Auszeichnung für Allerheiligenstriezel aus Söding-St. Johann
Der Striezel vom „Jagabauer“ wurde bei der Spezialitätenprämierung der Landwirtschaftskammer Steiermark ausgezeichnet.
Rechtzeitig vor Allerheiligen hat die Landwirtschaftskammer Steiermark die besten handgemachten Allerheiligenstriezel gekürt. Eine sechsköpfige Fachjury testete insgesamt 84 eingereichte Striezel. Den Titel „Landessiegerin“ holte sich Monika Sommer aus Jungberg/Buch St. Magdalena bei Hartberg. Außerdem wurden 14 Goldmedaillen vergeben und fünf weitere Produzenten ausgezeichnet.
Darunter sind Evelyn Thallinger und Kevin Rößler vom „Jagabauer“ in Söding-St. Johann, die sich über die Auszeichnung freuen. Bei der Bewertung standen unter anderem Aussehen, Geschmack, Konsistenz und handwerkliche Qualität im Mittelpunkt. Hochwertige Zutaten, Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind entscheidend, damit der Germteig locker und flaumig wird und der Striezel seine typische goldbraune Kruste erhält.
Ein Stück gelebtes Brauchtum
Flechtgebäcke haben tiefe volkskulturelle Bedeutung. „Denn in diese werden alle Glücks- und Segenswünsche mit eingeflochten. So zum Beispiel auch in die Allerheiligen-Striezel, die dann als Patengeschenk zu Allerheiligen überreicht werden. Früher war der Striezel oft auch ein Geschenk der Wohlhabenden an die ärmere Bevölkerung“, sagt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein. Wer seinen Allerheiligenstriezel regional kauft, unterstützt zugleich die heimischen Direktvermarkter und trägt dazu bei, dass die Vielfalt regionaler Backkultur erhalten bleibt.