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Können sich auch Eltern mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit anstecken?

Kinder bringen viel aus dem Kindergarten mit – zum Beispiel die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Wie Eltern reagieren sollten und ob sie sich auch anstecken könnten.

© Adobestock
Juckend und oft auch schmerzhaft: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Das Kind wirkt angeschlagen und hat auf einmal Fieber: So beginnen viele Infekte. Bilden sich ein bis zwei Tage später Bläschen an Mundschleimhaut, Zunge und Lippen, bringt das etwas mehr Klarheit: Der Nachwuchs hat sich wohl die Hand-Mund-Fuß-Krankheit eingefangen. Der Ausschlag weitet sich typischerweise aus, betrifft dann auch Handflächen, Finger, Fußsohlen und andere Körperstellen. Begleitet wird er von einem Juckreiz und einem brennenden Schmerz.

1 Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen?

Antwort: Übeltäter sind Enteroviren der Gruppe A, die jetzt im Herbst vermehrt in Kindergärten, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen unterwegs sind. Die Viren werden meist über verunreinigte Oberflächen oder von Mensch zu Mensch via Schmierinfektion übertragen. Besonders ansteckend ist die Flüssigkeit aus den Bläschen, so der Mediziner Patrick Hundsdörfer. In vielen Fällen verläuft eine Infektion ohne Symptome. Ist das nicht der Fall, geht es etwa drei bis fünf Tage nach der Ansteckung mit den grippeähnlichen Beschwerden los. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gilt als Kinderkrankheit, da vor allem Kinder unter zehn Jahren betroffen sind.

2 Können sich Eltern bei ihren Kindern anstecken und die Krankheit auch bekommen?

Antwort: Ja, das kann passieren. Nach einer Infektion hat man zwar eine Immunität aufgebaut gegen das Virus, das sie ausgelöst hat. Allerdings gibt es verschiedene Enteroviren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verursachen können. Eine erneute Ansteckung lässt sich daher nicht gänzlich ausschließen, so Hundsdörfer. Was das Risiko aber verringert: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Ob bei Kindern oder Erwachsenen: Die Erkrankung verläuft meist mild. Nach einer Woche ist oft Schluss. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist dann von allein ausgeheilt und hinterlässt keine Folgen.

3 Was hilft gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Antwort: Es gibt keine Therapie, die die Ursache selbst – also die Viren – bekämpft. Doch Eltern können sehr wohl etwas gegen die lästigen Symptome unternehmen, die das Kind plagen. „Gegen die schmerzhaften Bläschen im Mund und das Fieber helfen beispielsweise schmerz- und fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Mundspülungen“, so Hundsdörfer.

4 Wann müssen wir mit dem Kind zum Arzt?

Antwort: Ein Besuch in der Kinderarztpraxis ist dann angesagt, wenn die Schmerzen im Mund das Kind so sehr quälen, dass es nicht mehr trinken mag. Außerdem: wenn das Kind jünger als ein halbes Jahr ist oder die Symptome mehr als zehn Tage anhalten. Übrigens: Der Kindergarten oder die Schule ist für infizierte Kinder tabu. Erst wenn alle Symptome vollständig abgeklungen sind, dürfen sie wieder dorthin gehen.

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