Heimisches Trio: „Weltklasse“ und ein Segen für Kärnten
In der 2. Basketball-Bundesliga kommt es am Freitag (20 Uhr) zum Kärntner Derby zwischen Liga-„Neuling“ Radenthein und KOŠ.

„Wir brauchen noch einen Hünen – zumindest jemanden, der etwas größer ist als unsere bisherigen Spieler, sprich einen Zwei-Meter-Mann“, verrät Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ. Einen solchen Mann noch an Land zu ziehen, könnte für die Klagenfurter durchaus zum entscheidenden Puzzleteil werden. „Wenn wir da wirklich noch jemanden bekommen, dann sind wir vorne mit dabei.“ Denn im Sommer hat sich bei KOŠ einiges getan. Igor Kešelj ist der neue Chefcoach („Er sorgt für richtiges Feuer und neu definierte Ziele“), dazu kamen mit Damjan Stanišić, Nejc Martinčič und Žiga Žepič drei Legionäre. „Da wir auch über starke heimische Eigenbauspieler verfügen, ist unser Mix ziemlich gut.“
Die Vorfreude auf das Derby gegen die Oberkärntner ist jedenfalls riesig. „Es ist Weltklasse und ein Segen, dass sie zurück sind“, sagt Hribar. Und der erste Auftritt seines Kollektivs zum Auftakt hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht: „Das Team Steiermark war sehr jung, von dem her dürfen wir die Partie nicht überbewerten. Aber die Mannschaft hat es gut gemacht und souverän agiert.“ Die wirklich aussagekräftigen Antworten erwartet Hribar erst in den kommenden Wochen. „Die Garnets haben zwar eine größere Mannschaft als wir, aber individuell sind wir stärker.“
Auf dem neuen Niveau zu etablieren
Für Radenthein, das heuer nach mehr als einem Jahrzehnt sein Comeback feiert, ist die „neue“ Liga zunächst vor allem Herausforderung und Chance zugleich. Nach dem kurzfristigen Nachrücken in die 2. Liga infolge des Rückzugs der Dornbirn Lions geht es nun darum, sich auf dem neuen Niveau zu etablieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung der jungen heimischen Spieler, die Schritt für Schritt an das höhere Tempo und Niveau herangeführt werden sollen. Unterstützung kommt von slowenischen Legionären.
Mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck gehen auch die Klagenfurter Wörthersee Piraten in den morgigen Spieltag. Um 18 Uhr empfängt das Team von Chefcoach Andi Kuttnig die Upper Austrian Ballers. Einer, der beim 77:76-Erfolg gegen Mattersburg besonders auf sich aufmerksam machte, war Korbjäger Lukas Simoner, nebenbei ein erfolgreicher Schuh-Influencer, mit satten 29 Punkten.
„Da der große Kern unserer Mannschaft wirklich seit Jahren besteht, sind wir doch eingespielt, und das war wohl auch ausschlaggebend für den Sieg. Wir haben unter Druck routinierte Entscheidungen getroffen, die uns am Ende geholfen haben. Gehapert hat es noch etwas bei der Trefferquote, aber insgesamt funktioniert es schon ganz gut.“ Und aus personeller Sicht? Da fällt Marcus Holyfield nach wie vor aus. „Zwei waren noch krank, aber das geht sich hoffentlich aus.“