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Wer ist schuld an Bablers Abgang: die Medien, die SPÖ oder doch er selbst?

Darüber diskutieren Meinungsforscher Peter Hajek und Innenpolitik-Chef Walter Hämmerle in der neuen Podcast-Folge von „Das Orakel“.

© APA / Georg Hochmuth
Teilt aus, muss aber auch einstecken: Noch-SPÖ-Chef Babler
Walter Hämmerle
Leiter Innenpolitik

Der Aufstieg Andreas Bablers war atemberaubend: vom Bürgermeister einer niederösterreichischen Kleinstadt erst an die Spitze der SPÖ und dann ins Amt des Vizekanzlers. Zwei Versuche, ihn aus dem Amt zu heben, hat er erfolgreich abgewehrt. Beim dritten, als ihn der Medienmanager Gerhard Zeiler herausforderte, brachen die Dämme in der SPÖ. Anfang Oktober verständigte sich die Partei auf einen geordneten Übergang: Klubobmann Philip Kucher und Frauenchefin Eva-Maria Holzleitner übernehmen interimistisch die SPÖ, Finanzminister Markus Marterbauer zu Jahresanfang das Amt des Vizekanzlers.

Damit scheint der Anfang vom Ende der Politkarriere Bablers eingeleitet; dass er im Anschluss als Minister weitermacht, ist nicht ausgeschlossen, aber doch eher unwahrscheinlich angesichts der Stimmungslage in den roten Bundesländern.

Babler-Fans gegen Babler-Kritiker

Babler gelang es mit seiner emotionalen linkspopulistischen Rhetorik, tausende neue Mitglieder in die SPÖ zu holen. Dieser harte Kern an „Bableristas“ sieht den Sturz ihres Idols als Verschwörung dunkler Mächte in- und außerhalb der Partei. Vor allem Boulevardmedien wird vorgeworfen, eine gezielte Kampagne gegen Babler gefahren zu haben, die letztlich zu dessen Sturz geführt habe. Dagegen spricht, dass die Kritik am Vorsitzenden und dessen Politik vor allem aus der SPÖ selbst kam und kommt. Bablers interne Gegner führen den anhaltenden Niedergang der Partei bei Wahlen und Umfragen an.

Wer hat also recht? Das besprechen in der neuen Podcast-Folge von „Das Orakel“ Meinungsforscher Peter Hajek und Kleine-Innenpolitik-Chef Walter Hämmerle.