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Jugendrotkreuz: 24 Stunden lang „pumpen“ für die Wiederbelebung

Steirische Jugendliche setzen am „Tag der Wiederbelebung“ (16. Oktober) ein starkes Zeichen für die Erste Hilfe.

© Rotes Kreuz Steiermark
Beim Schloss Seggau traten die Vertreter aus den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg zur Challenge an

Prüfen. Rufen. Drücken. – Das sind die drei magischen Worte, wenn es um die Wiederbelebung geht. Will heißen: Findet man eine reglose Person, kann jeder lebensrettende Maßnahmen setzen (siehe Infokasten unten). Wer die Atmung prüft, die Rettung ruft und mit der Herzdruckmassage beginnt, der kann dabei nichts falsch machen.

Am „Tag der Wiederbelebung“ setzt das Jugendrotkreuz Steiermark mit einer besonderen Challenge ein starkes Zeichen in diese Richtung. Seit Freitag null Uhr wechseln sich Gruppen aus allen Bezirken im Halbstundentakt an Übungspuppen ab und „pumpen“ – damit halten sie symbolisch eine durchgehende Wiederbelebung 24 Stunden lang aufrecht.

Erste Hilfe

Was bei einem vermuteten Herz-Kreislauf-Zustand zu tun ist.

Prüfen: Laut ansprechen und an den Schultern schütteln. Gibt es keine Reaktion...
Rufen: Notruf 144, Atmung überprüfen und Lautsprecher am Handy aktivieren. Wenn keine normale Atmung...
Drücken: Mitte vom Brustkorb, schnell und kräftig

Das Rote Kreuz hat einfache Erklärvideos zur Ersten Hilfe zusammengestellt. Hier geht es zu den Videos.

Beim Schloss Seggau im Bezirk Leibnitz gestalten die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Jugendrotkreuz-Bundesbewerbs aus den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg einen der insgesamt 48 Slots. „Uns ist es wichtig zu vermitteln, wie stark das Jugendrotkreuz in der gesamten Steiermark zusammenarbeitet. Von Mitternacht bis Mitternacht tragen Jugendgruppen aus allen Regionen dazu bei, dass die gemeinsame Wiederbelebungskette nicht abreißt“, erklärt Elke Krois, Jugendrotkreuz-Referentin des Bezirks Deutschlandsberg. Sie hat die Challenge auf Schloss Seggau maßgeblich koordiniert.

© Rotes Kreuz Steiermark
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Challenge beim Schloss Seggau

Die Aktion am Freitag findet der Erste-Hilfe-Schwerpunkt des Roten Kreuzes Steiermark im Jahr 2026 ihren Abschluss. Präsident Michael Gruber unterstreicht, wie wichtig rasche Hilfeleistung ist. „Die ersten zehn Minuten entscheiden maßgeblich darüber, ob und wie Menschen einen Atem-Kreislauf-Stillstand überleben. Deshalb kommt es darauf an, dass Menschen den Mut haben, zu handeln. Der größte Fehler ist, nichts zu tun.“

Grazer Bergrettung lud zum Aktionstag

Auch die Bergrettung Graz-Land führte am Freitag auf dem Grazer Hausberg Schöckl einen großen Aktionstag zum Thema Wiederbelebung durch. Jeder war eingeladen, seine Kenntnisse aufzufrischen bzw. sich an einer Reanimationsübung zu beteiligen. In einer Schauübung vor dem Alpengasthaus demonstrierten die Einsatzkräfte, wie sie einen verunglückten Paragleiter aus einer Baumkrone retteten und reanimierten.