Bauarbeiten bei Sendemast am Schöckl: Das steckt dahinter
Große Augen machten Wanderer zuletzt am Grazer Hausberg, wird doch neben dem Sendemast beim Westplateau gegraben. Landesexperte klärt über Frequenzwechsel zur Alarmierung als Hintergrund auf.
Dass man über Stock und Stein geht, lässt sich der gemeine Wanderer ja noch einreden. Dass es aber ziemliche Trümmer von Steinen sein können, noch dazu meterhoch aufgetürmt, überraschte zuletzt dann doch einige Bergfexe auf dem Schöckl. Tatsächlich zeigte sich in den vergangenen Tagen am Grazer Hausberg ein eher ungewöhnliches Bild: Beim kleinen Sendemast am Westplateau bildeten Bauzäune, Absperrbänder und ein Bagger eine ungewöhnliche Seilschaft.
Was genau passiert dort? „Es geht um die Ertüchtigung des Richtfunknetzes für Alarmierungen“, erklärt Wolfgang Eitner, Leiter der Landesabteilung für Katastrophenschutz, auf Anfrage der Kleinen Zeitung – um anschließend die Details zu erklären: Dieser kleinere Schöckl-Sendemast (der große ist ja eine Rundfunkanlage) dient der Alarmierung von Einsatzkräften und generell zur Aufrechterhaltung der Kommunikation in Krisenfällen. „Nun hat aber die Fernmeldebehörde einen Frequenzwechsel veranlasst“, so Eitner.
Statisches Gutachten
Zu diesem Zweck wäre die Montage von frischen Parabolspiegeln grundsätzlich kein Problem, doch ein statisches Gutachten legte massive Zweifel am Fitnesszustand des alten Masts offen. Also startete am Schöckl die Vorbereitung zur „Ertüchtigung“, die womöglich in der Installierung eines neuen Masts mündet. Die dazugehörigen Grabungsarbeiten am Schöckl sollen jedenfalls in den nächsten Wochen abgeschlossen sein – damit man auch künftig auf einer Wellenlänge mit Einsatzkräften liegt.
