir verbinden Heimat, Holz und Hightech. Für uns ist es essenziell herzuzeigen, was am Standort passiert, um Lehrlinge sowie zukünftige Mitarbeiter und Führungskräfte zu begeistern.“

Für Sabine Gaßner, Leiterin des AMS Murtal, bietet das Format eine ideale Plattform für Jugendliche und deren Eltern, um Berufsbilder hautnah zu erleben und erste berufliche Weichen zu stellen.

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Besucherin Christina Kandutsch mit ihren Kindern.
Besucherin Christina Kandutsch mit ihren Kindern. © KLZ / Patrick Neves

Das bestätigten auch die Gäste vor Ort: Besucherin Christina Kandutsch, die mit ihren Kindern nach Pöls sowie zu Gall Pharma und Hendrickson aufbrach, zeigte sich schwer beeindruckt davon, „Betriebe, an denen man fast täglich vorbeifährt, endlich von innen zu sehen.“

Auch Besucherin Sonja Pink, die über einen Bericht in der Kleinen Zeitung auf die Veranstaltung aufmerksam wurde, zog eine positive Bilanz: „Man kann sich vor Ort einfach viel besser etwas vorstellen. Nächstes Jahr schauen wir uns bestimmt den nächsten Betrieb an.“

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