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Mittertrixner „Bio-niere“ für Ökointelligenz ausgezeichnet

Margit und Josef Nuart vom Bauernhof Nuart vulgo Hafner wurden beim ersten „Gaumen Hoch“-Symposium in Niederösterreich geehrt.

© Facebook/Gaumen Hoch
Margit und Josef Nuart

„Gaumen Hoch“ ist ein Gütezeichen für Betriebe aus Gastronomie, Landwirtschaft, Handel und Verarbeitung. „Mit den Gaumen Hoch Awards 2026 würdigen wir außergewöhnliche Pionierarbeit für eine gesunde, genussvolle und verantwortungsbewusste Ernährungskultur”, so die Gründer Alexandra Seyer-Gmeinbauer und Reinhold Gmeinbauer. Und weiter: „Die ausgezeichneten Pioniere haben nicht darauf gewartet, dass sich die Welt verändert. Sie haben selbst begonnen, neue Wege zu gehen, oft lange bevor ihre Ideen selbstverständlich wurden. Sie zeigen, dass ökologisches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein, wirtschaftlicher Erfolg und guter Geschmack keine Gegensätze sind.“

Kürzlich beim ersten „Gaumen Hoch“-Symposium im niederösterreichischen Grafenegg für ihre „Ökointelligenz“ ausgezeichnet – und zwar in der Kategorie „Verarbeitung“ – wurden Margit und Josef Nuart aus Mittertrixen, die Begründer der Bio-Käserei Nuart.

Mehr zum Betrieb

Der Betrieb begann als Hobby mit fünf Milchschafen, fünf Litern Milch pro Tag und gerade einmal einem Rezept. 1986 waren Margit und „Seppi“ Nuart – sie arbeitete damals noch bei der Landwirtschaftskammer als Seminarbäuerin, er war beim Schlachthof in Klagenfurt tätig – wahre Exoten auf dem Gebiet der Käserei, wurden die Produkte doch aus biologischer Rohmilch hergestellt. Heute, 40 Jahre später, wird der Hof in zweiter Generation von Eva-Maria Nuart und ihrem Mann Daniel Jäger-Nuart geführt.

Auf 150 Mutterschafe ist der Hof inzwischen angewachsen, die zweimal täglich gemolken werden. Zwischen Ende Oktober und März ruht die Käserei. Da werden 280 bis 300 Lämmer geboren, die mit der Muttermilch aufgezogen werden. Ein Teil von ihnen wird geschlachtet, der andere Teil dient als „Milchbringer“, denn wie beim Menschen, produzieren Schafsmütter ihre Milch eigentlich für ihren Nachwuchs.

Wofür steht die Auszeichnung für Ökointelligenz?

Ökologische Regeneration braucht nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern setzt eine Verschiebung im Denken voraus. Die „Gaumen Hoch“-Awards würdigen die Fähigkeit, ein Ernährungssystem nicht nur zu optimieren, sondern es als lebendiges Ganzes zu verstehen, vom Boden über die Landwirtschaft bis zum Teller. Ausgezeichnet werden Menschen, die diese Verbindung nicht nur erkannt, sondern danach gehandelt haben, mit Konsequenz, oft gegen den wirtschaftlichen Mainstream ihrer Zeit.

Quelle: Gaumenhoch.at