Ist es Zeit, sich vom täglichen Kaffee zu verabschieden?

Pro & Contra: Kaffee wird immer teurer - ist es Zeit, sich günstigere Alternativen zur Frühstückssemmel zu suchen?
Der Kaffee am Morgen gehört für viele Menschen einfach zum Start in den Tag. Doch da die Preise für Kaffee aufgrund von Klimawandel, Ernteausfällen, Börsenspekulationen und steigender Nachfrage ebenfalls immer weiter steigen, stellt sich manchen die Frage: Ist es Zeit, sich vom täglichen Morgenkaffee zu verabschieden? Alternativen gäbe es ja zur Genüge. Während die einen darin eine Möglichkeit sehen, Geld zu sparen und gesünder in den Tag zu starten, möchten andere auf ihr gewohntes Morgenritual keinesfalls verzichten. Wie sehen Sie das?
Pro: Weniger Koffein, mehr Entspannung
Kaffee wird immer teurer – das ist bitter. Höchste Zeit also, dem Frühstückskaffee Lebewohl zu sagen. Der Gewinn ist ein doppelter: Das Leben ist ohnehin aufregend genug, da tut der Verzicht auf Koffein dem Herzen nur gut, kein Zittern und kein Beben mehr. Wer dann noch bei jedem nicht getrunkenen Kaffee ans gesparte Geld denkt, der kann doppelt zufrieden in den Tag starten. Zugegeben, ohne Koffein ist manch einer mitunter eine echte Schnarchnase. Doch Kopf hoch: Auch schwarzer Tee macht wach, Wasser ebenfalls – spätestens, wenn man es sich kalt ins Gesicht schüttet.
Alice Samec
Contra: Kein Kaffee am Morgen – undenkbar
Ja, Kaffee wird durch die steigenden Preise zum Luxusgut. Aber deswegen darauf verzichten? Nein, wer seinen Kaffee in der Früh trinken will, der soll und wird ihn auch weiterhin trinken, Preis hin oder her. Vielmehr geht es doch um die Frage, trinke ich am Tag unbedacht zig Tassen Kaffee oder genieße ich stattdessen wieder. Und achte darauf, welchen Kaffee ich trinke, woher er kommt, ob die Preise fair sind. Wer nämlich darauf schaut, der muss auch heute schon tiefer in die Tasche greifen. Die Zeiten der Kaffee-Schnäppchen sind vorbei. Und das ist auch gut so, denn weniger ist manchmal mehr.
Verena Wannisch